Bombay Bramble

Die Flasche mit dem Bombay Bramble hatten wir schon des Öfteren gesehen. Mit Brombeere und Himbeere als angepriesene Zutaten hatten wir aber immer Bedenken. Wir waren davon ausgegangen, hier einen fruchtigen süßen Versuch zu bekommen, mit dem Bombay sich weitere Märkte erschließen wollen würde. Doch als es dann ein Flasche Bombay Sapphire mit einer Miniatur des Bramble dran gab, schlugen wir doch zu. Die Neugier siegte und am Ende könnten wir uns ja noch mit dem Sapphire trösten.

Geschichte

Die Geschichte des Bombay Gins geht bis ins Jahr 1760 zurück, in dem Thomas Dakin in Warrington eine Destille eröffnete. Dank schlechter Ernte wurde aber erst 1761 der erste Warrington Dry Gin hergestellt. Die Geschichte der Firma war turbulent, doch erst etwa 200 Jahre später sollte der Name Bombay auftauchen.

1957 war es ein New Yorker Anwalt, Alan Subin, der für Seagram’s arbeitete, der das Rezept, das Dakin 1761 entwickelte, aufkaufte. Bombay und die Zeit des Raj waren seine Inspiration mit der er 1960 den Bombay Dry Gin auf den Markt brachte. Die Produktion stieg im dritten Jahr auf 10.000 Einheiten und nach 10 Jahren waren es schon 100.000.

In den 1980ern wurde I.D.V., heute als Diageo bekannt, auf die Marke aufmerksam und kaufte die Marke auf. Als 1997 einige Firmen das Konglomerat Diageo bildeten, hatten die Kartellwächter ein Auge darauf und machten es zur Auflage, einige Marken abzugeben.

So kam Bombay Gin zu Bacardi. Diese waren es dann auch, die 2012 bis 2014 die Modernisierung der Destille und den Umzug von Warrington nach Laverstoke Mill vorantrieben. Am 17.09.2014 wurde die neue Destille eröffnet. Master Distiller Nik Fordman, ehemaliger Destille-Manager von Beefeater war es, der die Renovierung und den Umzug der beiden Carter Head Destillen von 1831 und 1836 überwachte, in denen noch heute Bombay Gin destilliert wird.

Botanicals und Alkohol

Für den Bombay Bramble werden die gleichen Zutaten verwendet, die auch im Bombay Dry Gin zum Einsatz kommen. Diese sind Wacholderbeeren aus der Toskana in Italien, Zitronenschale aus Murcia in Spanien, Zimt aus Indochina, Süßholz aus China, Mandeln aus Spanien, Florentiner Schwertlilie aus Florenz in Italien, Koriandersamen aus Marokko und Engelwurz beziehungsweise Angelikawurzel aus Dresden in Sachsen. Für den Bombay Bramble werden diese mit einer Fruchtinfusion ausgereifter Brombeeren und Himbeeren ergänzt.

Der Alkoholgehalt beträgt 37,5 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch offenbart schon deutlich die Himbeere. Es riecht nach selbstgemachtem Likör. Dazu haben wir einen herben Geruch in der Nase, der an Waldboden erinnert. Er tritt gepaart mit Wacholder und Kräutern auf.

Entgegen unseren Erwartungen ist der Geschmack nicht süß. Er hat eine fruchtige Säure. Trotzdem erinnert der Auftritt der Himbeeren und Brombeeren an einen Sirup. Uns schmeckt das aber nicht ausgewogen genug.

Eis lässt den Gin cremiger und beeriger erscheinen. Wir haben einen Zitruseindruck, der aber wohl von der Himbeere kommt. Schön ist der Geschmack allerdings nicht.

Urteil

Nun, wir haben nicht bekommen, was wir erwartet haben. Das sollte positiv sein, doch der Bramble gefiel uns trotzdem nicht. Zum Glück hatten wir nur eine Probierflasche. Unser Fall ist es definitiv nicht.

Quelle

Der Bombay Bramble Gin ist unter anderem über Amazon erhältlich. Die Flasche mit 0,7 Liter kostet etwa 19 Euro. Auch andere Varianten von Bombay sind dort gelistet.

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