Adler Berlin Dry Gin

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Auf den Adler Berlin Dry Gin von der Preussischen Spirituosen Manufaktur haben wir schon lange geschielt. Doch dank einer netten Geste von Frau Küchenlatein, die mehr oder weniger zufällig in Berlin und auch auf Destille-Besichtigung war, weilt jetzt eine Flasche dieses Gins in unserem Hause. Vielen Dank dafür!

Geschichte

In Berlin-Wedding liegt sie, die Preussische Spirituosen Manufaktur. Und sie hat tiefe Fußstapfen hinterlassen. 1874 wurde per preußischer Kabinettsorder die „Versuchs- und Lehranstalt für Spirituosenfabrikation“ gegründet. Ebenso alt sind auch die Destillationsgeräte, die hier stehen und auch noch genutzt werden. Die Manufaktur, die in diesem geschichtsträchtigen Gebäude mit den alten Apparaturen von damals arbeitet, gibt es seit 2008. Damals gründeten die beiden Betreiber der Manufaktur, Ulf Stahl, Professor für Mikrobiologie, und Gerald Schroff, langjähriger Barmann, ihr Unternehmen.

Für den Adler Dry Gin wird eine äußerst seltene Vakuumdestillieranlage von 1924 benutzt, die bei 80°C besonders gut mit den Aromen umgeht. Doch dann kommt der Gin noch immer nicht in die Flasche. Bis zu 8 Monate muss er in alten Steingutgefässen ausharren, bis er in den Verkauf gelangt. Die Geschichte von Adler Gin reicht bis in die 1900er zurück, in denen die Marke das erste Mal auftauchte. 2005 legten die Manufaktur-Gründer die Marke neu auf, und seitdem wird der Gin wieder nach dem überlieferten Rezept produziert.

Frau Küchenlatein hat die Preussische Spirituosen Manufaktur besucht und berichtet schön bebildert davon in ihrem Blog.

Botanicals und Alkohol

Die Auswahl der bekannten Botanicals ist überschaubar. Wacholderbeeren, Lavendel, Koriander, Ingwer und Zitronenschalen obliegen höchsten Qualitätsansprüchen bei der Beschaffung.

Der Alkoholgehalt liegt bei 42% vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch weist sofort Noten von Wacholder auf. Der Alkohol bitzelt etwas in der Nase. Zitrustöne, eher Grapefruit, und Fichten- oder Kiefernnadeln können wir erschnuppern. Auch ein Hauch von Kölnisch Wasser flattert in die Nase. Mit Eis riecht der Gin fast nach gar nichts mehr. Ein Hauch Zitrone ist noch drin, und florale Noten kommen durch.

Der Geschmack nach Lavendel ist ein Hauch auf der Zunge. Zudem sorgt der Gin für ein warmes Gefühl im Mund. Mir ist er etwas zu alkoholisch. Auch Zitrone, Fichtennadeln und Lakritz können wir herausschmecken. Eiskalt wird der Geschmack deutlich zitrusiger und blumiger. Die floralen Noten kommen viel stärker zur Geltung. Dagegen geht der Wacholder fast unter.

Urteil

Adler Berlin Dry Gin ist durchaus ein guter und ungewöhnlicher Gin. Man sollte ihn aber nicht mit Eis oder eiskalt trinken. Er ist deutlich komplexer, wenn er etwas wärmer ist. Wir würden ihn definitiv pur trinken, da die Aromen in Tonic oder anderen Mixgetränken verloren gehen würden. Im Gegensatz zu den meisten Gin-Sorten schmeckt der Adler so gut wie nicht nach Wacholder. Daran muss man sich erst mal gewöhnen.

Quelle

Adler Berlin Dry Gin ist z.B. erhältlich bei Amazon.

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