Schlagwort-Archive: Botanical: Mandel

The London No. 1

Dies ist kein vollständiger Testbericht des London No. 1 Gins. Er kam uns recht ungewöhnlich in einer eigentlich nicht erwähnenswerten Hotelbar ins Glas. Es war das Holiday Inn Express Berlin City Center, dessen Bar wohl eher für das schnelle Bier für den Hotelgast gedacht ist. Dennoch gab es Gordon’s, Bombay Sapphire, Hendrik’s und eben den London No. 1. Schon eine recht große Auswahl für die Ausgangsbedingungen. Und da wir den London No. 1 noch nicht kannten, bestellten wir einen Gin Tonic, den Gin in einem Extra-Glas, um ihn pur kosten zu können. Da fiel dann leider die blaue Farbe nicht mehr so auf, die in der Flasche deutlicher zu sehen ist. Probiert haben wir ihn dieses mal nur Zimmerwarm.

Geschichte

Im G
Weiterlesen

Mach Deinen Gin – Gentleman’s Needs

Fast hätte ich geschrieben, dass es Sets zur Herstellung eines eigenen Gins wie Sand am Meer gibt. Doch dem ist gar nicht so. Beim Durchsehen des Blogs habe ich bisher gerade mal drei gefunden. Als vierter im Bunde kommt nun das „Mach Deinen Gin“-Set von Gentleman’s Needs hinzu. Dabei ist mir aufgefallen, dass alle, ausser dem von Savory Spices mit ähnlicher Ausstattung kommen. Alle gehen aber verschiedene Richtungen. Hier zum Beispiel über die Auswahl der Botanicals, die uns bisher am hochwertigsten erschienen.

Das Prinzip dieser Sets ist immer gleich und deswegen schnell erklärt. Da Zuhause nicht jeder selbst destillieren kann, basieren sie auf Mazeration. Man nimmt neutralen Alkohol, auch Vodka genannt, und lässt darin die Wacholderbeeren ziehen. Dann kommen nach einiger Zeit die Botanicals dazu. Später wird alles durch einen Filter abgegossen und fertig ist der Gin. Wir haben dabei festgestellt, dass sich der Gin mit der Lagerzeit noch verändert. Weiterlesen

Brockmans Gin

BrockmansDie schicke Flasche des Brockmans Gin deutet es bereits an: hier ist etwas Außergewöhnliches drin. Heidelbeeren und Brombeeren auf der Zutatenliste steigern die Erwartung ungewöhnlicher Geschmackskombinationen noch. Wir freuen uns, diesen Gin probieren zu können.

Geschichte

Neil Everitt, ehemaliger CEO der Stock Spirits Group, tat sich mit drei Freunden zusammen, um „einen Gin wie keinen anderen zu kreieren“. Seit August 2014 gibt es den Gin aus England, dessen Name recht deutsch klingt, nun auf dem deutschen Markt.
Weiterlesen

Boë Superior Gin

Boë Superior GinIn einem kleinen Schmuckladen in Weißenburg in Bayern, der hauptsächlich Whiskeys in der Auslage hatte, fanden wir diesen Gin. In wie weit unsere Version mit 47% vol. mit der auf der Website des Herstellers angegebene 41,5% vol. enthaltenen Version übereinstimmt, wissen wir nicht. Auch wenn unsere Flasche eckig ist, passt der Rest des Designs.

Update: Wir haben beim Hersteller nachgefragt und stellten dabei fest, dass unserer Flasche wohl eine Seltenheit geworden wäre, hätten wir sie nicht geöffnet:

We recently changed the ABV to 41.5% because we were getting feedback that our gin was too strong.

Geschichte

Der Boë Superior Gin ist inspiriert von einer historischen Rezeptur von Franz de la Boë. Er war Chemiker, Physiologe und Anatomist und beschäftigte sich um 1658 mit der Extraktion von Ölen aus Wacholderbeeren. Dazu benutzte er Alkohol und erfand praktisch den ersten Gin.

Wie auch immer die Geschichte sein mag. Boë Superior Gin kommt von VC2 Brands aus Stirling in Schottland. Das Unternehmen gibt es seit 2002 und hat neben dem Gin noch Bier und Wodka im Programm.
Weiterlesen

Sipsmith London Dry Gin

Sipsmith London Dry GinIm Tasting Pack von Flaviar hatten wir den Sipsmith London Dry Gin. Dieser kommt auch direkt aus London. Auf dem Etikett wird dann auch schon deutlich angedeutet: Die Destille, aus der ein Schwanenhals auf Wacholderbeeren deutet.

