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The London No. 1

Dies ist kein vollständiger Testbericht des London No. 1 Gins. Er kam uns recht ungewöhnlich in einer eigentlich nicht erwähnenswerten Hotelbar ins Glas. Es war das Holiday Inn Express Berlin City Center, dessen Bar wohl eher für das schnelle Bier für den Hotelgast gedacht ist. Dennoch gab es Gordon’s, Bombay Sapphire, Hendrik’s und eben den London No. 1. Schon eine recht große Auswahl für die Ausgangsbedingungen. Und da wir den London No. 1 noch nicht kannten, bestellten wir einen Gin Tonic, den Gin in einem Extra-Glas, um ihn pur kosten zu können. Da fiel dann leider die blaue Farbe nicht mehr so auf, die in der Flasche deutlicher zu sehen ist. Probiert haben wir ihn dieses mal nur Zimmerwarm.

Geschichte

Im G
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Cutler’s Gin

Cutler’s hat diesen Gin von vorneherein als New-Western-Style geplant und wollte weg von überstarken Wacholderaromen. Als wir die Flasche bei Trader Joe’s in USA sahen, sprang uns das teils historisch wirkende Design, aber auch der Hinweis auf einen zitruslastigen Gin gleich an.

Geschichte

Im Gegensatz zu vielen Großunternehmen haben wir hier eine Destille mit Familiengeschichte. Irgendwann 1915 oder 1916 eröffnete der Ur-Großvater, Duke Cutler, des heutigen Destillerie-Besitzers Ian Cutler, in Angels Camp, Kalifornien, eine Bar. Seine Vision war recht klar: Goldschürfer haben irgendwann auch mal Durst. Als die Goldminen nicht mehr genug abwarfen, zog er nach Oakdale, am Fuße der Sierra Nevada Mountains und unweit des Yosemite National Parks.

1917 bis 1920 kämpfte eben jener Duke Cutler in Frankreich im Ersten Weltkrieg. Als er zurück nach Oakdale kam und seine Bar wieder eröffnen wollte, kam die Prohibition dazwischen. Er tat sich mit lokalen Farmern zusammen und produzierte Moonshine. Zu seinen Kunden zählten nicht nur „durstige“ Anwohner, sondern auch der Sheriff, Richter und der Gouverneur von Kalifornien. So kam er recht sicher durch die Prohibition und eröffnete dann 1933 Dukes Bar. 1936 kam der familieneigene Liquor Store hinzu.

Über die Jahre kamen dann die Söhne und deren Söhne und weitere Liquor Stores in die Firma. Dazu eigene Produkte und die Marke Cutlers. Als 1985 die Gesetzeslage zum Verkauf von Alkohol sich zugunsten der Großmärkte änderte, war das Unternehmen fast am Abgrund. Erst 2013 belebte Ian Cutler Cutler’s Artisan Spirits wieder so richtig neu.
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N. Kröger H.G.S.B. Dry Gin

Bei Nicolas Kröger steht H.G.S.B. für „How Gin Should Be“. So lässt er in einer kleinen Schwarzwälder Destille einen Gin nach seinen Vorstellungen brennen. Dieser soll eine klare Struktur bieten und nicht dem Trend der New Western Gins folgen.

Geschichte

Nicolas Kröger ist herum gekommen. New York, London, Malediven und Südafrika sind nur einige Stationen. Nach dem Ritz Hotel London und dem Berliner Lebensstern führt er heute das Rum Depot Berlin. Hier hat er sich auch den Traum von der eigenen Spirituosen-Range erfüllt.

Seit Sommer 2014 gibt es die N. Kröger Selection. Kleine Batches, von Hand ausgesucht und sorgfältig mit guten Zutaten hergestellt. Das ist das Motto. Dazu gehören im Moment Walnusswein, Rum und Gib.
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Star of Bombay

Star of BombayVor gut einem Jahr kam der Star of Bombay als neue Qualität aus dem Hause Bombay Sapphire auf den Markt. Lange hatte man nur den Sapphire und den London Dry. Für den neuen Stern am Gin-Himmel taten sich der Brennmeister aus Laverstoke Mill, Nik Fordham, und Ivano Tonutti, Bombay Sapphires Experte für Botanicals, zusammen. Wichtig war ihnen, deutlichere Kopfnoten der charakteristischen Aromen zu schaffen. Dazu sollte der Gin noch komplex, aber auch sanft und weich werden, damit er auch gut pur getrunken werden kann.

Geschichte

Die Geschichte des Bombay Gins geht bis ins Jahr 1760 zurück, in dem Thomas Dakin in Warrington eine Destille eröffnete. Dank schlechter Ernte wurde aber erst 1761 der erste Warrington Dry Gin hergestellt. Die Geschichte der Firma war turbulent, doch erst etwa 200 Jahre später sollte der Name Bombay auftauchen.

1957 war es ein New Yorker Anwalt, Alan Subin, der für Seagram’s arbeitete, der das Rezept, das Dakin 1761 entwickelte, aufkaufte. Bombay und die Zeit des Raj waren seine Inspiration mit der er 1960 den Bombay Dry Gin auf den Markt brachte. Die Produktion stieg im dritten Jahr auf 10.000 Einheiten und nach 10 Jahren waren es schon 100.000.

In den 1980ern wurde I.D.V., heute als Diageo bekannt, auf die Marke aufmerksam und kaufte die Marke Bombay Gin auf. Als 1997 einige Firmen das Konglomerat Diageo bildeten, hatten die Kartellwächter ein Auge darauf und machten es zur Auflage, einige Marken abzugeben.

So kam Bombay Gin zu Bacardi. Diese waren es dann auch, die 2012 bis 2014 die Modernisierung der Destille und den Umzug von Warrington nach Laverstoke Mill vorantrieben. Am 17.09.2014 wurde die neue Destille eröffnet. Master Distiller Nik Fordman, ehemaliger Destille-Manager von Beefeater war es, der die Renovierung und den Umzug der beiden Carter Head Destillen von 1831 und 1836 überwachte, in denen noch heute Bombay Gin destilliert wird.

1987 hat man den Sapphire in der prägnanten blauen Flasche eingeführt und damit für den ersten großen Hingucker in den Bars gesorgt. Mit dem Star of Bombay hat man ihn dann 2015 noch eine Stufe weiter emporgehoben.
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