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The Alpinist Swiss Premium Dry Gin

Aus der Schweiz, oder genauer, aus Liechtenstein, denn da ist der Firmensitz, erreichte uns The Alpinist. Dennoch ist es ein Schweizer Produkt. Destilliert wird in einer kleinen Craft-Destille im Kanton St. Gallen.

Neben dem klaren Design von Flasche und Etikett gibt es den Gin auch noch in einer Geschenkverpackung aus festem Karton mit Magnetverschluss. Ein Bild dazu gibt es ein Stück weiter unten.

Geschichte

Die Lust am Abenteuer führte vor über 150 Jahren dazu, dass britische Gentleman den britischen Alpen-Club gründeten. Ihr Ziel war, die letzten und noch unbestiegenen Berge in der Schweiz zu erobern. Grundsätzlich hat diese Geschichte nichts mit dem Gin zu tun, doch sie ist eine der vielen dieser Art, die das Team von The Alpinist inspiriert haben. Ihr Ziel ist es, Schweizer Natur und Genuss-Kultur in Premium-Spirituosen zu verwandeln. The Alpinist Gin ist der erste Punkt davon, in diesem Sommer erscheint auch The Alpinist Rum.

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Cutler’s Gin

Cutler’s hat diesen Gin von vorneherein als New-Western-Style geplant und wollte weg von überstarken Wacholderaromen. Als wir die Flasche bei Trader Joe’s in USA sahen, sprang uns das teils historisch wirkende Design, aber auch der Hinweis auf einen zitruslastigen Gin gleich an.

Geschichte

Im Gegensatz zu vielen Großunternehmen haben wir hier eine Destille mit Familiengeschichte. Irgendwann 1915 oder 1916 eröffnete der Ur-Großvater, Duke Cutler, des heutigen Destillerie-Besitzers Ian Cutler, in Angels Camp, Kalifornien, eine Bar. Seine Vision war recht klar: Goldschürfer haben irgendwann auch mal Durst. Als die Goldminen nicht mehr genug abwarfen, zog er nach Oakdale, am Fuße der Sierra Nevada Mountains und unweit des Yosemite National Parks.

1917 bis 1920 kämpfte eben jener Duke Cutler in Frankreich im Ersten Weltkrieg. Als er zurück nach Oakdale kam und seine Bar wieder eröffnen wollte, kam die Prohibition dazwischen. Er tat sich mit lokalen Farmern zusammen und produzierte Moonshine. Zu seinen Kunden zählten nicht nur „durstige“ Anwohner, sondern auch der Sheriff, Richter und der Gouverneur von Kalifornien. So kam er recht sicher durch die Prohibition und eröffnete dann 1933 Dukes Bar. 1936 kam der familieneigene Liquor Store hinzu.

Über die Jahre kamen dann die Söhne und deren Söhne und weitere Liquor Stores in die Firma. Dazu eigene Produkte und die Marke Cutlers. Als 1985 die Gesetzeslage zum Verkauf von Alkohol sich zugunsten der Großmärkte änderte, war das Unternehmen fast am Abgrund. Erst 2013 belebte Ian Cutler Cutler’s Artisan Spirits wieder so richtig neu.
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Príncipe de los Apóstoles Mate Gin

Der Príncipe de los Apóstoles Mate Gin ist nicht nur unser erster Gin aus Argentinien, sondern auch gleich der erste aus Südamerika. Dort wird er nach dem Rezept von Argentiniens prominentestem Mixologen Renato „Tato“ Giovannoni in 200-Liter-Chargen in Kupferbrennblasen hergestellt. Dessen Bar wurde zweimal in Folge beste Bar Südamerikas. Wer gute Cocktails mixen kann, der sollte auch eine gute Spirituose zusammen bekommen. Wir probieren mal.

Geschichte

Kreiert vom Mixologen des Landes, Renato „Tato“ Giovannoni, wird dieser Gin in Argentinien, wie schon oben beschrieben, in kleinen Chargen hergestellt. Er wollte, ohne dabei zu übertreiben, die Aromen Argentiniens in die Flasche bringen. Dabei bot sich die Mate geradezu an. Erhältlich ist dieser Gin jetzt auch bei uns in Deutschland. Der Importeur Imexory hat den Vertrieb übernommen.
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No. 3 – London Dry Gin

No3_London_Dry_Gin_originalBerry Bros. & Rudd ist ein Traditionshaus in London. Und so steht auf der Flasche auch deutlich No. 3 St. James Street, London, wo das Handelshaus seit 1698 seinen Sitz hat. Doch so richtig aus dem Herzen der britischen Hauptstadt kommt dieser Gin nicht. Destilliert wird der Gin bei De Kuyper in Schiedam. Da kommen wir uns doch ein kleines bisschen veralbert vor. Nur wer auf die Website des Herstellers schaut, und nachsieht, wird feststellen, dass der Gin nicht aus London kommt. Schön ist allerdings die Flasche. Ob der Schlüssel auch der Schlüssel zu neuen Geschmackserlebnissen ist?

