Bulldog London Dry Gin

Beworben wir der Bulldog Gin mit „Not your grandfather’s Gin“. Nun, den kannte ich nicht, und ob er Gin gemocht hätte, wer weiß. Die Idee hinter dem Spruch ist uns dennoch sofort klar. Der Gin soll nicht „wie von früher“ sondern „was Neues“ sein. Nun gut, das schraubt die Ansprüche hoch. Wir sind gespannt.

Geschichte

Seit 2007 gibt es den Bulldog Gin. Hinter der Aufmachung, der Flasche mit den breiten Schultern und dem Halsband, dass an den gleichnamigen Hund erinnert, könnte nun eine große Story stecken. Dem ist aber nicht so.

Hier trifft wohl eher Geld trifft Markt zu. Anshuman Vora, ein ehemaliger Investment-Banker von JP Morgan gründete 2007 die Marke und brachte den Gin in den USA auf den Markt. Punkt. Mehr gibt es nicht.

Kämen jetzt noch ein paar witzige Details oder als Gimmick ein abnehmbares Halsband von der Flasche, hey, wir hätten alle was zu erzählen. Aber so ist es aus unserer Sicht nicht mehr als ein paar Affen, ohne Affen.

Der Vertrieb in Deutschland hat Campari übernommen.

Botanicals und Alkohol

Zur vierfachen Destillation treten zwölf Botanicals an. Diese sind: Longan-Frucht, Kalifornischer Mohn, Lotusblätter, Zitrone, Mandel, Cassia, Lavendel, Schwertlilie, Wacholder, Angelika und Koriander.

Der Alkoholgehalt beträgt 40% Vol.

Geruch und Geschmack

Der erste Geruchseindruck ist Getreidealkohol. Doch dann wird der Bulldog komplex. Wir riechen Koriander und Zitrusaromen. Dazu Wacholder mit blumigen Einschlägen. Wir kommen hier auf Lavendel. Dazu haben wir einen süßlichen Eindruck in der Nase.

Ganz entgegen dem bulligen Auftreten ist der Gin smooth im Mund. Wacholder ist prägnant, aber doch irgendwie zurückhaltend. Der Geschmack von Orange und etwas blumigem ist dabei. Aber auch Weizen, den wir hier als Alkoholbasis unterstellen. Der Bulldog ist komplex, auf der eher trockenen Seite und sehr rund.

Eis macht den Geruch zitrussiger und trockener. Auch der Geschmackseindruck wird trockener. Wir schmecken jetzt zudem noch Zimt, deutlicher Wacholder und einen Hauch Süßholz.

Urteil

Nach dem bulligen Auftritt und dem abfallenden Hintergrund steigt der Bulldog bei der Verkostung wieder weit nach oben. Der Gin ist unerwartet weich und rund. Eine leckere komplexe Geschmackskombination kann uns hier durchaus überzeugen.

Quelle

Erhältlich ist der Bulldog Gin z.B. bei Amazon. Die Flasche mit 0,7 Liter kostet etwa 20 Euro. Das finden wir für das Gebotene recht fair.

Disclaimer

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