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Tanqueray London Dry Gin 47,3%

TanquerayTanqueray London Dry ist ein Klassiker. So etwas möchten wir natürlich nicht auslassen. Hier haben wir die Tanqueray London Dry Version mit 47,3% vol. in der klassischen Flasche in Hydrantenform.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanquaray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

Auch in der Popkultur hat Tanqueray Einzug gefunden. So singen z. B. die Ramones im Song „Somebody Put Something in My Drink„: „Tanqueray and tonic’s my favorite drink, I don’t like anything colored pink, that just stinks… it’s not for me„. Auch The Notorious B.I.G. erwähnt den Gin im Song „Everyday Struggle“ mit den Zeilen: „baby on the way mad bills to pay, that’s why you drink Tanqueray; so you can reminisce and wish, you wasn’t livin so devilish…„. Doch damit hört es nicht auf.

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Berliner Brandstifter – Berlin Dry Gin

Berliner BrandstifterDie Idee und der Ansatz waren löblich. Crowdfunding ist schon lange ein Begriff, der durch die Welt geistert. Was lag näher, als einem Unternehmen auf diesem Wege zu ermöglichen, einen Gin herzustellen. Botanicals komplett auf Berliner Boden angebaut und in Manufakturherstellung in Berlin gebrannt, das war das Versprechen von Berliner Brandstifter.

Geschichte

Die Geschichte des Unternehmensgründers auf der Website ist eher Familienhistorie. Gut ein Jahr wurde in dem Unternehmen, das bisher Kornbrand herstellte, an dem neuen Produkt gearbeitet. Wir hörten das erste mal davon im April als @holgi darüber twitterte. Natürlich fanden wir die Idee großartig, vor allem gefiel uns die Manufakturfertigung, also schlugen wir zu. Wir kauften gleich das Paket mit drei Flaschen für 99 Euro. Anfang Juni wurde dann das Paket geliefert. Flasche 7, 19 und 22 von 9999 nannten wir unser eigen.

Doch dann kamen auch schon die ersten Meldungen, die uns aufhorchen liessen. Es kam heraus, dass Berliner Brandstifter gar keine eigene Destille haben soll. Stattdessen sollten sie von der Brennerei Schilkin in Berlin brennen lassen. Was auch immer hinter den Kulissen passiert ist, für uns bleibt ein fader Beigeschmack. Immerhin kommt er zum Namen passend aus Berlin.

Botanicals und Alkohol

Zur Herstellung dieses einzigartig edlen, 7fach gefilterten Destillats werden jährlich handgepflückte Blüten und Kräuter des Berliner Bauern Speisegut in Gatow geerntet und zur Verfeinerung des Gins hinzugefügt.

Neben Wacholder, der traditionell in Gin gehört, werden unter anderem Holunderblüten, frische Gurken, Malvenblüten und Waldmeister verarbeitet.

Der Alkoholgehalt beträgt 43,3 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch ist zuerst ätherisch, dann intensiv nach Alkohol, so stark, dass es in der Nase bitzelt. Langsam setzt sich roter Apfel durch, auch etwas Rosenblüte. Nach und nach wird der Gin zitrusig und riecht nach Grapefruit und sauren Zitronenbonbons. Eiskalt ist der Geruch fast komplett verschwunden und hat nur noch eine leichte Blumennote.

Der Geschmack bietet zunächst vor allem Alkohol auf, der im Rachen beisst. Dann wird er deutlich floral und süsslich. Eiskalt ist der Geschmack eher mit einem Blümchenparfum zu vergleicht, sonst ist er sehr flach.

Urteil

Nach den großen Versprechungen finden wir diesen Gin enttäuschend. Wir schmecken keinen Wacholder und eigentlich auch gar nichts, was uns an Gin erinnern würde. Pur sagt er uns nicht zu und so wird der Rest wohl in Gin Tonic oder anderen Mixgetränken landen.

Quelle

Berliner Brandstifter ist z.B. bei Amazon der bei Urban Drinks erhältlich.

Woanders

Adler Berlin Dry Gin

Adler Berlin Dry GinAuf den Adler Berlin Dry Gin von der Preussischen Spirituosen Manufaktur haben wir schon lange geschielt. Doch dank einer netten Geste von Frau Küchenlatein, die mehr oder weniger zufällig in Berlin und auch auf Destille-Besichtigung war, weilt jetzt eine Flasche dieses Gins in unserem Hause. Vielen Dank dafür!

Geschichte

In Berlin-Wedding liegt sie, die Preussische Spirituosen Manufaktur. Und sie hat tiefe Fußstapfen hinterlassen. 1874 wurde per preußischer Kabinettsorder die „Versuchs- und Lehranstalt für Spirituosenfabrikation“ gegründet. Ebenso alt sind auch die Destillationsgeräte, die hier stehen und auch noch genutzt werden. Die Manufaktur, die in diesem geschichtsträchtigen Gebäude mit den alten Apparaturen von damals arbeitet, gibt es seit 2008. Damals gründeten die beiden Betreiber der Manufaktur, Ulf Stahl, Professor für Mikrobiologie, und Gerald Schroff, langjähriger Barmann, ihr Unternehmen.

