Beefeater 24

Beefeater 24Das Ziel war klar: Beim kurzen Zwischenstopp in Dubai wollten wir nur schnell durch den Duty-Free-Bereich, uns eine Flasche Hendrick’s und eine Flasche Bombay Sapphire schnappen, und dann weiter zum Gate in Richtung Hamburg. Die Flasche Hendrick’s hatten wir schnell in der Hand, doch wie das manchmal so ist, man geht noch mal ein bißchen in Regal stöbern. Genau das passierte uns. Bei einer Runde um  das Regal, mit dem Auge die Flaschen scannend, fiel uns die Flasche Beefeater 24 in den Blick. Erst wollten wir sie als „das kennt man doch“ abtun, doch die 24 weckte unsere Aufmerksamkeit. In dieser Version kannten wir den Beefeater noch nicht – den Bombay kannten wir dagegen sehr gut, also wanderte der Beefeater 24 in den Einkauf.

Geschichte

Beefeater 24 ist kein wirklich altes Produkt. Am 30. Oktober 2008 stellte Beefeater, eine Marke von Pernod Ricard, die neue Variante seines Gins an der Themse vor. In Syon House, in einem Park im Westen Londons und Eigentum des Duke of Northumberland, erlebte die sogenannte „super premium version“ ihre Geburtsstunde. Kreiert wurde der 24 von Brennmeister Desmond Payne.

Botanicals und Alkohol

Dass guter Geschmack keine Sache von Masse ist, zeigt schon der Original Beefeater. Er kommt mit neun Botanicals aus, und zwar Wacholder, Angelikawurzel, Angelikasamen, Koriandersamen, Süßholz, Mandel, Iris germanica, Bitterorangen und Zitronenschale. Für den 24 kam nicht viel dazu: Lediglich japanischer Sencha, chinesischer Grüntee und von Hand geschnittene Grapefruitzesten ergänzen den Blend. Der Geschmack veränderte sich dadurch allerdings merklich. Die 24 im Namen steht für 24 Stunden. Das ist die Zeit, die der neutrale Alkohol mit den Botanicals im Kupferkessel durchzieht. Das destillierte Endprodukt wird mit 45% Vol. auf die Flasche gezogen. Das Original hat 47%, der 24 schmeckt mit dem geringfügig niedrigeren Alkoholgehalt dementsprechend etwas weicher.

Geruch und Geschmack

Beim ersten Riechen spürt man vor allem erst Mal kräftigen Alkohol in die Nase. Auch die Grapefruitschale lässt sich erschnuppern. Während einige sagen, sie mögen vor allem den tanninigen Geschmack, den die Teeblätter liefern, können wir das nicht nachvollziehen. Die Wacholdernote ist sehr ausgeprägt, wandelt sich aber im Abgang zu einem zitrusigen Aroma, das uns sehr gut gefällt.

Auf viel Eis riecht der Gin fast neutral. Wir können zwar immer noch keinen Tee ausmachen, weder in der Nase noch auf der Zunge, dafür kommt nun aber der Wacholder deutlicher hervor. Der Gin ist jetzt viel weicher im Mund, auch wenn das Eis noch nicht geschmolzen ist und ihn noch nicht verwässert hat. Schmilzt das Eis und beginnt den Beefeater 24 zu verdünnen, macht sich am Gaumen ein milder Süßholzton bemerkbar.

Urteil

Uns gefiel der Beefeater 24 pur sehr gut. Der weiche runde Geschmack mit den relativ klaren Zitrusnoten überzeugt.

Quelle

Beefeater 24 ist z.B. bei Amazon erhältlich.

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