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Burgen Gin

Aus der hessischen Kleinstadt Schlitz erreichte uns der Burgen Gin. Nach der Beschreibung ist er ein „unter Vakuum destillierter Premium Gin“. Bei der Vakuumdestillation wir die Siedetemperatur gesenkt. Dadurch können schonend Stoffe getrennt werden, die sich bei höheren Temperaturen zersetzen würden. So schreibt es die Wikipedia. Ob es sich auf den Geschmack auswirkt werden wir sehen, wenn wir den Burgen Gin probieren. Auf ins Glas damit.

Geschichte

Die Gründung der Schlitzer Kornbrennerei lässt sich auf das Jahr 1585 festlegen. Dies ist auch auf der Flasche angegeben. Interessant fanden wir die weiteren Besitzverhältnisse der Brennerei. Nachdem einige Grafen die Brennrechte hatten, ging die Brennerei 1969 an das Land Hessen. Dieses verkaufte sie dann 2006 wieder. Wer jetzt erwartet, die Schlitzer Brennerei wäre nun ein Privatunternehmen, der täuscht sich. Es ist zwar eine GmbH, gehört aber  zu 90% der Stadt Schlitz und zu 10% der Stadt Hünfeld. Weiterlesen

N. Kröger H.G.S.B. Dry Gin

Bei Nicolas Kröger steht H.G.S.B. für „How Gin Should Be“. So lässt er in einer kleinen Schwarzwälder Destille einen Gin nach seinen Vorstellungen brennen. Dieser soll eine klare Struktur bieten und nicht dem Trend der New Western Gins folgen.

Geschichte

Nicolas Kröger ist herum gekommen. New York, London, Malediven und Südafrika sind nur einige Stationen. Nach dem Ritz Hotel London und dem Berliner Lebensstern führt er heute das Rum Depot Berlin. Hier hat er sich auch den Traum von der eigenen Spirituosen-Range erfüllt.

Seit Sommer 2014 gibt es die N. Kröger Selection. Kleine Batches, von Hand ausgesucht und sorgfältig mit guten Zutaten hergestellt. Das ist das Motto. Dazu gehören im Moment Walnusswein, Rum und Gib.
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G+ London Dry Gin

Ein Unternehmen, gegründet in einer Garage. Das passt eher zu einem IT-Unternehmen. Doch hier ist es die Feindestillerie Krauss. Von dieser kommt aus der „Danger Line“ der G+ London Dry Gin. Man könnte ihn auch Gin+ nennen, doch da ist die Flasche nicht ganz eindeutig. Auf dem Markt ist er schon länger, doch gab es ihn bisher nur in Österreich. Jetzt hat sich auch ein Vertrieb in Deutschland gefunden.

Geschichte

Lange gibt es die Feindestillierie Krauss aus Schwanberg in Österreich noch nicht. Gerade mal 2007 startete man in einer Garage mit kleinen Mengen und viel handwerklicher Hingabe. Doch der Erfolg stellt sich ein. Dieser Gin erhielt bei den World Spirits Awards in San Francisco 2015 Doppel-Gold.
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Heckengäu Dry Gin

Heckengäu Dry GinErst ein mal mussten wir herausfinden, wo denn das Heckengäu ist. Es liegt westlich von Stuttgart, ist etwa 50 Kilometer lang und scheint so einige Wacholderheiden zu haben. Beste Voraussetzungen also für einen Gin. Das dachten sich die Leute von den Heckengäu Distillers wohl auch. Und die passende Domain sicherten sie sich auch gleich dazu: ginflut.de.

Geschichte

Eine Bierlaune war es, welche die Heckengäu Distillers darauf brachte, doch mal auszuprobieren, was man mit dem heimischen Wacholder anstellen konnte. Zwei Jahre haben sie ausprobiert. Heraus kam dieser Gin.
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Modernist Alpine Dry Gin

Das Konzept klingt für uns sofort schlüssig. Über zwanzig Botanicals aus dem alpinen Raum wurden für den Modernist Alpine Dry Gin ausgewählt. Lokale Erzeuger, die für Qualität, Nachhaltigkeit und Tradition stehen, steuern diese bei. Nach der Mazeration wird in einer 50-Liter-Kupferbrennblase Batch für Batch verarbeitet. Diese werden erst noch mehrere Wochen gelagert, bevor der Gin zum Kunden geht.

Geschichte

Eine klare Ansage, keine Geheimnisse um mysteriöse Zutaten und keine konstruierte Geschichte, sondern nur ein ehrlicher Gin. So mögen wir das. Weiterlesen

Stern 44 Star Gin

Ein neuer Stern am Gin-Himmel. Ich bitte, das Wortspiel zu entschuldigen, aber es drängte sich auf. Nicht ganz so aufgedrängt hat sich der 44 Star Gin. Dennoch hat er sich auf den Verkostungstisch geschlichen. Von einem Weingut aus der Pfalz kommt dieser nicht ganz übliche Gin.

Geschichte

1952 begann die Geschichte des Weingutes Stern. Josef Stern, Küfer, kaufte seinen ersten Weinberg. Schon 1960 brannte er seinen ersten Schnaps. 1980 übernahm sein Sohn Wolfgang den Betrieb.
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Thommes 506 London Dry Gin

Thommes 506-2016-07-10-DMC-FZ1000-506-640Von der Schweizer Grenze, aus einen fast 200 Jahre alten Bauernhaus, kommt ein Gin mit außergewöhnlichen Zutaten. Yvonne und Thomas Thomann produzieren dort in  Wallbach praktisch nebenbei den nach dem Opa Thommes benannten Thommes 506 Gin.

