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Mojito Gin Tonic

Ich frage mich, ob der Mojito ein Klassiker ist. Oder ob es eine Zeit lang einfach nur ein Trend-Getränk war, das immer mal wieder in einer Welle aufschwappte. Die Antwort liegt wohl sehr im Auge des Betrachters. Er soll, wie wohl so einiges hochprozentiges, ein Lieblingsgetränk von Hemingway gewesen sein. Auf der anderen Seite wird er wohl auch gerne auf Partys mit minderwertigen Zutaten ähnlich einem „Caipi“ im Plastikbecher verramscht.

Aus unserer Sicht ist ein guter Mojito mit qualitativ hochwertigen Zutaten einfach ein leckerer Drink. Im Original wird er mit Rum und Sodawasser hergestellt:

  • 5cl Rum (bitte mindestens 3jährigen Havanna und nicht das billige helle Zeugs)
  • 2cl Limettensaft
  • 2 Barlöffel feiner weißer Rohrzuckerucker
  • ca. 15 Minzblätter
  • etwas Soda

Doch wir mögen auch gerne einen Twist, also eine Abwandlung des ganzen. Schön lässt sich dies auch mit einem Gin gestalten, wenn der Gin um Geschmacksprofil passt. Wir haben dazu den leicht minzigen Wint & Lila genommen, der sich praktisch aufdrängte. Unter anderem, weil wir schon ein mal einen ähnlichen Drink in einer Gaststätte tranken.

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Thomas Henry Cherry Blossom Tonic

Als ein Paket mit Neuheiten von Thomas Henry bei uns ankam, waren wir ganz gespannt, was es sein würde. Neben einer Grapefruit- und einer Mango-Limonade, die beide gut, wenn auch bei der Mango etwas künstlich schmeckten, fand sich eine Flasche des neuen Thomas Henry Cherry Blossom Tonic darin.

Was genau sich Thomas Henry bei dieser rosa Limonade gedacht hat, weiss sicher keiner genau. Wir haben sie trotzdem mutig verkostet.

Was der Hersteller sagt:

Die sanfte Bitterness des Tonic trifft auf die florale Fruchtigkeit der Kirsche. Das schmeckt pur genauso gut wie im Mix mit einem feinen Gin oder Vodka.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

Schon beim Öffnen der Flasche strömt uns Kirscharoma entgegen. Es riecht genauso wie billige Kirsch-Kaubonbons. Ein bekannter Hersteller von Hustenbonbons hat auch etwas im Produktprogramm, was so ähnlich riecht. Der Geschmack erinnert ebenfalls daran: Schauderlich aromalastig und künstlich. Dazu ist die Limonade unangenehm bitter am Gaumen.

mit Gin ‑ Windspiel

Der Geruch, vor allem die synthetisch wirkenden Noten daran, ist weniger intensiv. Dennoch passt die Mischung aus Gin und Tonic nicht. Das unangenehm Bittere am Gaumen bleibt. Der Gin geht unter, der Drink schmeckt künstlich kirschig.

mit Gin ‑ Grimbart’s

Auch hier ist der Drink bitter am Gaumen. Die Kombination funktioniert etwas besser als mit dem Windspiel Gin. Dennoch passen Gin und Tonic nicht zusammen. Ein milde, sahnige Note mischt sich in den Gin Tonic, dazu Kirscharomen mit einem Hauch Gewürzen.

mit Gin ‑ VOR

Wir riechen Grappa. Die Kirsche ist nur noch subtil. Der Geschmack des Island-Mooses ist eigenartig, tritt aber deutlich in den Vordergrund. Der Gin kann sich hier gegen die Kirscharomen durchsetzen. Das Ganze ist nicht so bitter, leider aber auch nicht lecker. Immerhin kann man es trinken.

mit Gin – Delhaize Gin

Der penetrante Kirschgeruch ist nicht mehr so prominent. Hinter der Kirsche kommt Vanille hervor. Der Drink schmeckt immer noch synthetisch nach Kirschbonbons. Wir fühlen uns an Kirschsahnebonbons erinnert.

Urteil

Pur liegt uns das Thomas Henry Cherry Blossom Tonic gar nicht. Es ist uns zu künstlich und zu quietschig.

Als Gin Tonic haben wir auch keinen passenden Gin für das intensive Tonic gefunden. Wir denken, es braucht einen Gin, der dem Tonic eins überbügelt. Aber nicht mal der kräftige VOR Gin hat das geschafft.

Quelle

Thomas Henry Cherry Blossom Tonic ist ganz neu und wir haben noch keine Bezugsquelle gefunden. Solltet Ihr eine haben, könnt Ihr sie uns gerne nachreichen.

Thomas Henry Tonic

Thomas Henry TonicGeschichte

Thomas Henry war ein englischer Apotheker und Chemiker. Neben einer ganze Menge anderen Projekten befasste er sich mit der Herstellung von Sodawasser. Das Versetzen von Wasser mit Kohlensäure hatte im 18. Jahrhundert einen praktischen Nutzen – das Trinkwasser sollte für die Marine konserviert und später wieder trinkbar gemacht werden.

Ungefähr zeitgleich mit Johann Jacob Schweppe, einem Deutschen, auf den Schweppes zurückzuführen ist, produzierte und vertrieb er Mineral- und Sodawasser in Manchester und auch London. Nach ihm haben die Produzenten dieses Tonic Waters mit Sitz in Berlin ihr Unternehmen und Produkt benannt.

Die Macher von Thomas Henry Tonic haben ihre Produkte gemeinsam mit und gezielt am Bedarf von Barkeepern entwickelt.

Was der Hersteller sagt:

Thomas Henry’s Tonic Water ist immer belebend und angenehm im Geschmack. Die typische Thomas Henry „Bitterness“ ist ausschlaggebend für die besonders erfrischende Wirkung. Thomas Henry’s Tonic Water schmeckt intensiv und erwachsen, der bestimmende Bestandteil ist das Extrakt aus der Chinarinde Chinin, das Thomas Henry’s Tonic Water seinen individuellen Charakter verleiht.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

In der Nase mit einem winzigen Hauch Zitrus versehen, liefert das Thomas Henry Tonic eine frische, mild-fruchtige Süße, mittelfeine Kohlensäure, deutliche Chinin-Bitternote und auch auf der Zunge im Abgang etwas Zitrus. Der Geruch erinnert mich entfernt an Sprite. Insgesamt ist das Thomas Henry ein sehr ausbalanciertes Tonic, das weder zu süß noch zu dry rüberkommt. Weiterlesen