Schlagwort-Archive: Alkohol: 47%

The London No. 1

Dies ist kein vollständiger Testbericht des London No. 1 Gins. Er kam uns recht ungewöhnlich in einer eigentlich nicht erwähnenswerten Hotelbar ins Glas. Es war das Holiday Inn Express Berlin City Center, dessen Bar wohl eher für das schnelle Bier für den Hotelgast gedacht ist. Dennoch gab es Gordon’s, Bombay Sapphire, Hendrik’s und eben den London No. 1. Schon eine recht große Auswahl für die Ausgangsbedingungen. Und da wir den London No. 1 noch nicht kannten, bestellten wir einen Gin Tonic, den Gin in einem Extra-Glas, um ihn pur kosten zu können. Da fiel dann leider die blaue Farbe nicht mehr so auf, die in der Flasche deutlicher zu sehen ist. Probiert haben wir ihn dieses mal nur Zimmerwarm.

Geschichte

Im G
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Fortnum & Mason London Dry Gin

Fortnum & Mason London Dry GinEigentlich wollte Frau Foodfreak nur schnell mal bei Fortnum & Mason am Flughafen Heathrow gucken. Zurück kam sie dann mit Käse und Gin. Zum Glück gab es letzteren auch in kleinen Fläschchen, sonst hätten wir mit den anderen Flaschen im Gepäck schnell die Zollfreigrenzen gesprengt.

Geschichte

Hergestellt wird der Gin von einem alten Bekannten. The London Distillery Company, die auch für den von uns sehr geschätzten Dodd’s Gin verantwortlich sind, brennen für Fortnum & Mason dieses Destillat. Nachdem es 2015 eine Limited Edition von Dodd’s gab, hat man sich nun wohl zu einer weiteren Zusammenarbeit entschlossen.
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Star of Bombay

Star of BombayVor gut einem Jahr kam der Star of Bombay als neue Qualität aus dem Hause Bombay Sapphire auf den Markt. Lange hatte man nur den Sapphire und den London Dry. Für den neuen Stern am Gin-Himmel taten sich der Brennmeister aus Laverstoke Mill, Nik Fordham, und Ivano Tonutti, Bombay Sapphires Experte für Botanicals, zusammen. Wichtig war ihnen, deutlichere Kopfnoten der charakteristischen Aromen zu schaffen. Dazu sollte der Gin noch komplex, aber auch sanft und weich werden, damit er auch gut pur getrunken werden kann.

Geschichte

Die Geschichte des Bombay Gins geht bis ins Jahr 1760 zurück, in dem Thomas Dakin in Warrington eine Destille eröffnete. Dank schlechter Ernte wurde aber erst 1761 der erste Warrington Dry Gin hergestellt. Die Geschichte der Firma war turbulent, doch erst etwa 200 Jahre später sollte der Name Bombay auftauchen.

1957 war es ein New Yorker Anwalt, Alan Subin, der für Seagram’s arbeitete, der das Rezept, das Dakin 1761 entwickelte, aufkaufte. Bombay und die Zeit des Raj waren seine Inspiration mit der er 1960 den Bombay Dry Gin auf den Markt brachte. Die Produktion stieg im dritten Jahr auf 10.000 Einheiten und nach 10 Jahren waren es schon 100.000.

In den 1980ern wurde I.D.V., heute als Diageo bekannt, auf die Marke aufmerksam und kaufte die Marke Bombay Gin auf. Als 1997 einige Firmen das Konglomerat Diageo bildeten, hatten die Kartellwächter ein Auge darauf und machten es zur Auflage, einige Marken abzugeben.

So kam Bombay Gin zu Bacardi. Diese waren es dann auch, die 2012 bis 2014 die Modernisierung der Destille und den Umzug von Warrington nach Laverstoke Mill vorantrieben. Am 17.09.2014 wurde die neue Destille eröffnet. Master Distiller Nik Fordman, ehemaliger Destille-Manager von Beefeater war es, der die Renovierung und den Umzug der beiden Carter Head Destillen von 1831 und 1836 überwachte, in denen noch heute Bombay Gin destilliert wird.