Geschichte

Nach fast 200 Jahre ist Prudence, die Destille von Sipsmith, die erste neue Destillieranlage in London. Die 300-Liter-Kupferdestille wurde zusammen mit Christian Karl, einem deutschen Hersteller von Destillen seit 1869, entwickelt.

Botanicals und Alkohol

Reiner Roggenvodka, der im Hause Sipsmith hergestellt wird und auch einzeln erhältlich ist, bildet die Basis für den Gin. Dazu kommen die zehn Botanicals: mazedonischer Wacholder, bulgarische Koriandersamen, Angelikawurzel, Süßholzwurzel, Veilchenwurzel, gemahlene Mandeln, Zitronenschale, Cassia, Zimt und Orangenschalen. Diese werden im Vodka mazeriert und dann zu Gin verbrannt.

Der Alkoholgehalt beträgt 41,6 % vol.

Geruch und Geschmack

Bei ersten Schnuppern haben wir erst das Gefühl, reinen Grain-Alkohol im Glas zu haben. Dann mischen sich noch Zitrus und Lakritz als Aromen hinein. Wir riechen Süßholz, Anis und dann auch Wacholder. Lange halten wir das Glas unter die Nase und werden das Gefühl von trockenem Staub und trockenem Holz in der Sonne nicht los. Mit Eis haben wir dann Zitrone in der Nase. Und das schon beschriebene trockene Staub-und-Holz-Gefühl. Dazu ein Hauch Desinfektionsmittel.

Auch im Geschmack finden wir die klassischen Wacholder und Zitrusnoten. Der Gin ist bitter am Gaumen. Eiskalt schmecken wir Zitrus und Anis. Leider schmeckt der Sipsmith nach weniger, als er riecht.

Urteil

Uns ist der Sipsmith London Dry Gin nicht rund genug. Zu wenig Wacholder, weniger Geschmack als Geruch und ein unausgewogenes Gefühl lassen uns mit dem Gin nicht so richtig warm werden.

Quelle

Erhältlich ist der Sipsmith London Dry Gin unregelmässig in Tasting Packs von Flaviar oder zum Beispiel auch bei Flaviar oder Urban Drinks.

Woanders

Über ein besonderes Tasting mit Sipsmith hat Ginobility geschrieben.

Disclaimer

Der Sipsmith London Dry Gin wurde uns von Flaviar unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Pink 47 London Dry Gin

Von einer guten Freundin erhielten wir einen Dry Gin in einer recht ungewöhnlichen Flasche. Ähnlich wie ein Diamant kommt sie daher. Spannend ist auch die Farbe und die Spiegelung derer in der Flasche. Der Name passt dazu: Pink 47.

Vielen Dank an Yvonne, von der diese Flasche kam.

Geschichte

Old St. Andrews war für über 75 Jahre ein Whiskey Blender. Doch in den letzten 25 Jahren destilliert man auch selber. 2007 wagte sich das Unternehmen dann aus dem Whiskey-Markt heraus und begann zuerst Gin und später Vodka zu produzieren. Die erste Marke war eben unser Pink 47, der inzwischen 18 Awards eingeheimst hat.

Der Name stammt vom angeblich legendären Khavaraya-Diamanten. Dass ich mit dem Namen jetzt keinen bei Google finden kann, übersehen wir mal geflissentlich. Die Flaschenform der 0,7-Liter-Flasche erinnert jedenfalls an einen Diamanten. Wer das nicht so mag: es gibt noch eine normale 1-Liter-Flasche in eckiger Form. Weiterlesen

Gin Luum London Dry Gin

An den über 50 deutschen Gins hat das Münsterland einen nicht ganz unbeträchtlichen Anteil. Neu dazu kommt der Gin Luum, und wenn wir die Flasche richtig deuten, bläst da ein Piranha zum Angriff.

Geschichte

Gin Luum ist noch neu auf dem Markt. eine große Geschichte gibt es also nicht zu erzählen.
Weiterlesen

Bombay London Dry Gin

Bombay London Dry GinBacardi, der größte private Spirituosenhersteller der Welt, hat so einige Marken gesammelt. Dazu gehört auch Bombay Spirits, die vor allem für den Bombay Sapphire Gin bekannt sind.

Neben Bombay Sapphire East gibt es aber auch einen Bombay London Dry Gin, der selten Erwähnung findet. Nicht mal auf der Homepage des Herstellers, auf der nur ein Produktbild auf der Seite des Bombay Sapphire zu sehen ist.

Geschichte

Die Geschichte des Bombay Gins geht bis ins Jahr 1760 zurück, in dem Thomas Dakin in Warrington eine Destille eröffnete. Dank schlechter Ernte wurde aber erst 1761 der erste Warrington Dry Gin hergestellt. Die Geschichte der Firma war turbulent, doch erst etwa 200 Jahre später sollte der Name Bombay auftauchen.

