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Hampstead London Dry Gin

HampsteadFür nur 5,99 Euro erwarben wir diesen Gin. Das ist günstig, auch wenn es nur eine 0,5 Liter-Flasche ist. Schon alleine, weil wir ja auch mal die Günstigen testen mussten, kam dieser Gin in den Einkaufswagen beim Discounter Lidl.

Geschichte

Hergestellt wird der Gin von der Eckerts Wacholder Brennerei GmbH in Tholey in der Nähe von Saarbrücken. Viel zu finden ist auf der Website des Herstellers nicht. Lediglich auf Xing steht unter „Über uns“.

Als deutsches Familienunternehmen mit über 100 Jahren Tradition und eigener Brennerei sind wir bekannt für den guten Geschmack unserer Produkte.

Um so mehr überrascht es uns, dass es praktisch nichts über das Unternehmen zu finden gibt. Weiterlesen

Baltic Dry Gin

Baltic Dry GinWir lernten den Baltic Dry Gin auf der Destille 2013 kennen. Beim Tasting war er der erste, der uns vorgestellt wurde. Und er schmeckte uns sofort. Auf dem anschliessenden Markt erwarben wir sofort eine Flasche.

Geschichte

Die Gutsbrennerei Schloss Zinzow liegt in einem Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage in Zinzow. Das Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde liebevoll restauriert und beherbergt seit einigen Jahren die Brennerei, in der hauptsächlich Brände aus Früchten der Region hergestellt werden. Noch nicht lange kommt aus dieser Destille auch ein Gin. Der Name „Baltic Dry Gin“ passt genau zur Herkunft, denn Zinzow liegt kurz vor der Ostsee in Mecklenburg. Weiterlesen

Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin

Monkey 47 - Schwarzwald Dry GinDas erste Mal probierten wir Monkey 47 in Singapur. In einer Rooftop-Bar, die allerdings nur auf dem Vordach des dahinter stehenden hohen Gebäudes war, bestellten wir einen und bekamen ihn mit Tonic. Schlecht schmeckte das nicht. Doch Dank Frau Cucina Casalinga, die uns diesen Gin zukommen liess, konnten wir ihn nun endlich pur probieren. Vielen Lieben Dank an Frau Casalinga!

Geschichte

Erst seit 2010 gibt es Monkey 47. Damals kamen die ersten 2.500 Flaschen auf den Markt. Dahinter stecken Alexander Stein, Sohn der Brennerfamilie Stein, die unter anderem Fernet Branca herstellt, und Christoph Keller, der Brenner.

Zur Entstehung des Produkts zitiere ich am besten:

Das Rezept, auf das sich Monkey 47 beruft, stammt von dem weit gereisten britischen Gentleman Montgomery Collins, der nach dem 2. Weltkrieg im kriegszerstörten Berlin der britischen Verwaltung dient und es sich angesichts des Leids zur Aufgabe macht, den Wiederaufbau Deutschlands zu unterstützen. ´Monty´ zieht 1951 in den Nordschwarzwald und eröffnet einen Landgasthof, den er ´Zum wilden Affen´ nennt. Da der Uhrenliebhaber ein Faible für Gin hat, entwickelt er seine ganz eigene Rezeptur mit dem Besten aus britischer Tradition, indischen Gewürzen, Kräutern, Früchten sowie reinem Quellwasser aus dem Schwarzwald. Viele Jahre nach Collins Tod findet man eine Kiste von Montys Gin und rekonstruiert originalgetreu das Rezept. (Quelle: Made im Ländle) Weiterlesen

Tonic Monaco

Vom Hersteller Aqua Monaco kommt dieses Tonic, das wir zusammen mit dem Feel-Gin via Tastybox erstanden haben.

Geschichte

Ursprünglich vertrieb Aqua Monaco (nur) Mineralwasser „aus der Münchner Schotterebene“ – ein gut gefiltertes Schmelzwasser aus der letzten Eiszeit, das auch vielen Münchner Brauereien als Basis für ihr Bier dient.

Mittlerweile gibt es auch Tonic, Soda, Ginger Ale und Bitter Lemon aus dem Hause Aqua Monaco. Das Unternehmen mit Sitz in München ist noch recht neu auf dem sich gerade erst entwickelnden Markt für Bar-Mixer.

Was der Hersteller sagt:

Tonic Monaco ist ein Tonic Wasser mit herber Chininnote. Auf Basis des qualitativ hochwertigen Mineralwassers Aqua Monaco ist unter Zugabe bester Zutaten ein Tonic entstanden, das seinesgleichen sucht. Mit besonders viel Kohlensäure und feiner Perlage ist Tonic Monaco der ideale Begleiter für Mischgetränke, mit einer Scheibe Zitrone serviert aber auch wunderbar pur zu genießen. Weiterlesen

Feel! – Munich Dry Gin

Bei der Tasty Box gab es ein Paket mit einer Flasche Feel-Gin und vier Fläschchen Monaco Tonic. Wir haben zugeschlagen.

Geschichte

Korbinian Achternbusch, so lautet der Name hinter dem Gin. Ohne eine Ahnung von Gin musste er erst einmal lernen, was hinter diesem Getränk steckt und wie es hergestellt wird. Dann liess er sich von der Firma Müller eine 150-Liter-Destille bauen und kreierte über ein Jahr lang seinen eigenen Gin. Heraus kam feel!. Gerade mal 24 Jahre ist Achternbusch alt. Doch das hält ihn nicht auf,  einen ganz neuen Bio-Gin aus München auf den Markt zu bringen. Weiterlesen

Thomas Henry Tonic

Thomas Henry TonicGeschichte

Thomas Henry war ein englischer Apotheker und Chemiker. Neben einer ganze Menge anderen Projekten befasste er sich mit der Herstellung von Sodawasser. Das Versetzen von Wasser mit Kohlensäure hatte im 18. Jahrhundert einen praktischen Nutzen – das Trinkwasser sollte für die Marine konserviert und später wieder trinkbar gemacht werden.

Ungefähr zeitgleich mit Johann Jacob Schweppe, einem Deutschen, auf den Schweppes zurückzuführen ist, produzierte und vertrieb er Mineral- und Sodawasser in Manchester und auch London. Nach ihm haben die Produzenten dieses Tonic Waters mit Sitz in Berlin ihr Unternehmen und Produkt benannt.

Die Macher von Thomas Henry Tonic haben ihre Produkte gemeinsam mit und gezielt am Bedarf von Barkeepern entwickelt.

Was der Hersteller sagt:

Thomas Henry’s Tonic Water ist immer belebend und angenehm im Geschmack. Die typische Thomas Henry „Bitterness“ ist ausschlaggebend für die besonders erfrischende Wirkung. Thomas Henry’s Tonic Water schmeckt intensiv und erwachsen, der bestimmende Bestandteil ist das Extrakt aus der Chinarinde Chinin, das Thomas Henry’s Tonic Water seinen individuellen Charakter verleiht.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

In der Nase mit einem winzigen Hauch Zitrus versehen, liefert das Thomas Henry Tonic eine frische, mild-fruchtige Süße, mittelfeine Kohlensäure, deutliche Chinin-Bitternote und auch auf der Zunge im Abgang etwas Zitrus. Der Geruch erinnert mich entfernt an Sprite. Insgesamt ist das Thomas Henry ein sehr ausbalanciertes Tonic, das weder zu süß noch zu dry rüberkommt. Weiterlesen

Berliner Brandstifter – Berlin Dry Gin

Berliner BrandstifterDie Idee und der Ansatz waren löblich. Crowdfunding ist schon lange ein Begriff, der durch die Welt geistert. Was lag näher, als einem Unternehmen auf diesem Wege zu ermöglichen, einen Gin herzustellen. Botanicals komplett auf Berliner Boden angebaut und in Manufakturherstellung in Berlin gebrannt, das war das Versprechen von Berliner Brandstifter.

Geschichte

Die Geschichte des Unternehmensgründers auf der Website ist eher Familienhistorie. Gut ein Jahr wurde in dem Unternehmen, das bisher Kornbrand herstellte, an dem neuen Produkt gearbeitet. Wir hörten das erste mal davon im April als @holgi darüber twitterte. Natürlich fanden wir die Idee großartig, vor allem gefiel uns die Manufakturfertigung, also schlugen wir zu. Wir kauften gleich das Paket mit drei Flaschen für 99 Euro. Anfang Juni wurde dann das Paket geliefert. Flasche 7, 19 und 22 von 9999 nannten wir unser eigen.

