Aqua Monaco Green Monaco

Ein Tonic Water ohne Chinin ist für uns kein Tonic Water. Punkt. Wir könnten es nun dabei belassen. Doch wir wollen mal nicht so sein. Seit 2011 gibt es schon das Absinthum eTonic. Es setzt auf Wermut als Bitterstoff. Da wir es noch nicht probiert haben, können wir dazu nicht viel sagen. Zusammen mit dem Bembel Gin kam nun das Green Monaco zu uns. Erhältlich ist es seit 2015.

Aqua Monaco nennt es „Bio Tonic Water – Bittergetränk“. Wir gehen davon aus, dass hier die Enzianwurzel für die Bitterness sorgt. An sich ist die Idee eines chininfreien Tonics ja nicht die schlechteste. Warum sollen wir nicht die Zutaten verwenden, die wir Lokal zur Verfügung haben?

Wie weit sich das fehlende Chinin nun auf den Geschmack auswirkt, wollen wir mit dieser Verkostung herausfinden.

Was der Hersteller sagt:

Green Monaco ist unser herbal Tonic Water. Es ist das erste chininfreie Bio Tonic auf Kräuterbasis. Sein bitterer Geschmack kommt von einer fein ausbalancierten Mischung alpiner und mediterraner Kräuter: Fieberklee, Enzianwurzel, Rosmarin, Lavendelblüte und Zitronenmelisse. Alle Kräuter stammen aus biologischem Anbau und werden schonend von Hand mazeriert. Green Monaco ist ein Mixer, der zum Experimentieren einlädt und jede Barkarte nachhaltig erweitert.

Quelle: Aqua Monaco

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

Irgendwie können wir schon beim Geruch davon ausgehen, dass uns dieses Tonic zu süß sein wird. Wir riechen Blüten und müssen eher an eine Bergkräuterlimonade denken. So schmeckt es dann auch. Süß und mit Kräuteraromen legt es sich auf die Zunge. Vor allem Melisse ist prägnant vorhanden. Die Bitterkeit gefällt uns nicht so. Das Tonic erscheint uns, als bliebe es wie ein Belag am Zungenrand haften.

mit Gin ‑Bembel

Apfel-Aroma mit Lakritz kommt uns aus dem Glas entgegen. Im Geschmack empfinden wir diesen Gin Tonic genau so. Die Aromen erscheinen uns künstlich. Der bittere Eindruck überzeugt uns auch nicht so. Dieser Drink ist äusserst ungewohnt.

mit Gin ‑ Tschin

Spannend finden wir den Geruch. Das Tonic bzw. dessen Kräuteraromen scheinen den Waldmeister und den Wacholder aus dem Gin deutlich hervorzuheben. Doch im Mund haben wir dann wieder nur eine Waldmeisterlimonade. Der Wacholder ist nur noch leicht zu schmecken, die Kräuter überdecken fast alles. Als Gin Tonic ist das Ganze eher so lala.

mit Gin ‑ Southstreet Plum

Die Kombination aus den Kräutern und der Pflaume erscheint uns angenehm und wir riechen sie gerne. Der Gin Tonic schmeckt dann herb. Hier erscheint uns die Mischung aus Kräutern und Pflaume erst mal komisch. Doch von den erste vier verkosteten Gins gefällt uns diese am besten bisher.

mit Gin ‑ Libellis

Wir haben einen Gin gefunden, der die Aromen des Tonics überdeckt. Zumindest tut er dies im Geruch. Wir müssen an Erdbeerlimonade denken. Der Geschmack ist dann ähnlich. Er ist süß und künstlich. Dabei sind vor allem Erdbeere und Kräuter prägnant. Als Kombination ist das aber eher unschön.

mit Gin ‑ Applaus Suedmarie

Angenehm und leicht fruchtig riecht dieser Gin Tonic. Das verwundert uns erst. Wir schmecken dann erst mal Apfelsaft mit leichten Bitternoten. Mit der Zeit kommt auch Zitrus und Wacholder hervor. Das wir die Kombination als „ganz ok“ bezeichnen verwundert uns auch. Doch genau das ist sie. Und bisher ist es auch die beste, die wir gefunden haben.

mit Gin ‑ Eversbusch

Mit dem Doppelwacholder kommt deutlich grüner Wacholder in die Nase. Leichte Kräuternoten vom Tonic verschwinden fast dahinter. Das Tonic geht gegen den Wacholder fast unter. Das ist erstaunlich. Nicht mal mehr die Bitterkeit ist noch stark zu schmecken. An sich ist es nicht schlecht, aber etwas zu einseitig auf der Wacholderseite ohne dass sich die Aromen ergänzen würden.

mit Gin ‑ Kyle’s Club

Trotz der starken Aromen des Tonics ist dieser Gin Tonic im Geruch dezent. Er wirkt geradezu frisch zitrussig. Im Geschmack ist er uns dann zu süß. Dies fällt als erstes und recht stark auf. Dann schmecken wir etwas Wacholder und leichte Kräuteraromen. Das Enzianbitter tritt stark am Gaumen auf. Man kann den Drink trinken, doch so richtig überzeugt er nicht.

mit Gin ‑ Sturzflug

Der Geruch den Gin Tonics erinnert uns an die Orangenlimonade Orangina. Er schmeckt dann angenehm bitter. Das Orangenaroma ist deutlich und erinnert sehr an Bitterorange. Dezent kommen noch die Kräuter durch. Diese Kombination passt sehr gut zusammen. Wir sind sehr überrascht.

mit Gin ‑ Alpinist

Leichter Apfelgeruch, in Richtung Cider, kommt uns entgegen. Mehr ist nicht zu riechen. Im Mund ist es dann unangenehm bitter. Auch hier haben wir Apfelgeschmack, der von Kräuteraromen ergänzt wird. Das bittere des Tonics bleibt unangenehm auf der Zunge. Es wirkt wie ein Belag. So passt das nicht.

Urteil

Aqua Monaco Green und wir werden wohl keine richtigen Freunde werden. Unser Fall ist es nicht.

Die Aromen des Tonics machen es ihm schwer, als Mixer eingesetzt zu werden. Zumindest sind wir bisher davon ausgegangen. Doch mit dem Pflaumen-Gin aus Ottenheim und der Suedmarie von Applaus haben wir ganz passable Drinks hinbekommen. In einer weiteren Verkostung fanden wir eine schöne Kombination mit dem Sturzflug Premium Dry Gin.

Quelle

Es kommt in der 0,23 Liter-Flasche und kostet um die 1,60 bis 2 Euro. Erhältlich ist das Green Monaco unter anderem bei Amazon.

Disclaimer

Das Green Monaco wurde uns von der Ship It GmbH und xxl-drinks.de unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

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