Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin

Monkey 47 - Schwarzwald Dry GinDas erste Mal probierten wir Monkey 47 in Singapur. In einer Rooftop-Bar, die allerdings nur auf dem Vordach des dahinter stehenden hohen Gebäudes war, bestellten wir einen und bekamen ihn mit Tonic. Schlecht schmeckte das nicht. Doch Dank Frau Cucina Casalinga, die uns diesen Gin zukommen liess, konnten wir ihn nun endlich pur probieren. Vielen Lieben Dank an Frau Casalinga!

Geschichte

Erst seit 2010 gibt es Monkey 47. Damals kamen die ersten 2.500 Flaschen auf den Markt. Dahinter stecken Alexander Stein, Sohn der Brennerfamilie Stein, die unter anderem Fernet Branca herstellt, und Christoph Keller, der Brenner.

Zur Entstehung des Produkts zitiere ich am besten:

Das Rezept, auf das sich Monkey 47 beruft, stammt von dem weit gereisten britischen Gentleman Montgomery Collins, der nach dem 2. Weltkrieg im kriegszerstörten Berlin der britischen Verwaltung dient und es sich angesichts des Leids zur Aufgabe macht, den Wiederaufbau Deutschlands zu unterstützen. ´Monty´ zieht 1951 in den Nordschwarzwald und eröffnet einen Landgasthof, den er ´Zum wilden Affen´ nennt. Da der Uhrenliebhaber ein Faible für Gin hat, entwickelt er seine ganz eigene Rezeptur mit dem Besten aus britischer Tradition, indischen Gewürzen, Kräutern, Früchten sowie reinem Quellwasser aus dem Schwarzwald. Viele Jahre nach Collins Tod findet man eine Kiste von Montys Gin und rekonstruiert originalgetreu das Rezept. (Quelle: Made im Ländle) Weiterlesen

Finsbury Platinum London Dry Gin 47%

Finsbury Platinum London Dry Gin„Lass uns den Finsbury nehmen.“ – „Ja, wir müssen ja auch mal die üblichen billigen Gins probieren.“ – „Nein, den 47%igen, den brauch ich als Ansatz für den Mirabellen-Likör.“. Etwas zum Probieren haben wir trotzdem abgezweigt.

Geschichte

1740 wurde in London die Finsbury Distilling Company von Joseph Bishop gegründet. Bis 1993 war die Destillerie in Familienbesitz, dann wurde sie von der Borco-Marken-Import in Hamburg übernommen. Seitdem wird immer noch nach altem Rezept destilliert. Der Platinum wird 6fach in Kupferkesseln destilliert. Weiterlesen

Bleu D’Argent London Dry Gin

Bleu D'Argent London Dry GinAn den Bleu D’Argent London Dry Gin kamen wir eher durch Zufall. Er war billig in der Metro zu haben. Der Hintergedanke war recht einfach: Auch günstige Gins müssen für dieses Projekt probiert werden.

Geschichte

Hergestellt wird dieser Gin in Frankreich. Auf der Flasche ist als Hersteller GCF AT angegeben. Viel zu finden ist darüber nicht. Der Hersteller hat eine Internetseite, erstaunlicherweise für Franzosen sogar eine auf englisch, aber auch da ist nichts zu dem Gin zu finden. Im Grunde ist es ein großer Abfüller, zu dem auch Arthur Metz und J. P. Chenet gehört. Zu Produkten ausser Wein schweigt man allerdings. Auf der International Spirits Challenge diese Jahr haben sie immerhin eine Silbermedaille für den Gin erhalten. Bombay Sapphire hat auch nicht besser abgeschnitten. Weiterlesen

Mascaró Gin 9

Mascaró Gin 9Spanien kann Gin? Nun, das werden wir herausfinden. So ähnlich dachten wir auch, als wir vor dem recht umfangreichen Gin-Regal des CITTI-Marktes in Kiel standen. Schon alleine der Exotenfaktor führte dazu, dass der Mascaró Gin 9 hier im Hause landete.

Geschichte

Don Narciso Mascaró Marcé wurde 1894 in einer Weinhändlerfamilie geboren. Damit beginnt auch die Geschichte unseres Gins. Mehr oder weniger. 1946 begann er dann unter dem Markennamen Mascaró zu verkaufen. Unter seinen Produkten waren Cava, Brandy und Orangenlikör. Im Laufe der Zeit verbesserte das Unternehmen seine Fähigkeiten Destillate herzustellen. Daraus entstand dann auch dieser Gin. Hergestellt wird er in Vilafranca del Penedès, das 50 Kilometer von Barcelona entfernt liegt.

