Destille 2013 – Ein Rückblick

Destille 2013 – Craft Spirits Festival – und dann noch mit dem Special „Gin aus deutschsprachigen Ländern“? Der Tipp kam von fellow foodie und Spirituosenfreak Heimo Tscherne, und noch unterwegs in San Remo beschlossen wir kurzerhand: da wollen wir hin.. Was könnte für zwei Gin-Nerds passender sein?

So wagten wir uns für ein Wochenende in die Hauptstadt. Vom 21. bis 23. November fand das Ganze in der Markthalle Neun in Kreuzberg statt. Ein nahes Hotel war schnell gefunden, doch wir konnten erst ab dem 22.11. Somit verpassten wir die Eröffnungsparty. Donnerstag bis Samstag ist für Publikumsveranstaltungen denn auch eher ein ungewöhnlicher Zeitraum.

Am Freitag liessen wir uns mangels Tagesprogramm Zeit mit der Anreise, besuchten noch ein Museum, und machten uns erst am Abend auf den Weg zur Location. Schnell fanden wir heraus, was bzw. wo die angekündigte  Gin und Tonic-Bar war: Ein kleines Cafe aussen an der Markthalle wurde kurzerhand zur Bar umfunktioniert. Neben dem Gin Tonic gab es ein Tasting-Set mit drei Gins nach Wahl und einem Tonic für 8 Euro. Das ist durchaus fair. Allerdings war es in der Bar so voll und gedrängt, dass wir es vorzogen, draussen auf das moderierte Tasting zu warten.

Wir hatten vorab Tickets gekauft. Das moderierte Tasting kostete pro Person 25 Euro:

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Destille 2013

Die Uhrzeit näherte sich 20 Uhr, und die Bar wurde nicht leerer. Wir suchten den Ort, an dem das Tasting stattfinden sollte. Eine Beschilderung gab es nicht, von der Organisation war auch niemand zu sehen. Wir fühlten uns etwas irritiert. Vor der Bar trafen wir dann weitere Teilnehmer, die sich ebenso ratlos umsahen. Und ganz plötzlich, es war gerade 20 Uhr geworden, leerte sich die Bar wie von Geisterhand. Wir gingen hinein, und nach einer Begrüßung ging es los.

Atalay Aktas machte einen hervorragenden Job. Er begann zu erzählen, stellte die Gins vor, mixte und erzählte wieder. Und es machte Spaß, ihm zuzuhören. Zum Verlauf des Tastings möchte ich einfach unsere Tweets von damals hier einfügen:

Nach zwei Stunden Gin-Vergnügen waren wir leicht angetüdelt. Fröhlich gingen wir zum Hotel zurück und freuten uns über diese gelungene Veranstaltung für die sich der Ausflug nach Berlin auf jeden Fall gelohnt hat.

Am nächsten Tag wollten wir uns noch den Craft Spirits Markt ansehen. Nach einem kleinen Touri-Programm mit Frühstück und Besuch des Potsdamer Platzes machten wir uns wieder auf den Weg in die Markthalle Neun. Hier waren wir dann doch etwas enttäuscht. Während das normale Marktprogramm lief, hatte man im Mittelgang eine Reihe Tische hineingequetscht, an denen die verschiedenen Hersteller ihre Produkte feil boten. Alles war eng, gedrängt, und wenn ein Interessent vor einem Stand stehen blieb, hatte der zweite bereits keine Chance mehr. Zeit – geschweige denn Platz – für ein kleines Gespräch war nicht. Aussen herum huschten noch die Anwohner, die den regulären Markt besuchten, der – es war Samstag – sehr gut besucht war.

Eine so spezielle Veranstaltung wie ein Craft Spirits Markt, bei dem man auch mal fachsimpeln oder zumindest mal ein kleines Gespräch führen will, hätte da eine bessere Location verdient (besser im Sinne von: besser für den Zweck / den Austausch geeignet). Die Idee der Veranstaltung war gut, und das Tasting am Vorabend sehr schön, doch die Gesamtausführung liess zu wünschen übrig. Leider.

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