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Harrys Waldgin

Aus dem Hause Vallendar hatten wir schon den Pure Gin verkostet. Nun gib es eine neue Kreation von Hubertus Vallendar. Zusammen mit dem Sternekoch Harald Rüssel von Rüssels Landhaus erblickte Harry’s Waldgin das Licht der Welt.

Elf ausgewählte Botanicals, einzeln destilliert und geblendet in eine Flasche mit schickem Design gepackt, bereiten schon mal einen guten Weg. Die Optik überzeugt und wie Ihr weiter unten lesen könnt, auch der Geschmack.

Geschichte

Hubertus Vallendar brannte ursprünglich auf zwei kleinen Abfindungsbrennereien in Pommern an der Mosel. Doch nach einigen Überschwemmungen zog es ihn nach Kail, 300 Meter über der Mosel. Dort baute er 1998 eine Verschlussbrennerei, um auch größere Mengen produzieren zu können, und um vor weiteren Fluten sicher zu sein. Seit ein paar Jahren kommen aber nicht nur edle Obstbrände von der Mosel, sondern auch dieser Gin.

Inzwischen ist die Destille eine von vier weltweit, die sich „Distillery of the Year 2016 in Gold“ nennen dürfen. Nun hat sich Vallendar mit dem Sternekoch Harald Rüssel zusammengetan und produziert dessen Waldgin.
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Helsinki Dry Gin

Helsinki Dry GinMit dem Helsinki Dry Gin erreichte uns unser zweiter Gin aus Finnland. Bisher haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Gin, um so weiter nördlich er angesiedelt ist, um so exotischere Botanicals hat, die teils interessante Geschmäcker ergeben. Wir sind gespannt, wie es uns beim Helsinki Dry ergeht.

Geschichte

Erst 2014 wurde die Helsinki Distilling Company gegründet. Damit ist es seit über 100 Jahren die erste Neugründung einer Destille in Helsinki.

Die drei Gründer sind die beiden Finnen Kai Kilpinen und Mikko Mykkänen, sowie der Ire Séamus Holohan. Den Iren hatte die Liebe nach Finnland verschlagen, und durch jene Liebe lernte er die beiden Finnen kennen. Nachdem sie 10 Jahre überlegt hatten, ob sie ihre eigene Brennerei gründen sollten, haben sie sich nun ein Herz gefasst. Neben dem Gin wird noch Whiskey produziert.

Die Destille selbst steht in einem alten Heizhaus, welches samt Schornstein unter Denkmalschutz steht. Da der Schornstein nicht genutzt, aber erhalten werden muss, muss er warm gehalten werden. Aber das ist in Finnland ja auch kein Problem. Man baute einfach eine Sauna hinein, die von der Abwärme der Brennerei beheizt wird.
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Bothnia Bay Dry Gin

Bothnia Bay Dry Gin

Bothnia Bay Dry Gin ist Finnlands erster Gin auf Kartoffelbasis. In der angeblich nördlichsten Destille der Welt wird er hergestellt. Wir haben ihn fürs Blog verkostet.

Geschichte

Bei unserem Besuch überarbeitete der Hersteller, Shaman Spirits, gerade seine Website, und es waren keine Informationen zu finden. Lediglich die Behauptung, die nördlichste Destille der Welt zu sein, prangte dort.

Aber die finnische Wikipedia konnte uns helfen. Zumindest die mehr schlecht als recht übersetzte Version von Google Translate. Shaman Spirits wurde 1998 von einer Vereinigung von Kartoffelbauern gegründet. 2005 produzierte man 500.000 Flaschen. Neben Gin und Likör produziert Shaman Spirits auch Vodka für IKEA.

Botanicals und Alkohol

Kartoffeln bilden die Basis für diesen Gin. Damit haben wir die gleiche Basis wie bei vielen Arten Vodka. Bei den Botanicals können wir nur raten, da wir keine wirklichen Informationen gefunden haben. Neben Wacholder vermuten wir Zitrusfrüchte, Gewürze und Süßholz.

Der Alkoholgehalt beträgt 38 % vol.

Geruch und Geschmack

Zuerst haben wir beim Bothnia Bay Dry Gin den Geruch von ätherischen Halsbonbons in der Nase. Dann folgt Kampfer. Im ersten Eindruck erinnert uns der Gin an ein Medikament. Wacholder finden wir eher subtil als Nebennote. Mit Eis entfalten sich dann ganz andere Aromen. Der Gin riecht erdig und grün. Ein Hauch Moos steckt drin. Wir fühlen uns an Nadelbäume wie Lärche oder Fichte erinnert. Wie ein Nadelwald im Frühling.

Der Geschmack unterscheidet sich ganz vom Geruch. Süßholz, Zimt und Limette finden wir. Eiskalt haben wir auch die Limette im Geschmack. Dazu kommt noch etwas Vanille. Der Gin wird richtig smooth und legt sich weich um die Zunge.