Für den Adler Dry Gin wird eine äußerst seltene Vakuumdestillieranlage von 1924 benutzt, die bei 80°C besonders gut mit den Aromen umgeht. Doch dann kommt der Gin noch immer nicht in die Flasche. Bis zu 8 Monate muss er in alten Steingutgefässen ausharren, bis er in den Verkauf gelangt. Die Geschichte von Adler Gin reicht bis in die 1900er zurück, in denen die Marke das erste Mal auftauchte. 2005 legten die Manufaktur-Gründer die Marke neu auf, und seitdem wird der Gin wieder nach dem überlieferten Rezept produziert. Weiterlesen

Broker’s London Dry Gin 47%

Broker's London Dry GinEines morgens standen wir im Laden der Weinquelle Lühmann. Die Auswahl hier ist riesig, selbst auf Gin beschränkt gibt es unzählige Sorten. Wir konnten uns nicht so recht entscheiden, also fragten wir den Verkäufer mit dem Hinweis, dass wir Blue Gin mögen, was er uns empfehlen würde. Spontan griff er eine Flasche Broker’s London Dry Gin mit „die haben wir gerade im Angebot“.

Geschichte

Mit Broker’s haben wir mal wieder einen Gin vor uns bei dem Neu auf Alt trifft. Erst Ende der 1990er gründeten Martin und Andy Dawson ihre Destille. Sie stellen kleine Mengen in der 200 Jahre alten Destille in der Nähe von Birmingham her. Da Gin historisch gesehen ein englisches Getränk ist, hat jede Flasche einen kleinen Bowler als Hut auf dem Verschluss, so wie ihn auch jeder Aktienhändler damals in London getragen hat. Somit erklärt sich auch der Name, Broker’s. Weiterlesen

Reisetbauer Blue Gin

Reisetbauer Blue GinIch habe keine Ahnung, wie viele Jahre es her ist, dass wir in den Metro-Angeboten einen Reisetbauer Blue Gin entdeckten. Wir kauften ihn und gingen damals noch ganz unbedarft an die Sache heran. Schmeckt ungewöhnlich und gut, wird getrunken. Irgendwann war die Flasche dann leer. Eine neue musste her, doch in der Metro war keine aufzutreiben. Auch die Weinquelle, von der wir unsere aktuelle Flasche haben, hatte keine. So hiess es erst mal, anderes probieren. Eins kam zum anderen, und die Jahre vergingen. Doch jetzt endlich, wohl auch auf Grund dieses Projektes hier, schaffte es erneut eine Flasche Blue Gin in unser Haus.

Geschichte

So richtig alt ist die Firma Reisetbauer aus Axberg am Kirchdorfergut in Österreich nicht. 1994 wurde sie gegründet. An Gin war damals noch nicht zu denken. Edle Brände, zuerst aus Williams-Birnen und Kletzen-Birnen, waren das Geschäftsmodell von Hans Reisetbauer. Bereits im ersten Jahr wurde er vom österreichischen Gourmetführer A la Carte zum Meisterbrenner des Jahres gewählt. So ging es die nächsten Jahre unaufhaltsam weiter, Auszeichnung um Auszeichnung folgte.

Hans Reisetbauer trank schon immer gerne Gin & Tonic. Da lag es nur nahe, dass er seinen eigenen Gin produzierte. Nur einmal im Jahr, zwischen Februar und Mai, wird der Blue Gin destilliert. Das seit 2006, denn da wurde im Mai der erste Jahrgang abgefüllt. Weiterlesen

Hendrick’s Gin

Hendrick's GinWie auch den Beefeater 24 haben wir unseren aktuelle Flasche Hendrick’s Gin in Dubai im Duty Free erworben. Der Kassierer fragte uns noch, ob wir Russen seien, musste dann aber auch lachen, als wir meinten, dann hätten wir Vodka gekauft.

Geschichte

Als Marke ist Hendrick’s Gin noch nicht wirklich alt. Erst seit 1999 wird der Gin von William Grant & Sons in Girvan, Schottland hergestellt. Dennoch steckt viel Tradition hinter dem Gin. Der Alkohol wird mit historischen Destillen hergestellt. Eine von vier existierenden Carter-Head Distillen, die 1948 gebaut wurde, trägt einen Teil bei. Die andere, eine small pot still, also ein kleine Destille mit Kupferkessel, gebaut 1860 von Bennett, Sons & Shears, liefert den Rest. Beide ergeben jeweils einen unterschiedlichen Stil von Gin.

Die Methode scheint erfolgreich zu sein, hat Hendrick’s doch 2003 den Titel „Best Gin in the World“ vom Wall Street Magazine abgeräumt. Dazu kamen zwischen 2005 und 2012 noch noch zwei Doppel-Gold-, zwei Gold- und drei Silber-Medaillen bei der San Francisco World Spirits Competition. Weiterlesen

Beefeater 24

Beefeater 24Das Ziel war klar: Beim kurzen Zwischenstopp in Dubai wollten wir nur schnell durch den Duty-Free-Bereich, uns eine Flasche Hendrick’s und eine Flasche Bombay Sapphire schnappen, und dann weiter zum Gate in Richtung Hamburg. Die Flasche Hendrick’s hatten wir schnell in der Hand, doch wie das manchmal so ist, man geht noch mal ein bißchen in Regal stöbern. Genau das passierte uns. Bei einer Runde um  das Regal, mit dem Auge die Flaschen scannend, fiel uns die Flasche Beefeater 24 in den Blick. Erst wollten wir sie als „das kennt man doch“ abtun, doch die 24 weckte unsere Aufmerksamkeit. In dieser Version kannten wir den Beefeater noch nicht – den Bombay kannten wir dagegen sehr gut, also wanderte der Beefeater 24 in den Einkauf.

Geschichte

Beefeater 24 ist kein wirklich altes Produkt. Am 30. Oktober 2008 stellte Beefeater, eine Marke von Pernod Ricard, die neue Variante seines Gins an der Themse vor. In Syon House, in einem Park im Westen Londons und Eigentum des Duke of Northumberland, erlebte die sogenannte „super premium version“ ihre Geburtsstunde. Kreiert wurde der 24 von Brennmeister Desmond Payne. Weiterlesen