Geschichte

Nichts ist es also mit der schönen Geschichte, mit Tradition und einen Produkt, das es schon seit Ewigkeiten gibt. Seit 2010 ist der No. 3 auf dem Markt. Lediglich ein altes Rezept muss für die Tradition herhalten. Dafür hat er aber schon einige Preise eingeheimst. Weiterlesen

Skin Gin

Flaschen mit einer lederartigen Oberfläche, das hatten wir noch nie. So ähnlich dürfte man es sich auch bei Skin Gin gedacht haben. Der Name „Skin“ kommt von einem Tattoo in Ankerform, welches die Macher so gesehen und in ähnlicher Form als eine ledrige Oberfläche auf die Flasche und damit auch eine Haut um die Flasche gebracht haben. Dabei steht jedes Flaschendesign für eine eigene Edition. Und da wir zwei Flaschen hier haben, wird dies auch der erste Bericht mit zwei „Sorten“. Eine Flasche ist fast komplett schwarz während die andere eine Reptilienleder-ähnliche Musterung aufweist.

Skin Gin

UPDATE:

Wie es der Zufall so will, haben wir gerade erfahren, dass die Information, in beiden Flaschen steckten zwei verschiedene Gins, nicht stimmt. Durch einen Schreibfehler kam der Eindruck auf. Richtig ist, dass in beiden Flaschen der gleiche Inhalt steckt und nur das Design unterschiedlich ist. Was das für die Bewertung ausmacht, lest Ihr weiter unten. Wir bitten die Verwirrung zu entschuldigen.

Geschichte

2014 kam Martin Jensen, bekennender Gin-Sammler, im Urlaub auf die Idee, einen Gin mit Minze zu kreieren. Zusammen mit Brenner Arnd Weßel im Alten Land wurde dann die Rezeptur verfeinert und der heutige Skin Gin hergestellt. Dabei ist jede Edition etwas anders.
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Dodd’s Gin

Dodd's GinEinen interessanten Ansatz geht The London Distillery Company mit Dodd’s Gin an. Die Botanicals für den Gin stammen komplett aus Bio-Anbau. So auch der Honig, der enthalten ist. Er kommt aus den Bienenstöcken der The London Honey Company, die lokal produziert.

Der Grundalkohol wird mit einem Teil der Botanicals in einer 140-Liter-Kupfer-Destille namens „Christina“ destilliert. Die empfindlicheren Botanicals werden mit einer kleinen Menge dieses Alkohols 24 Stunden mazeriert, bevor sie in „Little Albion“, einem Rotationsverdampfer, destilliert werden.

Nachdem beide Brände mehrere Wochen zusammen gelagert wurden, werden sie per Hand abgefüllt und gelabelt. Auch das Label ist etwas besonderes. Das Papier ist „Strathmore Writing“, welches in einer komplett mit Windenergie betrieben Fabrik hergestellt wird.

Geschichte

Eine lange Geschichte hat der Hersteller hinter sich. 1807 errichte Ralph Dodd in Nine Elms, London, eine Destille. Er gründete damit The London Distillery Company. Dummerweise gab es nicht viel später eine Beschwerde einer anderen Destille, Dodd’s Unternehmen verstiesse gegen den 1720 Bubble Act. Vor Gericht verlor Dodd und musste seine Firma wieder schliessen.

Bei einem Whiskey-Tasting 2012 hatter der Mitgründer der neuen London Distillery Company, Nick Taylor, die Idee, in London eine Whiskey-Destille zu gründen. Traditionelle Investmentfirmen waren nicht mehr so risikofreudig, so dass man es mit Crowdfunding versuchte. Mitte März 2012 war es dann so weit, und das Unternehmen war finanziert. Damit war The London Distillery Company die erste Destille in über 100 Jahren, die in London Whiskey herstellte.

Eben hier wird auch Dodd’s Gin produziert – in kleinen Batches von 100 bis 500 Flaschen. Weiterlesen

Hampstead London Dry Gin

HampsteadFür nur 5,99 Euro erwarben wir diesen Gin. Das ist günstig, auch wenn es nur eine 0,5 Liter-Flasche ist. Schon alleine, weil wir ja auch mal die Günstigen testen mussten, kam dieser Gin in den Einkaufswagen beim Discounter Lidl.

Geschichte

Hergestellt wird der Gin von der Eckerts Wacholder Brennerei GmbH in Tholey in der Nähe von Saarbrücken. Viel zu finden ist auf der Website des Herstellers nicht. Lediglich auf Xing steht unter „Über uns“.

Als deutsches Familienunternehmen mit über 100 Jahren Tradition und eigener Brennerei sind wir bekannt für den guten Geschmack unserer Produkte.