Urteil

Nach anfänglichen Bedenken wegen der Aromen finden wir den Bothnia Bay Dry Gin inzwischen spannend. Uns hat er zu wenig Wacholder, aufgrund der Aromen finden wir ihn aber interessant.

Quelle

Erhältlich ist der Gin bei Baltic Sea Spirit.

Disclaimer

Der Bothnia Bay Dry Gin wurde uns von Baltic Sea Spirit unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Baltic Dry Gin

Baltic Dry GinWir lernten den Baltic Dry Gin auf der Destille 2013 kennen. Beim Tasting war er der erste, der uns vorgestellt wurde. Und er schmeckte uns sofort. Auf dem anschliessenden Markt erwarben wir sofort eine Flasche.

Geschichte

Die Gutsbrennerei Schloss Zinzow liegt in einem Wirtschaftsgebäude der Gutsanlage in Zinzow. Das Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde liebevoll restauriert und beherbergt seit einigen Jahren die Brennerei, in der hauptsächlich Brände aus Früchten der Region hergestellt werden. Noch nicht lange kommt aus dieser Destille auch ein Gin. Der Name „Baltic Dry Gin“ passt genau zur Herkunft, denn Zinzow liegt kurz vor der Ostsee in Mecklenburg. Weiterlesen

G’Vine Nouaison

G’Vine Nouaison

Wir hatten eine Induktionskochplatte über und ein netter Twitter-Kontakt wollte sie uns abnehmen. Was wir dafür wollten? Gin natürlich. Und so kam ein Überraschungspaket. Drin: G’Vine Nouaison. Vielen Dank dafür.

Geschichte

Seit 2001 gibt es EuroWinegate und damit den Hersteller dieses Gins. Doch die Herstellungsweise, Trauben als Basis zu benutzen, geht in das 13. Jahrhundert zurück. Nouaison bedeutet übersetzt „Geburt der Beere“. Wir sind gespannt, es ist unser erste Gin aus Trauben.

Botanicals und Alkohol

G’Vine benutzt neutralen Trauben-Tresterbrand für die Herstellung. In kleinen Batches wird dieser destilliert. Als Botanicals kommen unter anderem Muskatnuss, Ingwer, Süßholz, Zitrone, Koriander, Cassia-Zimt und natürlich Wacholder zum Einsatz. Speziell ist bei G’Vine noch die grüne Blüte der Traubenpflanze.

Der Alkoholgehalt beträgt 43,9 % vol. Weiterlesen

Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin

Monkey 47 - Schwarzwald Dry GinDas erste Mal probierten wir Monkey 47 in Singapur. In einer Rooftop-Bar, die allerdings nur auf dem Vordach des dahinter stehenden hohen Gebäudes war, bestellten wir einen und bekamen ihn mit Tonic. Schlecht schmeckte das nicht. Doch Dank Frau Cucina Casalinga, die uns diesen Gin zukommen liess, konnten wir ihn nun endlich pur probieren. Vielen Lieben Dank an Frau Casalinga!

Geschichte

Erst seit 2010 gibt es Monkey 47. Damals kamen die ersten 2.500 Flaschen auf den Markt. Dahinter stecken Alexander Stein, Sohn der Brennerfamilie Stein, die unter anderem Fernet Branca herstellt, und Christoph Keller, der Brenner.

Zur Entstehung des Produkts zitiere ich am besten:

Das Rezept, auf das sich Monkey 47 beruft, stammt von dem weit gereisten britischen Gentleman Montgomery Collins, der nach dem 2. Weltkrieg im kriegszerstörten Berlin der britischen Verwaltung dient und es sich angesichts des Leids zur Aufgabe macht, den Wiederaufbau Deutschlands zu unterstützen. ´Monty´ zieht 1951 in den Nordschwarzwald und eröffnet einen Landgasthof, den er ´Zum wilden Affen´ nennt. Da der Uhrenliebhaber ein Faible für Gin hat, entwickelt er seine ganz eigene Rezeptur mit dem Besten aus britischer Tradition, indischen Gewürzen, Kräutern, Früchten sowie reinem Quellwasser aus dem Schwarzwald. Viele Jahre nach Collins Tod findet man eine Kiste von Montys Gin und rekonstruiert originalgetreu das Rezept. (Quelle: Made im Ländle) Weiterlesen

Tanqueray London Dry Gin 47,3%

TanquerayTanqueray London Dry ist ein Klassiker. So etwas möchten wir natürlich nicht auslassen. Hier haben wir die Tanqueray London Dry Version mit 47,3% vol. in der klassischen Flasche in Hydrantenform.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanquaray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

Auch in der Popkultur hat Tanqueray Einzug gefunden. So singen z. B. die Ramones im Song „Somebody Put Something in My Drink„: „Tanqueray and tonic’s my favorite drink, I don’t like anything colored pink, that just stinks… it’s not for me„. Auch The Notorious B.I.G. erwähnt den Gin im Song „Everyday Struggle“ mit den Zeilen: „baby on the way mad bills to pay, that’s why you drink Tanqueray; so you can reminisce and wish, you wasn’t livin so devilish…„. Doch damit hört es nicht auf.

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