Thommes 506 London Dry Gin

Thommes 506-2016-07-10-DMC-FZ1000-506-640Von der Schweizer Grenze, aus einen fast 200 Jahre alten Bauernhaus, kommt ein Gin mit außergewöhnlichen Zutaten. Yvonne und Thomas Thomann produzieren dort in  Wallbach praktisch nebenbei den nach dem Opa Thommes benannten Thommes 506 Gin.

Geschichte

Die Geschichte der kleinen Schnapsbrennerei Tomann’s begann vor vielen Jahren, als der Quittenbaum zu viele Früchte lieferte, um nur Marmelade und Gelee zu produzieren. Ein Quittenlikör kam, dann die Likör-Manufaktur und inzwischen sind es bis zu 15 verschieden Liköre geworden.

Vor acht Jahren kam dann die alte Destille von einem Nachbarn dazu. Zufällig gab es beim Zoll auch noch ein Abfindungsbrennrecht. Grundkenntnisse waren noch von Opa vorhanden, richtig gute Ergebnisse gab es allerdings erst dieses Jahr. Dafür wurden dann auch das Kirschwasser, der Quittenbrand und der Anis-Kräuter-Schnaps bei der Baden Best Spirit mit Silber ausgezeichnet. Den Gin, ganz neu im Programm,  ziert  zur Erinnerung auch Opas Motorrad.

Botanicals und Alkohol

17 Botanicals, sowohl heimische als auch exotische, werden für den Thommes 506 Gin benutzt. Dazu kommen außergewöhnliche wie marokkanische Nana-Minze, getrocknete Cranberries, Holunderblüten, Tannenzipfelhonig und Walnüsse. Nach der Destillation im Kupferkessel und der Lagerung wird der Gin mit Wallbacher Quellwasser auf Trinkstärke gebracht.

Der Alkoholgehalt beträgt 44 % vol.

Geruch und Geschmack

Schon im Geruch haben wir deutlich süßliche Aromen von Süßholz. Etwas Bitteres liegt dazu in der Nase. Wir tippen auf Angelika. Dabei kommen noch florale Noten und Wacholder hervor. Ein Hauch Koriander, leicht Minze und etwas Lakritziges stecken noch drin. Säuerlich-fruchtige Früchte riechen hervor. Wenn man weiß, dass Cranberries drin sind, kann man diese auch schnell zuordnen. Sehr komplex ist das Ganze. Mit Eis wird der Geruch ätherischer. Dazu haben wir noch immer Süßholz und etwas Trocken-Bitteres. Wir fühlen uns an Anisbonbon und etwas Seifiges erinnert.

Der Geschmack ist süßlich fruchtig. Wacholder finden wir nur wenig. Am hinteren Zungenende ist es bitter. Minzgeschmack gibt eine schöne Frische, ohne aufdringlich zu sein. Eiskalt wird der Gin süßlicher und bekommt zusätzlich Anisnoten. Fast erinnert es uns an eine Limonade.

Urteil

Wir sind gespalten. Petra mochte den Thommes 506 gar nicht. Er war ihr zu süß, und sie nannte ihn „keinen Gin.“ Ich dagegen mag ihn. Ja, er ist mir etwas zu süß, aber die gut ausgewogenen Minzaromen zusammen mit dem subtilen Wacholder und den weiteren komplexen Aromen können mich überzeugen.

Quelle

Erhältlich ist der Thommes 506 London Dry Gin direkt beim Hersteller, Thomann’s Schnapskeller. Als wir diesen Artikel schrieben war der Gin leider nicht im Online-Shop gelistet. Schickt einfach eine Mail an Familie Thomann, wir denken, sie werden Euch weiterhelfen.

Disclaimer

Der Thommes 506 London Dry Gin wurde uns von Thomann’s Schnapskeller unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung. Ebenso danken wir für das Bild der Flasche.

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