Harrys Waldgin

Aus dem Hause Vallendar hatten wir schon den Pure Gin verkostet. Nun gib es eine neue Kreation von Hubertus Vallendar. Als Ergebnis einer Zusammenarbeit mit dem Sternekoch Harald Rüssel von Rüssels Landhaus erblickte Harry’s Waldgin das Licht der Welt.

Elf ausgewählte Botanicals, einzeln destilliert und geblendet in eine Flasche mit schickem Design gepackt, bereiten schon mal einen guten Weg. Die Optik überzeugt , und wie ihr weiter unten lesen könnt, auch der Geschmack.

Geschichte

Hubertus Vallendar brannte ursprünglich auf zwei kleinen Abfindungsbrennereien in Pommern an der Mosel. Doch nach einigen Überschwemmungen zog es ihn nach Kail, 300 Meter über der Mosel. Dort baute er 1998 eine Verschlussbrennerei, um auch größere Mengen produzieren zu können, und um vor weiteren Fluten sicher zu sein. Seit ein paar Jahren kommen aber nicht nur edle Obstbrände von der Mosel, sondern auch dieser Gin.

Inzwischen ist die Destille eine von vier weltweit, die sich „Distillery of the Year 2016 in Gold“ nennen dürfen. Nun hat sich Vallendar mit dem Sternekoch Harald Rüssel zusammengetan und produziert dessen Waldgin.

Botanicals und Alkohol

Elf Botanicals kommen im Waldgin zum Einsatz. Wacholder und Zitronenverbene, Süßdolde, Wilder-Fruchtiger Oregano, Schokoladenminze, Rosmarin, Fichtenwipfel, Zitronenbohnenkraut, Schildampfer, Mispel und Naurath-Waldhonig werden einzeln destilliert und am Ende als Blend gemischt. Die Zutaten wurden von Harald Rüssel selbst ausgewählt und werden auch im Wald um Rüssels Landhaus gesammelt.

Der Alkoholgehalt beträgt 47 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch des Waldgins hält genau das, was der Name verspricht: Wir haben Wald in der Nase. Nadelholz ist prägnant, darunter finden wir leichte Töne von Getreide- und Wacholderschnaps. Doch der Haupteindruck ist ein Spaziergang durch einen großen dunklen Tannen- oder Fichtenwald mit weichen Nadelboden unter den Füßen. Es erinnert an den Schwarzwald. Dabei ist der Eindruck kein bisschen künstlich oder kitschig. Hinter den Waldaromen finden wir dann noch Minze und Rosmarin. Eis macht den Geruch noch nadeliger. Kopfnoten von Zirbelkiefer und Wacholder sind zu finden. Insgesamt haben wir einen noch „waldigeren“ Eindruck.

Im Mund ist der Waldgin dann weicher als er riecht. Er ist süßlich und fein und vor allem eins, erst mal lecker. Nadelig-weich ist er auf der Zunge mit etwa Wacholder. Auch etwas Oregano schmecken wir heraus. Dazu hinterlässt er einen fruchtigen Eindruck. Eis macht ihn noch runder und weicher. Auch hier haben wir wieder den „waldigeren“ Eindruck mit leichten Aromen von Zitrus.

Urteil

Wir sind überrascht, wie schön das Thema Wald hier im Gin umgesetzt wurde. Harry’s Waldgin ist sehr schön und vor allem sehr lecker. So sehen wir thematisch angepasste Gins sehr gerne.

Quelle

Erhältlich ist Harry’s Waldgin bei Rüssels Landhaus und über die Brennerei Vallendar. 0,5 Liter kosten 44 Euro.

 

Disclaimer

Harry’s Waldgin wurde uns von der Brennerei Hubertus Vallendar unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

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  1. Pingback: M&S Indian Tonic Water - Gin Nerds

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