Hands On Gin

David Gölles hatte es schon immer gestört, wenn ein Gin Unmengen an Botanicals enthielt, davon aber nur wenige zu schmecken waren. Daraus entwickelte er unter dem Motto „Weniger ist mehr“ den Hands On Gin. An einer Hand kann man die Inhaltsstoffe abzählen. Fünf Botanicals, oder Essentials, wie Gölles sagt, sind es, die den Hands On Gin ausmachen. Passend dazu auch der Spruch „No bullsh*t added“.

Fünf frische Zutaten, handwerklich in der Manufaktur verarbeitet, wanderten so in einer, wenn auch nicht bei Gin, klassischen Flaschenform zu uns. Uns erinnert sie eher an eine Portwein- oder Whiskey-Flasche. Das Etikett ist passend gestaltet und sagt alles aus, was man über den Gin wissen muss.

Wir finden das ganze nicht nur sehr gelungen, sondern auch überzeugend. Gehen wir nun dazu über, zu probieren und zu sehen, ob auch der Geschmack überzeugend ist.

Geschichte

Ende der 1950er Jahre legte Alois Gölles den Grundstein für die heutige Manufaktur. Als Landwirt mit Kühen, Schweinen und Hühnern begann er mit der Kultivierung von Apfelbäumen. Hinzu kamen später Johannisbeeren. Und das Ziel, Apfel-Balsamessig herzustellen. Acht Jahre wurde er im Eichenfass gelagert, 15 Jahre war er ohne Mitbewerber. Hinzu kam der Wunsch, weitere Obstsorten zu Essig zu vergären. 1979 kamen dann die Brennerei und damit auch die Obstbrände hinzu. In neuerer Zeit kam nicht nur ein Brexit-Whiskey dazu. Auch dieser Gin rundete das Produkt-Portfolio ab.

Botanicals und Alkohol

Fünf Botanicals machen diesen Gin aus. Diese sind Wacholder, Schwarze Johannisbeere (Ribisel), Zitronengras, Blattkoriander und Orangenschale.

Der Alkoholgehalt beträgt 46,5 % vol.

Geruch und Geschmack

Deutlich tritt der Wacholder im Geruch hervor. Dazu riechen wir dunkle Beeren. Weiter erscheint uns der Geruch etwas medizinisch. Trockene Kräuter, Heu und Leder ergänzen die Aromatik. Spannend. Eis stört den Wacholder nicht, und er ist weiter deutlich zu riechen. Doch jetzt denken wir eher an grüne Blätter von Sträuchern und an Zitrus.

Der Wacholder ist auch im Geschmack prägnant. Die Beeren können wir jetzt recht klar den schwarzen Johannisbeeren zuordnen. Der Gin liegt trocken auf der Zunge. Mit Eis bekommt er einen schmelzigen Eindruck. Die Aromen verwässern allerdings zu schnell. Dennoch finden wir Wacholder und Beeren.

Urteil

Klare und deutliche Aromen zeichnen den Hands On Gin von Gölles aus. Wir finden ihn sehr lecker und empfehlen, ihn zimmerwarm zu trinken.

Quelle

Erhältlich ist der Hands On Gin direkt bei Gölles im Online-Shop. Die Flasche mit 0,7 Liter Inhalt kostet etwa 35 Euro. Wer die Versandkosten scheut, kann in Deutschland auch bei Amazon schauen. Allerdings ist der Gesamtpreis dann auch nicht viel günstiger.

Disclaimer

Der Hands On Gin wurde uns von der Manufaktur Gölles unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud