Schlagwort-Archive: Flavor: Limette

ORO IBIZA London Dry Gin

Auch wenn der ORO IBIZA London Dry in Deutschland hergestellt wird, ist er von Ibiza inspiriert. Seine Zutaten kommen zum größten Teil auch von dort. Unter anderem das Johannisbrot, einer eher etwas ungewöhnlichen Zutat für einen Gin.

Ebenso ungewöhnlich ist die Produzentin. Susanne Straubinger-Meiller ist nicht nur Edelbrandsommeliere und praktizierende Anwältin. Nein, sie ist auch Gin-Produzentin. Wir sind auf den güldenen Tropfen gespannt.

Geschichte

Susanne Straubinger-Meiller lebte lange auf Ibiza. Entsprechend ist ihr Gin auch inspiriert. Im September 2015 war die erste Flasche fertig und sie wurde auch schnell prämiert. Bei der International Wine & Spirits Competition 2015 in London erhielt der Tropfen nicht nur Gold, sondern wurde damit auch Bester Deutschen Gin der IWSC.
Weiterlesen

Wint & Lila

Ersten Kontakt mit Wint & Lila Gin hatten wir in der südhessischen Pampa. Mitlesende aus Bensheim-Auerbach mögen uns diesen Ausdruck verzeihen. Im dortigen Burggraf Bräu konnten wir einen interessanten Gin Tonic nach Art eines Mojitos probieren. Nun haben wir uns auch dem darin enthaltenen Wint & Lila Gin zugewendet und waren gespannt, wie sich ein weiterer Minze-Gin schlägt.

Geschichte

In Cadiz, im Jahre 1645, bildeten Juan de Wynt and Sweerts und Margarita de Lila Blanco eine der größten Seehandelsgesellschaften zwischen Spanien und Amerika. So sagt es die Geschichte des Herstellers. Was genau dran ist, konnten wir nicht ergründen. Google findet nicht mehr dazu.

Sicher ist jedenfalls, dass der Wint & Lila Gin von Casalbor Wine & Spirits in El Puerto de Santa María, Cadiz, in einer über 200 Jahre alten Destillerie hergestellt wird. In sieben kleinen Destillen wird der Gin und ein Vodka im Bain-Marie Verfahren, also über einem Wasserbad, destilliert.

Casalbor Wines & Spirits wurde 2009 gegründet. Neben Weinen kommen aus dem Hause diverse Spirituosen wie dieser Wint & Lila Gin oder der auch schon verkostete Bayswater Gin. Auch arbeiten sie eng mit INDI Essences zusammen, die leckere Limonaden herstellen. Den Vertrieb in Deutschland übernimmt Ardau Weinimport.
Weiterlesen

Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin

Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin

Natürlich wollten wir etwas Besonderes mitbringen, wenn wir schon mal in USA im Urlaub sind. In einem Feinkostladen in Boulder, Colorado, fanden wir den Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin. Auch wenn auf der Flasche steht, dass der Gin, der in kleinen Batches produziert wird, mindestens sechs Monate in neuen Eichenfässern gelagert wird, sind es laut Hersteller sogar mindestens 10 Monate.

Wir finden es jedenfalls spannend und haben somit unseren ersten Barrel Aged Gin verkostet.

Geschichte

Gegründet wurde Roundhouse Spirits im Jahr 2008 in Boulder, Colorado. Mit ihrem Kaffee-Likör und dem Imperial Barrel Aged Gin haben sich Roundhouse schnell einen Namen gemacht.

Wegen Problemen mit Markenrechten hat sich die Roundhouse Distillery dann am 01.04.2015 in Vapor Distillery umbenannt. Der von uns verkostete Gin trägt seither den Namen Ginsky.

Botanicals und Alkohol

Die Botanicals konnten wir leider nicht herausfinden. Lediglich Wacholder gilt als gesetzt.

Der Alkoholgehalt beträgt 47 % vol.

Geruch und Geschmack

Wir haben deutliche Wacholdernoten in der Nase. Doch durch die Fassreifung werden sie von holzigen, rauchigen und harzigen Aromen ergänzt. Weich und süßlich wie Karamell ist der Imperial. Dazu kommt Zitrus von Orange oder Mandarine und Gewürze wie Koriander. Fast hat der Gin etwas Weihnachtliches an sich. Mit Eis finden wir weiter deutlich Wacholder vor, fühlen uns aber an einen Orangenlikör erinnert. Etwas Limette schwingt mit, dazu noch die Holznoten, aber leichtfüßiger. Vanille kommt noch hinzu.

Der Geschmack des Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin erinnert uns eher an Rum. Er ist vollmundig und führt Aromen von dunklem Rohrzucker mit. Süßlich karamellig und schmelzig liegt er auf der Zunge. Dieser Gin erinnert uns an Bourbon mit Orangenlikör und einem Hauch Wacholder. Dazu kommt etwas Rauchiges, das  an Whiskey erinnert. Eiskalt haben wir nur noch Wacholder mit etwas Süßsaurem, dazu ein unangenehmes Zitrusbeissen.

Urteil

Der Imperial Barrel Aged Gin mag bei Zimmertemperatur getrunken werden. Er ist komplex und erinnert an Rum mit Anklängen von American Whiskey, was durch die Holzfasslagerung kommt. Kalt erinnert er stärker an Likör. Wir finden ihn sehr spannend und mögen ihn gerne.

Quelle

Erhältlich ist der Gin bei Spirituosen Wolf. Das ist auch die einzige Quelle, die wir in Deutschland gefunden haben. Diverse Shops in USA haben ihn aber auch im Angebot.

Woanders

Wir haben bei The Gin is In eine Verkostungsnotiz gefunden. Ausserdem wurde dort auch ein Negroni mit probiert. Auch bei T. Edwards New York Wine Blog wurde der Gin verkostet und wird ebenfalls zu einem Negroni empfohlen.

Bothnia Bay Dry Gin

Bothnia Bay Dry Gin

Bothnia Bay Dry Gin ist Finnlands erster Gin auf Kartoffelbasis. In der angeblich nördlichsten Destille der Welt wird er hergestellt. Wir haben ihn fürs Blog verkostet.

Geschichte

Bei unserem Besuch überarbeitete der Hersteller, Shaman Spirits, gerade seine Website, und es waren keine Informationen zu finden. Lediglich die Behauptung, die nördlichste Destille der Welt zu sein, prangte dort.

Aber die finnische Wikipedia konnte uns helfen. Zumindest die mehr schlecht als recht übersetzte Version von Google Translate. Shaman Spirits wurde 1998 von einer Vereinigung von Kartoffelbauern gegründet. 2005 produzierte man 500.000 Flaschen. Neben Gin und Likör produziert Shaman Spirits auch Vodka für IKEA.

Botanicals und Alkohol

Kartoffeln bilden die Basis für diesen Gin. Damit haben wir die gleiche Basis wie bei vielen Arten Vodka. Bei den Botanicals können wir nur raten, da wir keine wirklichen Informationen gefunden haben. Neben Wacholder vermuten wir Zitrusfrüchte, Gewürze und Süßholz.

Der Alkoholgehalt beträgt 38 % vol.

Geruch und Geschmack

Zuerst haben wir beim Bothnia Bay Dry Gin den Geruch von ätherischen Halsbonbons in der Nase. Dann folgt Kampfer. Im ersten Eindruck erinnert uns der Gin an ein Medikament. Wacholder finden wir eher subtil als Nebennote. Mit Eis entfalten sich dann ganz andere Aromen. Der Gin riecht erdig und grün. Ein Hauch Moos steckt drin. Wir fühlen uns an Nadelbäume wie Lärche oder Fichte erinnert. Wie ein Nadelwald im Frühling.

Der Geschmack unterscheidet sich ganz vom Geruch. Süßholz, Zimt und Limette finden wir. Eiskalt haben wir auch die Limette im Geschmack. Dazu kommt noch etwas Vanille. Der Gin wird richtig smooth und legt sich weich um die Zunge.

Urteil

Nach anfänglichen Bedenken wegen der Aromen finden wir den Bothnia Bay Dry Gin inzwischen spannend. Uns hat er zu wenig Wacholder, aufgrund der Aromen finden wir ihn aber interessant.

Quelle

Erhältlich ist der Gin bei Baltic Sea Spirit.

Disclaimer

Der Bothnia Bay Dry Gin wurde uns von Baltic Sea Spirit unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Tanqueray No. Ten

Tanqueray No. TenWer Tanqueray sagt, der muss auch Ten sagen. Dank Alexander & James, einem Shop für Premium-Spirituosen, durften wir Tanqueray No. Ten verkosten. Vielen Dank für diese Unterstützung.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanqueray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

No. Ten wurde 2000 auf den Markt gebracht. Ebenso wie der „normale“ Tanqueray wird er vierfach destilliert. 2003 gewann No. Ten bei den San Francisco World Spirits zum dritten mal in Folge in der Kategorie „Best White Spirit“.

Und woher kommt der Name? Von der Destille, die den Namen „Tiny Ten“ trägt. Weiterlesen

Feel! – Munich Dry Gin

Bei der Tasty Box gab es ein Paket mit einer Flasche Feel-Gin und vier Fläschchen Monaco Tonic. Wir haben zugeschlagen.

Geschichte

Korbinian Achternbusch, so lautet der Name hinter dem Gin. Ohne eine Ahnung von Gin musste er erst einmal lernen, was hinter diesem Getränk steckt und wie es hergestellt wird. Dann liess er sich von der Firma Müller eine 150-Liter-Destille bauen und kreierte über ein Jahr lang seinen eigenen Gin. Heraus kam feel!. Gerade mal 24 Jahre ist Achternbusch alt. Doch das hält ihn nicht auf,  einen ganz neuen Bio-Gin aus München auf den Markt zu bringen. Weiterlesen