Nikka Coffey Gin

Die erste Flasche des Nikka Coffey Gin entdeckten wir schon im August 2017 auf einem Food-Pairing-Event von Nikka. Doch da ging es um Whiskey, und die Flasche – Bild unten – blieb verschlossen. Diverse Gerüchte rankten sich um das Erscheinungsdatum des Nikka Coffey Gin. Von September 2017 war die Rede, aber auch „erst 2018“. In Japan erschient er schon Ende Juni 2017. Doch wir konnten schon vor dem Marktstart eine Verkostungsprobe ergattern und waren sehr gespannt. Nun ist er endlich auch bei uns zu bekommen, und wir freuen uns, mit unserer Verkostung gleich dabei zu sein.

Geschichte

Die Geschichte um die Gründung von Nikka in den 1930ern möchte ich hier jetzt nicht detailliert aufführen. Sie kann bei Nikka direkt nachgelesen werden.

Botanicals und Alkohol

Der Nikka Coffey Gin enthält neben Wacholder noch Koriander, Angelikawurzel, Zitronen- und Orangenschale sowie typisch japanische Zutaten wie die Zitruspflanzen Yuzu, Amanatsu, Shīkuwāsā und Kabosu. Dazu kommt noch der japanische Sansho Pfeffer und Nikkas erstes Zugpferd, welches die Whisky-Produktion finanzierte, nämlich der Apfelsaft.

Der Basisalkohol basiert auf Mais und Gerstenmalz. Beide werden separat gebrannt und dann für die einzelnen Mazerationen eingesetzt, aus denen dann später der Nikka Gin geblendet wird.

Der Alkoholgehalt beträgt 47 % vol.

Geruch und Geschmack

Viel Zitrus, ganz viel Zitrus riechen wir. Das ist bei der Auswahl der verwendeten Botanicals kein Wunder. Dazu taucht der Wacholder als nadelig-grün auf. Leichte Aromen von Pfeffer sind ebenso im Hintergrund zu finden wie auch Koriander. Doch es dauert eine Weile, bis sie sich durch die Zitrusbombe durchsetzen können. Eis macht die Zitrusaromen noch deutlicher. Dazu wird der Gin im Eindruck trockener und erinnert an trockenes, staubiges Papier. Auch der Koriander ist hier zu finden.

Im Geschmack haben wir ebenfalls deutliche Zitrusaromen. Yuzu sticht hier hervor. Dazu gesellt sich der Eindruck einer exotischen Zitrone. Der Wacholder ist hier erneut grün und nadelig auszumachen. Interessanterweise wird mit Eis der Zitruseindruck schwächer. Dafür treten Wacholder und Koriander deutlicher hervor.

Urteil

Der erste Gin von Nikka ist gut gelungen. Ein solider Zitrus-Gin betritt hier die Bühne. Wir mögen ihn, doch auf Dauer könnte uns die Zitrusbombe zu stark sein.

Quelle

Erhältlich ist der Nikka Coffey Gin z.B. bei der Weinquelle. Die Flasche mit 0,7 Litern kostet etwa 50 Euro.

Disclaimer

Der Nikka Coffey Gin wurde uns von Borco unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud