Skin Gin

Flaschen mit einer lederartigen Oberfläche, das hatten wir noch nie. So ähnlich dürfte man es sich auch bei Skin Gin gedacht haben. Der Name „Skin“ kommt von einem Tattoo in Ankerform, welches die Macher so gesehen und in ähnlicher Form als eine ledrige Oberfläche auf die Flasche und damit auch eine Haut um die Flasche gebracht haben. Dabei steht jedes Flaschendesign für eine eigene Edition. Und da wir zwei Flaschen hier haben, wird dies auch der erste Bericht mit zwei „Sorten“. Eine Flasche ist fast komplett schwarz während die andere eine Reptilienleder-ähnliche Musterung aufweist.

Skin Gin

UPDATE:

Wie es der Zufall so will, haben wir gerade erfahren, dass die Information, in beiden Flaschen steckten zwei verschiedene Gins, nicht stimmt. Durch einen Schreibfehler kam der Eindruck auf. Richtig ist, dass in beiden Flaschen der gleiche Inhalt steckt und nur das Design unterschiedlich ist. Was das für die Bewertung ausmacht, lest Ihr weiter unten. Wir bitten die Verwirrung zu entschuldigen.

Geschichte

2014 kam Martin Jensen, bekennender Gin-Sammler, im Urlaub auf die Idee, einen Gin mit Minze zu kreieren. Zusammen mit Brenner Arnd Weßel im Alten Land wurde dann die Rezeptur verfeinert und der heutige Skin Gin hergestellt. Dabei ist jede Edition etwas anders.

Botanicals und Alkohol

Sieben Botanicals, darunter Wacholder und Minze, werden einzeln destilliert und dann zu einem Blend verschnitten.

Der Alkoholgehalt beträgt 42 % vol.

Geruch und Geschmack

Fangen wir mit der gemusterten Flasche an. Wir riechen sofort Minze im Skin Gin. Aber auch Wacholder und ätherische Zitrusaromen sind im Geruch. Der Gin aus der schwarzen Flasche ist ähnlich, doch wir riechen weniger Zitrus, dafür mehr Kräuteraromen und etwas Melisse. Mit Eis ist es ähnlich. Wir identifizieren die Zitrusaromen als Grapefruit. Der Wacholdergeruch ist verschwunden. Dagegen ist die Minze weiter deutlich. Auch hier ist die schwarze Version weniger intensiv.

Der Geschmack erinnert einen von uns direkt an Kamillosan, ein Naturheilmittel mit Kamille. Ich denke erst mal an Kaugummi. Wir haben ein kühlendes, erfrischendes Gefühl von der Minze auf der Zunge. Auch Grapefruit schmeckt heraus, und wir erinnern uns etwas an 28 Drinks Pink Grapefruit Mint. Sobald sich die Zunge an die Minze gewöhnt hat, schmecken wir auch etwas Wacholder heraus. Auch hier ist der Gin aus der schwarz umkleideten Flasche etwas milder, aber noch immer minzig. Dazu schmeckt er sanft fruchtig, wird aber nach einiger Zeit bitterer im Mund. Eis mag der Gin anscheinend nicht so, denn die Minze wird bitter. Hier verhalten sich beide Versionen gleich.

Urteil

Einen spannenden Gin haben wir hier, der allerdings dafür sorgte, dass sich hier die Meinungen teilten. Es ging von „Für mich ist das kein Gin“ bis „interessantes Getränk“. Die Flasche mit der schwarzen Lederoptik schnitt besser ab, die gemusterte war uns zu intensiv. Skin Gin ist ein spannendes Produkt, das jeder selbst probieren muss, um zu wissen, ob er mit der Minzdosis klar kommt. Sicher ist, dass es ein Gin ist, der polarisiert.

UPDATE:

Zwei Flaschen mit gleichem Inhalt, aber mit verschiedenem Geschmack? Wie kann das sein? Wir können uns das nur mit einem Gewöhnungseffekt erklären. Da wir den Inhalt beider Flaschen nacheinander verkostet haben und jeweils die schwarze nach der gemusterten, kann dadurch der Eindruck entstanden sein, die jeweils zweite Probe sei „milder“.

Quelle

Erhältlich ist der Skin Gin bei vielen Einzelhändlern und Spirituosengeschäften in und um Hamburg, aber auch online bei Amazon.

Disclaimer

Der Skin Gin wurde uns von Skin Gin unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Woanders

Eye for Spirits hat den Gin vorgestellt und in den Kommentaren geht es um die Preissteigerung bei Gins.

3 Gedanken zu „Skin Gin“

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