1987 hat man den Sapphire in der prägnanten blauen Flasche eingeführt und damit für den ersten großen Hingucker in den Bars gesorgt. Mit dem Star of Bombay hat man ihn dann 2015 noch eine Stufe weiter emporgehoben.
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Boë Superior Gin

Boë Superior GinIn einem kleinen Schmuckladen in Weißenburg in Bayern, der hauptsächlich Whiskeys in der Auslage hatte, fanden wir diesen Gin. In wie weit unsere Version mit 47% vol. mit der auf der Website des Herstellers angegebene 41,5% vol. enthaltenen Version übereinstimmt, wissen wir nicht. Auch wenn unsere Flasche eckig ist, passt der Rest des Designs.

Update: Wir haben beim Hersteller nachgefragt und stellten dabei fest, dass unserer Flasche wohl eine Seltenheit geworden wäre, hätten wir sie nicht geöffnet:

We recently changed the ABV to 41.5% because we were getting feedback that our gin was too strong.

Geschichte

Der Boë Superior Gin ist inspiriert von einer historischen Rezeptur von Franz de la Boë. Er war Chemiker, Physiologe und Anatomist und beschäftigte sich um 1658 mit der Extraktion von Ölen aus Wacholderbeeren. Dazu benutzte er Alkohol und erfand praktisch den ersten Gin.

Wie auch immer die Geschichte sein mag. Boë Superior Gin kommt von VC2 Brands aus Stirling in Schottland. Das Unternehmen gibt es seit 2002 und hat neben dem Gin noch Bier und Wodka im Programm.
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Tanqueray Bloomsbury London Dry Gin

Bloomsbury London Dry GinNach dem Malacca und der Neueinführung des ebenfalls limitierten Old Tom Gins in 2014 kam dieses Jahr die limitierte Version des Bloomsbury London Dry Gin.

Das Rezept stammt aus den 1880ern und wurde ursprünglich von Charles Waugh Tanqueray, dem Sohn des Unternehmensgründers Charles Tanqueray, entwickelt.

Der Bloomsbury London Dry Gin soll deutlich wacholderlastiger sein.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanqueray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray mit Klassikern wie dem No. 10 gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

In diesem Jahr, also 2015, kam der Bloomsbury in das Portfolio. Allerdings ist er limitiert, und es wurden nur 100.000 Flaschen hergestellt. Craft Distiller dürften bei dem „nur“ lachen.
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Tanqueray Old Tom Gin

Nachdem 2001 der Tanqueray Malacca vom Markt verschwand, haben ihm nicht nur viele nachgeweint. Mit Sonderabfüllungen war es dann auch aus. Im Jahr 2013 hatte Tanqueray dann den Malacca wieder aufgelegt.  Limitiert auf 100.000 Flaschen. Wir hatten damals Glück und bekamen Flasche 97073 für 55 Euro. Heute sind die Preise für die Restflaschen schon über 100 Euro.

2014 erschien dann die nächste limitierte Ausgabe: Der Tanqueray Old Tom Gin. Wieder mit 100.000 Flaschen. Wir ergatterten die Nr. 72185. Immerhin ist diese Edition noch deutlich bezahlbarer geblieben.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanqueray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

Als zweite Sonderserie erschien nach dem Malacca im Jahre 2013 dann in 2014 dieser Old Tom Gin. Das Basisrezept soll 180 Jahre alt sein. Allerdings ist er limitiert, und es wurden nur 100.000 Flaschen hergestellt. Craft Distiller dürften bei dem „nur“ lachen. 2015 kam dann die nächste limitierte Auflage, der Bloomsbury.
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Helsinki Dry Gin

Helsinki Dry GinMit dem Helsinki Dry Gin erreichte uns unser zweiter Gin aus Finnland. Bisher haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Gin, um so weiter nördlich er angesiedelt ist, um so exotischere Botanicals hat, die teils interessante Geschmäcker ergeben. Wir sind gespannt, wie es uns beim Helsinki Dry ergeht.