Botanicals und Alkohol

Alkohol aus katalonischem Weizen bildet die Grundlage für den Gin. Eine zweifache Destillation führt zu einem weichen Alkohol. Zum Aromatisieren werden Wacholderbeeren benutzt, die zu 100% aus Katalonien stammen. Leider ist auf der Website des Herstellers der Gin nicht zu finden. Nach verschiedenen Quellen zu urteilen stammen auch die restlichen Botanicals fast komplett aus den nahe gelegenen Bergen bei Vilafranca del Penedès. Neben dem Wacholder soll noch Koriander mit dabei sein. Andere berichten davon, dass dies der einzige Gin sei, der zu 100% aus Wacholder besteht und keine weiteren Botanicals zum aromatisieren benutzt. Nichts genaues weiss man nicht. In so weit sollten wir ihn einfach probieren.

Der Alkoholgehalt beträgt 40%.

Geruch und Geschmack

Dieser Gin riecht deutlich nach Zitrus. Dazu kommt eine würzige Note. Der Alkohol ist recht gefällig. Mit Eis ist der Geruch nach Wacholder ausgeprägter. Die Zitrusnote ist verschwunden, dafür drängen sich Kiefernnadeln durch.

Beim Geschmack ist der Wacholder sehr prägnant. Im Abgang kommt eine pfefferige Note hinzu, die überrascht. Auch eine ätherische Kräuternote, die an Rosmarin erinnert, ist zu schmecken. Mit Eis ist das Gefühl auf der Zunge leicht ölig. Der Wacholder ist noch deutlich zu schmecken, teilt sich aber auch hier, wie beim Geruch, die Zunge mit Kiefernnadeln. Im Abgang auch hier eine pfefferige Note.

Urteil

Wir sind wirklich überrascht. Dieser Gin schmeckt so vollkommen anders als die anderen. Er lädt geradezu ein, ihn pur zu trinken und immer wieder auf der Zunge hin und her fliessen zu lassen. Sowohl warm als auch mit Eis kann er uns überzeugen. Wir haben ihn noch mit Thomas Henry Tonic als Gin Tonic probiert. Leider geht der ausgeprägte Geschmack des Mascaró dann unter. Pur mögen wir diesen ungewöhnlichen Gin aber sehr.

Quelle

Mascaró Gin 9 ist z.B. erhältlich bei Amazon.

Tonic Monaco

Vom Hersteller Aqua Monaco kommt dieses Tonic, das wir zusammen mit dem Feel-Gin via Tastybox erstanden haben.

Geschichte

Ursprünglich vertrieb Aqua Monaco (nur) Mineralwasser „aus der Münchner Schotterebene“ – ein gut gefiltertes Schmelzwasser aus der letzten Eiszeit, das auch vielen Münchner Brauereien als Basis für ihr Bier dient.

Mittlerweile gibt es auch Tonic, Soda, Ginger Ale und Bitter Lemon aus dem Hause Aqua Monaco. Das Unternehmen mit Sitz in München ist noch recht neu auf dem sich gerade erst entwickelnden Markt für Bar-Mixer.

Was der Hersteller sagt:

Tonic Monaco ist ein Tonic Wasser mit herber Chininnote. Auf Basis des qualitativ hochwertigen Mineralwassers Aqua Monaco ist unter Zugabe bester Zutaten ein Tonic entstanden, das seinesgleichen sucht. Mit besonders viel Kohlensäure und feiner Perlage ist Tonic Monaco der ideale Begleiter für Mischgetränke, mit einer Scheibe Zitrone serviert aber auch wunderbar pur zu genießen. Weiterlesen

Feel! – Munich Dry Gin

Bei der Tasty Box gab es ein Paket mit einer Flasche Feel-Gin und vier Fläschchen Monaco Tonic. Wir haben zugeschlagen.

Geschichte

Korbinian Achternbusch, so lautet der Name hinter dem Gin. Ohne eine Ahnung von Gin musste er erst einmal lernen, was hinter diesem Getränk steckt und wie es hergestellt wird. Dann liess er sich von der Firma Müller eine 150-Liter-Destille bauen und kreierte über ein Jahr lang seinen eigenen Gin. Heraus kam feel!. Gerade mal 24 Jahre ist Achternbusch alt. Doch das hält ihn nicht auf,  einen ganz neuen Bio-Gin aus München auf den Markt zu bringen. Weiterlesen

Thomas Henry Tonic

Thomas Henry TonicGeschichte

Thomas Henry war ein englischer Apotheker und Chemiker. Neben einer ganze Menge anderen Projekten befasste er sich mit der Herstellung von Sodawasser. Das Versetzen von Wasser mit Kohlensäure hatte im 18. Jahrhundert einen praktischen Nutzen – das Trinkwasser sollte für die Marine konserviert und später wieder trinkbar gemacht werden.