Geschichte

Die Geschichte der kleinen Schnapsbrennerei Tomann’s begann vor vielen Jahren, als der Quittenbaum zu viele Früchte lieferte, um nur Marmelade und Gelee zu produzieren. Ein Quittenlikör kam, dann die Likör-Manufaktur und inzwischen sind es bis zu 15 verschieden Liköre geworden.

Vor acht Jahren kam dann die alte Destille von einem Nachbarn dazu. Zufällig gab es beim Zoll auch noch ein Abfindungsbrennrecht. Grundkenntnisse waren noch von Opa vorhanden, richtig gute Ergebnisse gab es allerdings erst dieses Jahr. Dafür wurden dann auch das Kirschwasser, der Quittenbrand und der Anis-Kräuter-Schnaps bei der Baden Best Spirit mit Silber ausgezeichnet. Den Gin, ganz neu im Programm,  ziert  zur Erinnerung auch Opas Motorrad.
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Six Ravens London Dry Gin

Am 22. Juni 1675 eröffnete König Charles II von England das königliche Observatorium am Londoner Tower. Bald beschwerten sich die Astronomen über die Raben. Doch seine Berater sagten ihm, eine Vertreibung der Raben würde den Untergang des Königreiches heraufbeschwören.

Auf dieser Legende fusst der Six Ravens London Dry Gin. Die „sechs Raben“ sollen eine Würdigung der britischen Geschichte und Tradition sein. Schauen wir mal, wie dieser Gin zur britischen Gin-Tradition steht.

Geschichte

Seit 2001 vertreibt Alandia im Onlinehandel hochwertigen Absinth. Im Jahr 2014 ist dann mit dem eigens produzierten Six Ravens auch ein Gin dazu gekommen.

Hergestellt wird der Gin für Alandia in der 1859 gegründeten Destillerie Devoille in Frankreich.
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Sipsmith London Dry Gin

Sipsmith London Dry GinIm Tasting Pack von Flaviar hatten wir den Sipsmith London Dry Gin. Dieser kommt auch direkt aus London. Auf dem Etikett wird dann auch schon deutlich angedeutet: Die Destille, aus der ein Schwanenhals auf Wacholderbeeren deutet.

Geschichte

Nach fast 200 Jahre ist Prudence, die Destille von Sipsmith, die erste neue Destillieranlage in London. Die 300-Liter-Kupferdestille wurde zusammen mit Christian Karl, einem deutschen Hersteller von Destillen seit 1869, entwickelt.

Botanicals und Alkohol

Reiner Roggenvodka, der im Hause Sipsmith hergestellt wird und auch einzeln erhältlich ist, bildet die Basis für den Gin. Dazu kommen die zehn Botanicals: mazedonischer Wacholder, bulgarische Koriandersamen, Angelikawurzel, Süßholzwurzel, Veilchenwurzel, gemahlene Mandeln, Zitronenschale, Cassia, Zimt und Orangenschalen. Diese werden im Vodka mazeriert und dann zu Gin verbrannt.

Der Alkoholgehalt beträgt 41,6 % vol.

Geruch und Geschmack

Bei ersten Schnuppern haben wir erst das Gefühl, reinen Grain-Alkohol im Glas zu haben. Dann mischen sich noch Zitrus und Lakritz als Aromen hinein. Wir riechen Süßholz, Anis und dann auch Wacholder. Lange halten wir das Glas unter die Nase und werden das Gefühl von trockenem Staub und trockenem Holz in der Sonne nicht los. Mit Eis haben wir dann Zitrone in der Nase. Und das schon beschriebene trockene Staub-und-Holz-Gefühl. Dazu ein Hauch Desinfektionsmittel.

Auch im Geschmack finden wir die klassischen Wacholder und Zitrusnoten. Der Gin ist bitter am Gaumen. Eiskalt schmecken wir Zitrus und Anis. Leider schmeckt der Sipsmith nach weniger, als er riecht.

Urteil

Uns ist der Sipsmith London Dry Gin nicht rund genug. Zu wenig Wacholder, weniger Geschmack als Geruch und ein unausgewogenes Gefühl lassen uns mit dem Gin nicht so richtig warm werden.

Quelle

Erhältlich ist der Sipsmith London Dry Gin unregelmässig in Tasting Packs von Flaviar oder zum Beispiel auch bei Flaviar oder Urban Drinks.

Woanders

Über ein besonderes Tasting mit Sipsmith hat Ginobility geschrieben.

Disclaimer

Der Sipsmith London Dry Gin wurde uns von Flaviar unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Diplome Dry Gin

Diplome Dry GinEinen Gin mit Geschichte gibt es oft. Mit der Tradition hat man es dann aber meistens nicht. Beim Diplome ist das anders. Seit 1945 wird er unverändert hergestellt. Und das in Frankreich und nicht in einem der traditionellen Gin-Länder.

Spannend ist der Basisalkohol. Der wird aus roter Beete hergestellt. Hoffentlich schmeckt der Gin nicht danach.

Geschichte

Während des 2. Weltkrieges wurde das Rezept im Dijon verfeinert und perfektioniert. Als es dann 1945 fertig war, wurde der Diplome Dry Gin sogar der offizielle Gin der American Army in ganz Europa. Noch heute wird der Gin mit unveränderter Rezeptur hergestellt.
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