Geschichte

Erst 2014 wurde die Helsinki Distilling Company gegründet. Damit ist es seit über 100 Jahren die erste Neugründung einer Destille in Helsinki.

Die drei Gründer sind die beiden Finnen Kai Kilpinen und Mikko Mykkänen, sowie der Ire Séamus Holohan. Den Iren hatte die Liebe nach Finnland verschlagen, und durch jene Liebe lernte er die beiden Finnen kennen. Nachdem sie 10 Jahre überlegt hatten, ob sie ihre eigene Brennerei gründen sollten, haben sie sich nun ein Herz gefasst. Neben dem Gin wird noch Whiskey produziert.

Die Destille selbst steht in einem alten Heizhaus, welches samt Schornstein unter Denkmalschutz steht. Da der Schornstein nicht genutzt, aber erhalten werden muss, muss er warm gehalten werden. Aber das ist in Finnland ja auch kein Problem. Man baute einfach eine Sauna hinein, die von der Abwärme der Brennerei beheizt wird.
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Koval Dry Gin

koval_gin_originalMit dem Verkostungspaket von Flaviar erhielten wir auch den Koval Dry Gin. Koval ist vor allem für Whiskey bekannt, stellte aber neben Likören, Vodka und Brandy auch einen Gin her. Dieser ist aus 100% Bio-Getreide, selbst bio-zertifiziert und koscher.

Bei unserer Recherche haben wir drei verschiedene Flaschen-Layouts von Koval gefunden. Eines davon unter dem Namen Sylvan. Wir haben bei Koval nachgefragt. In allen drei Flaschen steckt das gleiche Produkt.

Geschichte

Die Koval Distillery wurde 2008 in Chicago von Robert und Sonat Birnecker gegründet. Damit ist sie sozusagen noch ein Frischling auf dem Markt. Doch der Name beruft sich auf ältere Wurzeln. Koval steht im Jiddischen für Schmied. Aber auch für schwarzes Schaf oder für jemanden, der etwas unerwartetes tut oder etwas aussergewöhnliches im Sinn hat. Und so geht der Name wohl auf den Urgroßvater der Gründer zurück, der Anfang der 1900er von Wien in die USA kam und sich in Chicago niederliess. Die letzten beiden Bedeutungen des Wortes Koval dürften also auf diesen Urgroßvater zurückzuführen sein. Zufällig hieß der Großvater dann auch noch Schmid. Weiterlesen

Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin

Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin

Natürlich wollten wir etwas Besonderes mitbringen, wenn wir schon mal in USA im Urlaub sind. In einem Feinkostladen in Boulder, Colorado, fanden wir den Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin. Auch wenn auf der Flasche steht, dass der Gin, der in kleinen Batches produziert wird, mindestens sechs Monate in neuen Eichenfässern gelagert wird, sind es laut Hersteller sogar mindestens 10 Monate.

Wir finden es jedenfalls spannend und haben somit unseren ersten Barrel Aged Gin verkostet.

Geschichte

Gegründet wurde Roundhouse Spirits im Jahr 2008 in Boulder, Colorado. Mit ihrem Kaffee-Likör und dem Imperial Barrel Aged Gin haben sich Roundhouse schnell einen Namen gemacht.

Wegen Problemen mit Markenrechten hat sich die Roundhouse Distillery dann am 01.04.2015 in Vapor Distillery umbenannt. Der von uns verkostete Gin trägt seither den Namen Ginsky.

Botanicals und Alkohol

Die Botanicals konnten wir leider nicht herausfinden. Lediglich Wacholder gilt als gesetzt.

Der Alkoholgehalt beträgt 47 % vol.

