Schraml Kaiser Hill 16 Bavarian Dry Gin

Schraml Kaiser HillBeginnen wir diesen Artikel mit einem Dank: Danke an den uns unbekannten Spender, der uns diese Flasche Gin hat zukommen lassen. Da wir inzwischen die wahrscheinlichsten Kandidaten ausgeschlossen haben, bitten wir um einen kleinen Kommentar auf den Artikel, um uns nicht weiter in Unwissenheit zu belassen.

Geschichte

Seit sechs Generationen stellt die Brennerei Schraml Brände aus Obst und Korn sowie Liköre her. Seit 100 Jahren gibt es auch Whiskey. Die Brennerei befindet sich in der Alten Propstei Erbendorf, einem früheren Kloster und Pfarrhof. Führungen für alle, die sich das mal ansehen wollen, gibt es auch.

Der Gin wird seit 1957 im Stammhaus am Kaiserberg 16 destilliert. Wir haben es hier also mit einem Getränk mit Tradition zu tun. Und wir wissen damit auch, woher der Name stammt. 2013 erhielt der Gin bei den World Spirit Awards eine Goldmedaille.

Botanicals und Alkohol

Bei den Botanicals hält sich auch dieser Brenner bedeckt. Drin ist die Krammelbeere, wie der Wacholder in der Oberpfalz genannt wird. Oft findet man den Brand auch unter dem Namen Doppelwacholder. Und Doppelwacholder ist ein Brand aus Wacholder, der mindestens 38% vol. hat.

Der Alkoholgehalt beträgt 42 % vol.

Geruch und Geschmack

Zunächst kommt der Schraml Kaiser Hill wie ein richtiger Gin daher – der Geschmack verrät Wacholder und leichte Zitrusaromen. Anfangs hat er kurz Ähnlichkeit mit dem Geruch von Desinfektionsmittel. Petra findet den Geruch von Sellerie und einen harzigen Holzgeruch wie getrocknete Holzscheite. Mit Eis hat er einen deutlicheren Zitrusgeruch, ansonsten duftet er nicht anders als ohne Eis, aber etwas zurückgenommener.

Auch beim Geschmack nehmen wir zuerst Wacholder wahr. Dann verbreitet sich ein Brennen auf der Zungenspitze, das aber auch recht schnell verfliegt. Er ist süßlich wie Süßholz. Mit Eis wird er würziger, Petra schmeckt immer noch Sellerie oder Liebstöckel heraus.

Urteil

Anfangs machte ich noch Oooohhh. Der Geruch lässt auf einen guten Gin schliessen. Ein paar Sekunden lang erinnert er uns an den Hampstead. Doch dann zeigt sich ein etwas anderes Bild. Irgend etwas ist an dem Gin nicht rund. Der Gin ist uns etwas zu alkoholisch, und wir finden ihn nicht ausgewogen. Nach einiger Zeit verfliegt das Aroma fast komplett. Der erste Eindruck war durchaus positiv, doch steigt man in diesen Gin hinein, kann er uns nicht überzeugen.

Quelle

Erhältlich ist der Schraml Kaiser Hill unter anderem bei Amazon.

Woanders

Gintastics hat den Gin ebenfalls verkostet. Und bei Gateo gibt es einen Artikel darüber.

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