Matchati

Passend zu Gin testen wir normalerweise Tonic. Mit Gurkenlimo hatten wir ja schon mal eine Ausnahme gemacht. Nun kam auch noch ein Matcha-Eistee dazu, der uns unter dem Namen Matchati als Mixer mit Gin ans Herz gelegt wurde.

Mit der Menge an Koffein, die sonst in einer Flasche Cola steckt, und den Kalorien eines halben Apfels soll es ein entspannter Muntermacher sein. Das mag durchaus sein, uns interessierte dann doch mehr die Einsatzfähigkeit als Mixer. Und so haben wir uns nicht nur hier, sondern auch im Langstreckensaufen-Podcast mit Matchati auseinandergesetzt.

Was der Hersteller sagt:

Japanischer Tee – das sind doch Tradition, Mythos und Teehaus, oder? Nix da! Das geht auch ganz anders: Café, Party, Club! Denn wir haben besten Grüntee aus Japan in einen Eistee verwandelt. Nicht bloß aufgebrüht, sondern fein gemahlen. So kommt das ganze Blatt mit allen Inhaltsstoffen in die Flasche. Fruchtig herb und super zum Mixen. Das ist Matchati, der Eistee mit Matcha aus Japan.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

Matchati riecht leicht erdig. Deutlich haben wir den Grüntee in der Nase, aber auch Zitrus. Allerdings empfinden wir den Geruch als etwas muffig. Der Geschmackstest enttarnt schnell einen Grünteeeistee mit deutlichem Zitruseinschlag. Wir hätten allerdings Kohlensäure erwartet, vor allem, da Matchati als Mixer angepriesen wird.

mit Gin – Orson’s

Der Gin riecht mit Zitrusnoten deutlich vor. Im Geschmack passt er ganz gut. Er schmeckt deutlich heraus ebenso der Grüntee und Koriander. Wir hatten überlegt, Jelly Shots damit zu machen.

mit Gin ‑ Pure

Deutlich erschnuppern wir Wacholder und grünen Nadelwald. Vom Geschmack würden wir diese Mischung aber eher als therapeutisches Fußbad einordnen. Grün, nadelig, moosig, Wald. Das wären die richtigen Worte dafür.

mit Gin – Jinzu

Gegenüber den anderen Gins riecht diese Mischung fast neutral. Etwas leicht süßlichen Grüntee schnuppern wir höchstens heraus. Im Geschmack haben wir eine herbe abgestandene Blümchenlimo.

mit Gin – Brooklyn

Mit dem Brooklyn Gin riecht der Matchati leicht metallisch. Etwas Trockenes wie getrocknetes Holz liegt noch darin. Der Geschmack ist angenehm. Anisiger Wacholder, Zitrus, etwas Gewürziges auf der Zungenspitze und den Hauch von etwas Melone haben wir im Mund.

mit Vodka – Dactari

Das es mit dem Gin nicht ganz so gut klappte, haben wir mal wieder mit Vodka probiert. Der Geruch erinnert eher an grüne Weintrauben und Grappa. Im Geschmack leichter Grüntee, etwas Zitrus und ein guter Tresterbrand. Ganz nett.

Urteil

Pur ist uns Matchati zu muffig. Sicher wäre es erfrischend, wenn es kalt und mit Kohlensäure aus der Flasche käme. Dann würde aber wohl das mit dem Matchapulver nicht mehr so gut klappen.

Machen wir uns einen Drink, so hat uns mit Gin am besten der Brooklyn und der Orsons gefallen. Doch so 100% konnten uns das nicht überzeugen. Der Hersteller empfiehlt O49 und Monkey 47. Wir hatten keinen da, um zu testen. Allerdings machte Matchati eine gute Figur mit dem Woody von Dactari.

Quelle

Bezugsquellen für Matchati haben wir noch nicht groß gefunden. Lediglich bei Gastro Sparfuchs wurden wir fündig. Auf der Seite des Herstellers gibt es bei Interesse nur die Möglichkeit einer eMail.

Disclaimer

Matchati wurde uns von Doyobi unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

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