Geruch und Geschmack

Wir haben deutliche Wacholdernoten in der Nase. Doch durch die Fassreifung werden sie von holzigen, rauchigen und harzigen Aromen ergänzt. Weich und süßlich wie Karamell ist der Imperial. Dazu kommt Zitrus von Orange oder Mandarine und Gewürze wie Koriander. Fast hat der Gin etwas Weihnachtliches an sich. Mit Eis finden wir weiter deutlich Wacholder vor, fühlen uns aber an einen Orangenlikör erinnert. Etwas Limette schwingt mit, dazu noch die Holznoten, aber leichtfüßiger. Vanille kommt noch hinzu.

Der Geschmack des Roundhouse Spirits Imperial Barrel Aged Gin erinnert uns eher an Rum. Er ist vollmundig und führt Aromen von dunklem Rohrzucker mit. Süßlich karamellig und schmelzig liegt er auf der Zunge. Dieser Gin erinnert uns an Bourbon mit Orangenlikör und einem Hauch Wacholder. Dazu kommt etwas Rauchiges, das  an Whiskey erinnert. Eiskalt haben wir nur noch Wacholder mit etwas Süßsaurem, dazu ein unangenehmes Zitrusbeissen.

Urteil

Der Imperial Barrel Aged Gin mag bei Zimmertemperatur getrunken werden. Er ist komplex und erinnert an Rum mit Anklängen von American Whiskey, was durch die Holzfasslagerung kommt. Kalt erinnert er stärker an Likör. Wir finden ihn sehr spannend und mögen ihn gerne.

Quelle

Erhältlich ist der Gin bei Spirituosen Wolf. Das ist auch die einzige Quelle, die wir in Deutschland gefunden haben. Diverse Shops in USA haben ihn aber auch im Angebot.

Woanders

Wir haben bei The Gin is In eine Verkostungsnotiz gefunden. Ausserdem wurde dort auch ein Negroni mit probiert. Auch bei T. Edwards New York Wine Blog wurde der Gin verkostet und wird ebenfalls zu einem Negroni empfohlen.

Death’s Door Gin

Death's Door Gin

Eine nette Anekdote verbirgt sich hinter der Miniaturflasche auf dem Bild. An unserem letzten Tag in Denver waren wir im Acorn essen und entdeckten quer gegenüber des Restaurants einen Liquor Store. Doch dieser hatte, im Vergleich zu den anderen üblichen Stores, eine komplett andere Auswahl. Es gab nur das Gute, und davon meist nur das Bessere. Wir hätten hier gerne den Laden leer gekauft, doch der deutsche Zoll hätte das sicher nicht verstanden. Also erstanden wir für den Abend eine 5cl-Flasche Death’s Door Gin, dem einzigen, den es in klein gab. In einem kurzen Gespräch mit dem Inhaber des Ladens erklärten wir unsere Misere mit den Alkoholfreigrenzen, und er schenkte uns, als Abschied von der Stadt, eine zweite Flasche dazu. Vielen Dank an The Proper Pour dafür. Vielen Dank auch, dass wir uns an diesem Abend keine Verkostungsnotizen machen mussten.

Geschichte

Nur 700 Einwohner hat Washington Island, Wisconsin. Neben dem Tourismus ist die Landwirtschaft das zweite Standbein der Insel. Doch in den 1970ern sah es für die plötzlich schlecht aus. Um diese wieder anzukurbeln, wurde begonnen, Weizen anzupflanzen. Das brachte Brian Ellison auf eine Idee: Man könnte doch Alkohol daraus machen. Somit entstand die Death’s Door Distillery. Benannt wurde sie nach der Wasserstrasse, die Lake Michigan mit Green Bay verbindet.

Zuerst liess Death’s Door brennen und produzierte nicht selbst. Am 04. Juni 2012 war es dann so weit, und die eigene Destille wurde in Betrieb genommen. Wenn man den Reviews im Netz glauben darf, hat dies nicht nur der Qualität sondern auch dem Geschmack gut getan.

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