Archiv der Kategorie: Cocktails

Mojito Gin Tonic

Ich frage mich, ob der Mojito ein Klassiker ist. Oder ob es eine Zeit lang einfach nur ein Trend-Getränk war, das immer mal wieder in einer Welle aufschwappte. Die Antwort liegt wohl sehr im Auge des Betrachters. Er soll, wie wohl so einiges hochprozentiges, ein Lieblingsgetränk von Hemingway gewesen sein. Auf der anderen Seite wird er wohl auch gerne auf Partys mit minderwertigen Zutaten ähnlich einem „Caipi“ im Plastikbecher verramscht.

Aus unserer Sicht ist ein guter Mojito mit qualitativ hochwertigen Zutaten einfach ein leckerer Drink. Im Original wird er mit Rum und Sodawasser hergestellt:

  • 5cl Rum (bitte mindestens 3jährigen Havanna und nicht das billige helle Zeugs)
  • 2cl Limettensaft
  • 2 Barlöffel feiner weißer Rohrzuckerucker
  • ca. 15 Minzblätter
  • etwas Soda

Doch wir mögen auch gerne einen Twist, also eine Abwandlung des ganzen. Schön lässt sich dies auch mit einem Gin gestalten, wenn der Gin um Geschmacksprofil passt. Wir haben dazu den leicht minzigen Wint & Lila genommen, der sich praktisch aufdrängte. Unter anderem, weil wir schon ein mal einen ähnlichen Drink in einer Gaststätte tranken.

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Cold Brew Tonic

Zu unserer Beschäftigung mit Gin gehört auch das Thema Tonic Water. Doch man kann Tonic auch ohne Gin trinken. Mit Kaffee zum Beispiel.

Cold Brew Tonic

Kaffee machen, Tonic ins Glas, Kaffee drüber. Klingt doch ganz einfach, oder? Doch so leicht ist es nicht. Den Kaffee macht Ihr nicht mal so eben. Wir nehmen etwa 100 Gramm gemahlenen Kaffee auf einen Liter kaltes Wasser. Das bleibt dann 12 bis 24 Stunden stehen. Danach wird es durch einen Kaffeefilter laufen gelassen. Das kann man mit einem normalen Papierfilter machen, oder einen coolen Cold Dripper wie den Dripster nehmen.

Unserer Angaben sind hier mit Absicht so schwammig. Kaffee wird abhängig von der Pulvermenge und der Ziehzeit unterschiedlich stark und aromatisch. Vieles hängt auch von der Kaffeesorte ab. Wir haben auch schon einen guten Cold Brew mit 35 Gramm Kaffee auf einen Liter gemacht. Um so konzentrierter er ist, um so eher wird er später auch mit Wasser verdünnt. Eine richtige Empfehlung lässt sich hier nicht geben. Beim letzten Versuch mit einer Kaffeesorte mit viel Säure war das Ergebnis nicht so schön. Hier hilft also nur Probieren.

Wie machen wir nun unseren Drink daraus? Wir nehmen:

  • 1 Glas
  • Eiswürfel
  • 1 Teil Cold Brew Kaffee
  • 3 Teile Tonic Water

Fertig ist das erfrischende Sommer-Getränk. Wir hätten erst nicht erwartet, dass die bittere Limonade zu Kaffee passt, doch wir haben ein neues Lieblingsgetränk gefunden. Sicher müsst Ihr erst mal probieren, bis Ihr die für Euch richtige Mischung habt.

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Passion Fruit Gin Cocktail

Von unserem Passionfruit Jack hatten wir noch etwas Passionsfrucht-Püree über. Die kleine Menge bot sich direkt für einen weiteren Cocktail an. Gleich vorweg, es gibt leider kein Bild davon. Lecker war er aber trotzdem.

Bevor wir mit dem Rezept beginnen, ist etwas Vorarbeit nötig. Wir hatten noch einen Rest Ginhead über, in dem wir dicke schwarze Süßkirschen eingelegt hatten. Diesen haben wir für den Cocktail benutzt. Zum Nachbauen solltet Ihr also entweder rechtzeitig Kirschen in Gin einlegen oder versuchen, wie es mit Maraschino schmeckt.

Für unseren Passion Fruit Gin Cocktail haben wir benutzt:

Wir haben alles direkt im Glas mit einem großen Eiswürfel gerührt. Ein Tumbler bietet sich an.

Der Orsons Gin, den wir benutzt haben, ist recht zitruslastig aber doch geradlinig. Es sollte also auch gut mit einem Bombay Sapphire, einem Beefeater 24 oder einem Tanqueray Ten funktionieren.

Der Cocktail schmeckt deutlich nach Maracuja, der Gin kommt aber prägnant genug heraus, um die Passions-Frucht-Dröhnung nicht zu einseitig werden zu lassen. Wir haben erst ohne die Bitters probiert, doch mit wird der Cocktail zu einem komplexen tropisch-fruchtigen Getränk. Sehr lecker.

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Passionfruit Jack

Ein Rezept von Serious Eats hat uns inspiriert. Der dortige Cocktail wird mit frischer Passionsfrucht, also Maracuja, hergestellt. Da wir sowieso gerade für einen anderen Zweck eine Packung Passionsfrucht-Püree (90% Frucht, 10% Rohrohrzucker) im Hause hatten, haben wir uns an den Passionfruit Mint Cocktail angelehnt und unseren Passionfruit Jack daraus gemacht.

Wir nehmen

Die Minzeblätter werden im Shaker mit dem Passionsfruchtpüree gemuddelt. Dann kommt der Gin und der Agavensirup hinzu und es wird mit Eis geshaked. Mit dem Strainer in ein Glas mit einem großen Eiswürfel abseihen.

Das Passionsfruchtaroma ist sehr stark, aber erfrischend. Die Minze passt bestens dazu, und der kräftige Juniper Jack Gin, den wir spontan auch als Namensgeber auserkoren haben, eignet sich bestens. Was sicher nicht passt, ist ein Old Tom oder ein milder Gin. Diese können sich nicht durchsetzen oder machen den Cocktail zu süß.

Wir wünschen viel Spass mit unserem Passionfruit Jack

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Lady Q

Der Frühling zeigt sich, die ersten warmen Tage hatten sogar schon Temperaturen, die an Sommer erinnern. Was bietet sich da mehr an, als ein erfrischender Gin-Cocktail auf der Terrasse oder dem Balkon?

Kai Pinn und André Bohm von der Highlight Bar im Hotel Vier Jahreszeiten Lübeck haben sich wohl etwas ähnliches gedacht, als sie den „Lady Q“ kreierten.

Wir haben es uns nicht nehmen lassen, den Cocktail mit dem empfohlenen Gin, nämlich 5continents Hamburg Dry Gin der Feingeisterei auf Gut Basthorst, zuzubereiten. So erfrischend und lecker der Lady Q ist, wir waren begeistert, müssen wir allerdings eine Warnung aussprechen. Wer zu viel davon trinkt, wird sich irgendwann wundern, denn der Gin passt sich so gut dem Cocktail an, dass man vom Alkohol nicht mehr viel merkt.

Hier das Rezept für diesen leckeren Cocktail, den es sicher diesen Sommer öfters auf unserer Terrasse geben wird. Weiterlesen

Suffering Bastard

Die Geschichte dieses Cocktails geht in die 1940er zurück. In der Long Bar im Shepheard Hotel in Cairo war Joe Scialom Barkeeper (bar steward). 1947, so Esquire, brauchte er eine Kur gegen einen Kater. Und so mischte er sich einen Suffering Bar Steward der später abgekürzt (oder vermurkst) als Suffering Bastard auf den Barkarten der Welt landete.

Suffering Bastard
Unsere Version ist leider nicht so hübsch, wie sie in einer Bar wäre Trotzdem haben wir einen leckeren Cocktail heraus bekommen, den wir gerne wieder trinken. Ein klassischer Gin und ein guter Bourbon passen sehr gut zum Ginger Ale.
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Martinez

Jerry Thomas war ein umtriebiger Bartender aus den USA. Er war wirklich viel unterwegs. Ein mal tourte er sogar durch Europa. Heute klingt das eher nach nichts besonderen, doch wir reden von einem Mann, der 1830 geboren wurde. Während seiner Zeit im Occidental Hotel in San Francisco verdiente er mehr als 100 Dollar. Das war mehr, als der Vize-Präsident der Vereinigten Staaten. So beliebt er damals war und so gut sein Ruf war, blieb doch nicht viel, was seinem Namen in die heutige Zeit half. Lediglich Bar-Insider dürften ihn noch kennen.

Was allerdings heute noch von ihm zu finden ist, ist sein Buch, dass er 1862 veröffentlichte. Unter dem Titel Jerry Thomas‘ Bartenders Guide: How To Mix Drinks finden sich klassische Drinks. Darunter auch der Martinez Cocktail, den wir nach einer Ausgabe vom Jahr 1887 adaptiert haben.

So ein Martinez erinnert stark an einen Martini. Dieser wir klassischer weise auch aus Gin und Wermut gemixt. Hier kamen dann noch Maraschino und Bitters hinzu.

Im Original-Rezept von Jerry Thomas waren folgende Angaben:

  • Take 1 dash of Boker’s bitters.
  • 2 dashes of Maraschino.
  • 1 pony of Old Tom gin.
  • 1 wine-glass of Vermouth.
  • 2 small lumps of ice.
  • Shake up thoroughly, and strain into a large cocktail glass. Put a quarter of a slice of lemon in the glass, and serve. If the guest prefers it very sweet, add two dashes of gum syrup.

Die Angaben mögen komisch erscheinen. Ein Pony entspricht etwa 3 cl, ein Wine-Glass etwa 12 cl. Aber wie geschrieben, wir haben das adaptiert und feine Zutaten benutzt.

Wir hatten mit diesem Rezept einen sehr leckeren Cocktail. Lediglich der nicht so gute Ciemme Maraschino schmeckte leicht künstlich vor.

Ziegler Cherry Martini

Nach der Verkostung des Gins von Ziegler dachten wir bei den Anwendungsmöglichkeiten sofort an einen Martini. Zuerst versuchten wir eine Mischung mit 4 Teilen Ziegler Gin und 1 Teil Noilly Prat. Doch so ging der Gin unter.

Wir erhöhten die Gin-Menge und gingen zu 5:1 über. So passte es schon besser, aber etwas fehlte noch. Die Eingebung brachte ein kleines Marmeladen-Glas im Barschrank. In diesem fanden sich im Sommer in Ginhead eingelegte Kirschen.

Ziegler Cherry Martini

Wir verfeinerten den einfachen Martini, indem wir noch etwa 1 cl vom Kirsch-Gin aus dem Glas hinzufügten und zusätzlich eine der Kirschen am Stäbchen als Oliven-Ersatz nahmen.

Heraus kam ein ein schöner, trockener Martini mit leichten Kirsch-Aromen. Und für uns der Ziegler Cherry Martini.

Cucumber and Ginger Splash

Einen erfrischenden Cocktail mit Gin kann man erstaunlicherweise mit Gurken und Ingwer machen. Wir haben dieses Rezept irgendwo im Internet gefunden und für uns leicht angepasst.

Cucumber and Ginger Splash
Einen klassischen Gin Sour haben wir hier, der um Gurkensaft ergänzt wurde. Gurke und Ingwer geht sowieso gut. Wir wünschen mit diesem Cocktail einen schönen Abend auf der Terrasse.
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Roundhouse Negroni

Wir beschäftigen uns immer noch mit dem Negroni. Er scheint uns nicht los zu lassen. Unter anderem liegt das daran, dass es sicher viele Verwendungsmöglichkeiten mit Campari und Gin gibt, wir sie aber noch nicht gefunden haben. Zum anderen hatten wir eine spannende Kombination, die wir ausprobieren wollten.

Roundhouse Negroni

Wir haben 2 cl von unseren Roundhouse Imperial Barrel Aged Gin genommen, der ein deutlich anderes Geschmacksprofil mit seinen Bourbon- und Rumähnlichen Noten hat. Mangels rotem Wermut im Hause haben wir den klassischen Negroni-Bestandteil durch 1 cl Noilly Prat und 1 cl Rohrzuchersirup ersetzt. Dazu kamen dann wieder 2 cl Campari.

Das schmeckte auf Eis schon richtig gut. Der Roundhouse Gin schmeckt deutlich heraus. Die Bitterkeit des Campari überbügelt nicht alles, sondern passt sich an. Und der aufgesüßte Wermut fügt sich bestens ein. Ein schöner Drink, wie wir finden, wäre da nicht das Beschaffungsproblem des Gins. Wir können ihn uns aber auch mit einem Bourbon oder einem rauchigem Rum vorstellen.

Auf dem Bild ist die leichtere Variante als Fizz zu sehen. Dazu haben wir einfach mit Soda aufgefüllt. Somit eignet der Roundhouse Negroni sich bestens als Aperitif oder als Sundowner.