Um so mehr überrascht es uns, dass es praktisch nichts über das Unternehmen zu finden gibt. Weiterlesen

Berliner Brandstifter – Berlin Dry Gin

Berliner BrandstifterDie Idee und der Ansatz waren löblich. Crowdfunding ist schon lange ein Begriff, der durch die Welt geistert. Was lag näher, als einem Unternehmen auf diesem Wege zu ermöglichen, einen Gin herzustellen. Botanicals komplett auf Berliner Boden angebaut und in Manufakturherstellung in Berlin gebrannt, das war das Versprechen von Berliner Brandstifter.

Geschichte

Die Geschichte des Unternehmensgründers auf der Website ist eher Familienhistorie. Gut ein Jahr wurde in dem Unternehmen, das bisher Kornbrand herstellte, an dem neuen Produkt gearbeitet. Wir hörten das erste mal davon im April als @holgi darüber twitterte. Natürlich fanden wir die Idee großartig, vor allem gefiel uns die Manufakturfertigung, also schlugen wir zu. Wir kauften gleich das Paket mit drei Flaschen für 99 Euro. Anfang Juni wurde dann das Paket geliefert. Flasche 7, 19 und 22 von 9999 nannten wir unser eigen.

Doch dann kamen auch schon die ersten Meldungen, die uns aufhorchen liessen. Es kam heraus, dass Berliner Brandstifter gar keine eigene Destille haben soll. Stattdessen sollten sie von der Brennerei Schilkin in Berlin brennen lassen. Was auch immer hinter den Kulissen passiert ist, für uns bleibt ein fader Beigeschmack. Immerhin kommt er zum Namen passend aus Berlin.

Botanicals und Alkohol

Zur Herstellung dieses einzigartig edlen, 7fach gefilterten Destillats werden jährlich handgepflückte Blüten und Kräuter des Berliner Bauern Speisegut in Gatow geerntet und zur Verfeinerung des Gins hinzugefügt.

Neben Wacholder, der traditionell in Gin gehört, werden unter anderem Holunderblüten, frische Gurken, Malvenblüten und Waldmeister verarbeitet.

Der Alkoholgehalt beträgt 43,3 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch ist zuerst ätherisch, dann intensiv nach Alkohol, so stark, dass es in der Nase bitzelt. Langsam setzt sich roter Apfel durch, auch etwas Rosenblüte. Nach und nach wird der Gin zitrusig und riecht nach Grapefruit und sauren Zitronenbonbons. Eiskalt ist der Geruch fast komplett verschwunden und hat nur noch eine leichte Blumennote.

Der Geschmack bietet zunächst vor allem Alkohol auf, der im Rachen beisst. Dann wird er deutlich floral und süsslich. Eiskalt ist der Geschmack eher mit einem Blümchenparfum zu vergleicht, sonst ist er sehr flach.

Urteil

Nach den großen Versprechungen finden wir diesen Gin enttäuschend. Wir schmecken keinen Wacholder und eigentlich auch gar nichts, was uns an Gin erinnern würde. Pur sagt er uns nicht zu und so wird der Rest wohl in Gin Tonic oder anderen Mixgetränken landen.

Quelle

Berliner Brandstifter ist z.B. bei Amazon der bei Urban Drinks erhältlich.

Woanders

Adler Berlin Dry Gin

Adler Berlin Dry GinAuf den Adler Berlin Dry Gin von der Preussischen Spirituosen Manufaktur haben wir schon lange geschielt. Doch dank einer netten Geste von Frau Küchenlatein, die mehr oder weniger zufällig in Berlin und auch auf Destille-Besichtigung war, weilt jetzt eine Flasche dieses Gins in unserem Hause. Vielen Dank dafür!

Geschichte

In Berlin-Wedding liegt sie, die Preussische Spirituosen Manufaktur. Und sie hat tiefe Fußstapfen hinterlassen. 1874 wurde per preußischer Kabinettsorder die „Versuchs- und Lehranstalt für Spirituosenfabrikation“ gegründet. Ebenso alt sind auch die Destillationsgeräte, die hier stehen und auch noch genutzt werden. Die Manufaktur, die in diesem geschichtsträchtigen Gebäude mit den alten Apparaturen von damals arbeitet, gibt es seit 2008. Damals gründeten die beiden Betreiber der Manufaktur, Ulf Stahl, Professor für Mikrobiologie, und Gerald Schroff, langjähriger Barmann, ihr Unternehmen.

Für den Adler Dry Gin wird eine äußerst seltene Vakuumdestillieranlage von 1924 benutzt, die bei 80°C besonders gut mit den Aromen umgeht. Doch dann kommt der Gin noch immer nicht in die Flasche. Bis zu 8 Monate muss er in alten Steingutgefässen ausharren, bis er in den Verkauf gelangt. Die Geschichte von Adler Gin reicht bis in die 1900er zurück, in denen die Marke das erste Mal auftauchte. 2005 legten die Manufaktur-Gründer die Marke neu auf, und seitdem wird der Gin wieder nach dem überlieferten Rezept produziert. Weiterlesen