Doch dann kamen auch schon die ersten Meldungen, die uns aufhorchen liessen. Es kam heraus, dass Berliner Brandstifter gar keine eigene Destille haben soll. Stattdessen sollten sie von der Brennerei Schilkin in Berlin brennen lassen. Was auch immer hinter den Kulissen passiert ist, für uns bleibt ein fader Beigeschmack. Immerhin kommt er zum Namen passend aus Berlin.

Botanicals und Alkohol

Zur Herstellung dieses einzigartig edlen, 7fach gefilterten Destillats werden jährlich handgepflückte Blüten und Kräuter des Berliner Bauern Speisegut in Gatow geerntet und zur Verfeinerung des Gins hinzugefügt.

Neben Wacholder, der traditionell in Gin gehört, werden unter anderem Holunderblüten, frische Gurken, Malvenblüten und Waldmeister verarbeitet.

Der Alkoholgehalt beträgt 43,3 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch ist zuerst ätherisch, dann intensiv nach Alkohol, so stark, dass es in der Nase bitzelt. Langsam setzt sich roter Apfel durch, auch etwas Rosenblüte. Nach und nach wird der Gin zitrusig und riecht nach Grapefruit und sauren Zitronenbonbons. Eiskalt ist der Geruch fast komplett verschwunden und hat nur noch eine leichte Blumennote.

Der Geschmack bietet zunächst vor allem Alkohol auf, der im Rachen beisst. Dann wird er deutlich floral und süsslich. Eiskalt ist der Geschmack eher mit einem Blümchenparfum zu vergleicht, sonst ist er sehr flach.

Urteil

Nach den großen Versprechungen finden wir diesen Gin enttäuschend. Wir schmecken keinen Wacholder und eigentlich auch gar nichts, was uns an Gin erinnern würde. Pur sagt er uns nicht zu und so wird der Rest wohl in Gin Tonic oder anderen Mixgetränken landen.

Quelle

Berliner Brandstifter ist z.B. bei Amazon der bei Urban Drinks erhältlich.

Woanders

Adler Berlin Dry Gin

Adler Berlin Dry GinAuf den Adler Berlin Dry Gin von der Preussischen Spirituosen Manufaktur haben wir schon lange geschielt. Doch dank einer netten Geste von Frau Küchenlatein, die mehr oder weniger zufällig in Berlin und auch auf Destille-Besichtigung war, weilt jetzt eine Flasche dieses Gins in unserem Hause. Vielen Dank dafür!

Geschichte

In Berlin-Wedding liegt sie, die Preussische Spirituosen Manufaktur. Und sie hat tiefe Fußstapfen hinterlassen. 1874 wurde per preußischer Kabinettsorder die „Versuchs- und Lehranstalt für Spirituosenfabrikation“ gegründet. Ebenso alt sind auch die Destillationsgeräte, die hier stehen und auch noch genutzt werden. Die Manufaktur, die in diesem geschichtsträchtigen Gebäude mit den alten Apparaturen von damals arbeitet, gibt es seit 2008. Damals gründeten die beiden Betreiber der Manufaktur, Ulf Stahl, Professor für Mikrobiologie, und Gerald Schroff, langjähriger Barmann, ihr Unternehmen.

Für den Adler Dry Gin wird eine äußerst seltene Vakuumdestillieranlage von 1924 benutzt, die bei 80°C besonders gut mit den Aromen umgeht. Doch dann kommt der Gin noch immer nicht in die Flasche. Bis zu 8 Monate muss er in alten Steingutgefässen ausharren, bis er in den Verkauf gelangt. Die Geschichte von Adler Gin reicht bis in die 1900er zurück, in denen die Marke das erste Mal auftauchte. 2005 legten die Manufaktur-Gründer die Marke neu auf, und seitdem wird der Gin wieder nach dem überlieferten Rezept produziert. Weiterlesen