Broker’s London Dry Gin 47%

Broker's London Dry GinEines morgens standen wir im Laden der Weinquelle Lühmann. Die Auswahl hier ist riesig, selbst auf Gin beschränkt gibt es unzählige Sorten. Wir konnten uns nicht so recht entscheiden, also fragten wir den Verkäufer mit dem Hinweis, dass wir Blue Gin mögen, was er uns empfehlen würde. Spontan griff er eine Flasche Broker’s London Dry Gin mit „die haben wir gerade im Angebot“. Somit landete die Flasche mit dem Hut, nicht zu verwechseln mit der mit dem Sombrero, im Einkaufskorb.

Geschichte

Mit Broker’s haben wir mal wieder einen Gin vor uns bei dem Neu auf Alt trifft. Erst Ende der 1990er gründeten Martin und Andy Dawson ihre Destille. Sie stellen kleine Mengen in der 200 Jahre alten Destille in der Nähe von Birmingham her. Da Gin historisch gesehen ein englisches Getränk ist, hat jede Flasche einen kleinen Bowler als Hut auf dem Verschluss, so wie ihn auch jeder Aktienhändler damals in London getragen hat. Somit erklärt sich auch der Name, Broker’s.

Botanicals und Alkohol

Broker’s London Dry Gin gibt es in 40% und 47% vol. Wir haben die 47%ige Version hier. Der Basisalkohol wird vier mal in einer Kupferdestille destilliert. Als Basis dient englischer Weizen. In der Basis werden zehn Botanicals für 24 Stunden eingeweicht, um dann im fünften und letzten Destilliervorgang zum Endprodukt verarbeitet zu werden.

Die enthaltenen Botanicals sind Wacholderbeeren aus Mazedonien, Koriandersamen aus Bulgarien, Iris Germanica aus Italien, Muskatnuss aus Indien, Zimtrinde (Cassia) aus Indonesien, Zimtrinde von den Seychellen, Süssholz aus Italien, Orangen- und Zitronenschale aus Spanien und Angelikawurzel aus Polen.

Geruch und Geschmack

Wie bei vielen Gins ist auch hier der Geruch nach Wacholder deutlich in der Nase zu spüren. Zudem kommen noch leichte Noten von Zitrusfrüchten und ein minimal beißender Alkoholgeruch sowie ein Fitzelchen Zimt dazu. Mit Eis ist der Wacholderton deutlich zurückgenommen und der Zitronengeruch tritt stärker hervor.

Das Aroma ist sehr komplex und erinnert an eine Gewürzmischung. Genau auseinander halten können wir es nicht, jedoch finde ich, dass die Muskatnuss leicht hervor schmeckt – so ähnlich wie etwas zu viel im Kartoffelpüree. Dagegen schmecken wir kaum den Wacholder heraus. Auch der Geschmack wird mit Eis zitrusiger. Für mich schmeckt er beinahe wie ein Orangen- oder Zitronenlikör.

Urteil

Broker’s ist ein deutlicher Kontrast zu Blue Gin. Wo der Blue gradlinig die Aromen herausballert, ist Broker’s  komplex und zurückgenommen. Broker’s ist sicher kein schlechter Gin. Er schmeckt rund und ausgewogen. Dennoch mögen wir den Blue Gin von Reisetbauer oder den Beefeater 24 mit ihren etwas plakativeren Aromen lieber.

Quelle

Broker’s London Dry Gin ist z.B. erhältlich bei Amazon oder lokal bei uns bei der Weinquelle.

Woanders

Disclaimer

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3 Comments

  1. Ich habe ihn neulich auf einem Gin-Tasting probiert und gestern bei Amazon zugeschlagen, als cyberweek war.
    Als straighter GinTo mit Schweppes (es braucht kein anderes Tonic), ist der Broker echt lecker.
    Ich finde ihn sehr ehrlich.

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