1957 war es ein New Yorker Anwalt, Alan Subin, der für Seagram’s arbeitete, der das Rezept, das Dakin 1761 entwickelte, aufkaufte. Bombay und die Zeit des Raj waren seine Inspiration mit der er 1960 den Bombay Dry Gin auf den Markt brachte. Die Produktion stieg im dritten Jahr auf 10.000 Einheiten und nach 10 Jahren waren es schon 100.000.

In den 1980ern wurde I.D.V., heute als Diageo bekannt, auf die Marke aufmerksam und kaufte die Marke Bombay Gin auf. Als 1997 einige Firmen das Konglomerat Diageo bildeten, hatten die Kartellwächter ein Auge darauf und machten es zur Auflage, einige Marken abzugeben.

So kam Bombay Gin zu Bacardi. Diese waren es dann auch, die 2012 bis 2014 die Modernisierung der Destille und den Umzug von Warrington nach Laverstoke Mill vorantrieben. Am 17.09.2014 wurde die neue Destille eröffnet. Master Distiller Nik Fordman, ehemaliger Destille-Manager von Beefeater war es, der die Renovierung und den Umzug der beiden Carter Head Destillen von 1831 und 1836 überwachte, in denen noch heute Bombay Gin destilliert wird.

Weiterlesen

Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin

Monkey 47 - Schwarzwald Dry GinDas erste Mal probierten wir Monkey 47 in Singapur. In einer Rooftop-Bar, die allerdings nur auf dem Vordach des dahinter stehenden hohen Gebäudes war, bestellten wir einen und bekamen ihn mit Tonic. Schlecht schmeckte das nicht. Doch Dank Frau Cucina Casalinga, die uns diesen Gin zukommen liess, konnten wir ihn nun endlich pur probieren. Vielen Lieben Dank an Frau Casalinga!

Geschichte

Erst seit 2010 gibt es Monkey 47. Damals kamen die ersten 2.500 Flaschen auf den Markt. Dahinter stecken Alexander Stein, Sohn der Brennerfamilie Stein, die unter anderem Fernet Branca herstellt, und Christoph Keller, der Brenner.

Zur Entstehung des Produkts zitiere ich am besten:

Das Rezept, auf das sich Monkey 47 beruft, stammt von dem weit gereisten britischen Gentleman Montgomery Collins, der nach dem 2. Weltkrieg im kriegszerstörten Berlin der britischen Verwaltung dient und es sich angesichts des Leids zur Aufgabe macht, den Wiederaufbau Deutschlands zu unterstützen. ´Monty´ zieht 1951 in den Nordschwarzwald und eröffnet einen Landgasthof, den er ´Zum wilden Affen´ nennt. Da der Uhrenliebhaber ein Faible für Gin hat, entwickelt er seine ganz eigene Rezeptur mit dem Besten aus britischer Tradition, indischen Gewürzen, Kräutern, Früchten sowie reinem Quellwasser aus dem Schwarzwald. Viele Jahre nach Collins Tod findet man eine Kiste von Montys Gin und rekonstruiert originalgetreu das Rezept. (Quelle: Made im Ländle) Weiterlesen

Beefeater 24

Beefeater 24Das Ziel war klar: Beim kurzen Zwischenstopp in Dubai wollten wir nur schnell durch den Duty-Free-Bereich, uns eine Flasche Hendrick’s und eine Flasche Bombay Sapphire schnappen, und dann weiter zum Gate in Richtung Hamburg. Die Flasche Hendrick’s hatten wir schnell in der Hand, doch wie das manchmal so ist, man geht noch mal ein bißchen in Regal stöbern. Genau das passierte uns. Bei einer Runde um  das Regal, mit dem Auge die Flaschen scannend, fiel uns die Flasche Beefeater 24 in den Blick. Erst wollten wir sie als „das kennt man doch“ abtun, doch die 24 weckte unsere Aufmerksamkeit. In dieser Version kannten wir den Beefeater noch nicht – den Bombay kannten wir dagegen sehr gut, also wanderte der Beefeater 24 in den Einkauf.

Geschichte

Beefeater 24 ist kein wirklich altes Produkt. Am 30. Oktober 2008 stellte Beefeater, eine Marke von Pernod Ricard, die neue Variante seines Gins an der Themse vor. In Syon House, in einem Park im Westen Londons und Eigentum des Duke of Northumberland, erlebte die sogenannte „super premium version“ ihre Geburtsstunde. Kreiert wurde der 24 von Brennmeister Desmond Payne. Weiterlesen