Ungefähr zeitgleich mit Johann Jacob Schweppe, einem Deutschen, auf den Schweppes zurückzuführen ist, produzierte und vertrieb er Mineral- und Sodawasser in Manchester und auch London. Nach ihm haben die Produzenten dieses Tonic Waters mit Sitz in Berlin ihr Unternehmen und Produkt benannt.

Die Macher von Thomas Henry Tonic haben ihre Produkte gemeinsam mit und gezielt am Bedarf von Barkeepern entwickelt.

Was der Hersteller sagt:

Thomas Henry’s Tonic Water ist immer belebend und angenehm im Geschmack. Die typische Thomas Henry „Bitterness“ ist ausschlaggebend für die besonders erfrischende Wirkung. Thomas Henry’s Tonic Water schmeckt intensiv und erwachsen, der bestimmende Bestandteil ist das Extrakt aus der Chinarinde Chinin, das Thomas Henry’s Tonic Water seinen individuellen Charakter verleiht.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

In der Nase mit einem winzigen Hauch Zitrus versehen, liefert das Thomas Henry Tonic eine frische, mild-fruchtige Süße, mittelfeine Kohlensäure, deutliche Chinin-Bitternote und auch auf der Zunge im Abgang etwas Zitrus. Der Geruch erinnert mich entfernt an Sprite. Insgesamt ist das Thomas Henry ein sehr ausbalanciertes Tonic, das weder zu süß noch zu dry rüberkommt. Weiterlesen

Mayfair London Dry Gin

Mayfair London Dry GinWas am Mayfair London Dry Gin als erstes auffällt, ist die schicke Flasche in grün. Doch wenn man Informationen über den Hersteller sucht, sieht es eher mau aus.

Geschichte

Das Unternehmen, von dem der Mayfair London Dry Gin, aber auch ein Vodka und ein Rum kommt, nennt sich Mayfair Brands. Passenderweise sitzt man auch im gleichnamigen Stadtteil von London in der Grosvenor Street. Laut eigener Auskunft wird der Gin in einer der letzten Destillen in London hergestellt. Der Brennmeister bzw. dessen Familie sollen auf eine 300jährige Geschichte zurückblicken. Doch genauer wird man nicht, und ich werde skeptisch. Haben wir es hier wirklich mit Tradition zu tun? Oder ist da jemand auf den Zug mit Namen „Gin“ aufgesprungen wie bei den Berliner Brandstiftern?

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Tanqueray London Dry Gin 47,3%

TanquerayTanqueray London Dry ist ein Klassiker. So etwas möchten wir natürlich nicht auslassen. Hier haben wir die Tanqueray London Dry Version mit 47,3% vol. in der klassischen Flasche in Hydrantenform.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanquaray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

Auch in der Popkultur hat Tanqueray Einzug gefunden. So singen z. B. die Ramones im Song „Somebody Put Something in My Drink„: „Tanqueray and tonic’s my favorite drink, I don’t like anything colored pink, that just stinks… it’s not for me„. Auch The Notorious B.I.G. erwähnt den Gin im Song „Everyday Struggle“ mit den Zeilen: „baby on the way mad bills to pay, that’s why you drink Tanqueray; so you can reminisce and wish, you wasn’t livin so devilish…„. Doch damit hört es nicht auf.

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Gin Basil Smash

Die GQ ist schuld. Frau Foodfreak war ausser Haus, hinter dem Haus wucherte der Basilikum, und Gin war auch noch da. In der GQ entdeckte ich das Rezept und dachte mir, das wäre was für die Begrüßung.

Gin Basil Smash

Doch hinter dem Gin Basil Smash steckt mehr. Erfunden wurde der Cocktail hier in Hamburg. Der feine Herr Meyer, seines Zeichen Inhaber der Classic-Bar Le Lion in Hamburg, hat diesen Drink kreiert. Wer die ganze Geschichte hören möchte, dem sei die erste Folge des Podcastes Bildungstrinken empfohlen, in der Herr Meyer und Herr Bauer über den Gin Basil Smash reden. Weiterlesen