Alle Beiträge von Torsten

Kraftwert3 Gin Fleur Fassstärke 60%

Einen Hamburger Gin dürfen wir natürlich nicht auslassen. Deswegen sagten wir auch nicht nein, als wir von Christian Kretschmar gefragt wurden, ob wir seine Kreation gerne probieren möchten.

Auch eine zweite Flasche mit der Sorte „Fassstärke“ mit 60% war mit im Karton.

Geschichte

2010 entstand die Produktidee in seiner Wahlheimatstadt Hamburg, sagt Christian Kretschmar, der Kopf hinter kraftwert3.  Mit einem befreundeten Brennmeister aus Rheinland-Pfalz fertigt er seit 2012 den Gin Fleur. Inzwischen kommt der Gin komplett aus Speyer, dem Ort, an dem er auch gebrannt wird. Weiterlesen

Kraftwert3 Gin Fleur Feinschmecker 37,5%

Kraftwert3 Gin Fleur Feinschmecker 37,5%Einen Hamburger Gin dürfen wir natürlich nicht auslassen. Deswegen sagten wir auch nicht nein, als wir von Christian Kretschmar gefragt wurden, ob wir seine Kreation gerne probieren würden.

Geschichte

2010 entstand die Produktidee in seiner Wahlheimatstadt Hamburg, sagt Christian Kretschmar, der Kopf hinter kraftwert3.  Mit einem befreundeten Brennmeister aus Rheinland-Pfalz fertigt er seit 2012 den Gin Fleur. Inzwischen kommt der Gin komplett aus Speyer, dem Ort, an dem er auch gebrannt wird. Weiterlesen

The Book of Gin – Richard Barnett

The Book of GinIch habe hier ein Buch gleich in zwei Ausfertigungen liegen. Zum einen „The Book of Gin“ von Richard Barnett, zum anderen „The Dedalus Book of Gin“ von Richard Barnett.

Dass beide vom Inhalt her identisch sind, sieht man ihnen erst mal nicht an. Die Cover sind total unterschiedlich, ebenso die Texte auf der Rückseite. Allerdings solltet Ihr Euch eines der beiden ansehen.

Das Buch, ich nenne es jetzt mal so, da beide für mich eins sind, behandelt so ziemlich die gesamte Geschichte des Gins. Es beginnt in den frühen Jahren der Alkoholproduktion und geht dann recht genau die Geschichte bis zum 20. Jahrhundert durch. Dabei schreibt Richard Barnett sehr wortgewandt und in bildhafter Sprache.

Einen großen Abschnitt widmet er dem Gin Craze, der Gin-Krise, die Großbritannien im 18 Jahrhundert gar nicht gut bekam. Auch die industrielle Revolution und deren Bedeutung für die Gin-Herstellung werden erwähnt. Richard Barnett lässt auch die Entdeckung des Chinins und dessen Entwicklung nicht aus.

In einem Extra-Abschnitt werden noch einmal historische Texte, die mit Gin in Verbindung stehen, nachgedruckt ,und zum Abschluss gibt es noch eine Bewertung mit Verkostungsnotizen zu ein paar Gin-Sorten.

Schön geschrieben und informativ ist „The Book of Gin“ ein Muss für alle Gin-Nerds.

Destillatio – Destillen & Destillieren – Kai Möller

DestillatioGleich vorweg, wenn Euch nur Gin interessiert, das Buch ist nichts für Euch.

Traditionelles Destillieren, klingt das nicht spannend? Nun, dachte ich mir, sicher könnte dieses Thema auch für uns Gin-Trinker interessant sein. Deswegen habe ich mir das Buch „Destillatio“ von Kai Möller vorgenommen und war überrascht.

Zum einen, dass nicht öfters Eigenwerbung im Buch auftaucht. Zum anderen, dass öfters als gedacht der Inhalt in das mythische abdriftet. Wirklich, ich war überrascht. Ich hätte erwartet, dass dieses Buch nur eine knallharte Werbenummer des Autors ist, der selbst einen Online-Shop mit Destillen betreibt.

Statt dessen erklärt er so ziemlich alles, was es über das Destillieren gibt. Zwar nur oberflächlich, aber dennoch ist vieles drin. Sogar die Herstellung von Kraftstoffen wird umrissen. Neben der Geschichte des Destillierens geht es um die verschiedenen Destille- und Alkohol-Arten. Dazu kommen ätherische Öle und abgerundet wird mit Alchemie.

Im Grunde könnte man das Buch als gute Einführung in das Destillieren betrachten. Doch dann die Widersprüche: Frisches Quellwasser und traditionelles Destillieren, gepaart mit „nahezu echtem Rum“ aus Aromen. Zuerst braucht man kein Thermometer, dann werden Temperaturen angegeben, die das Thermometer anzeigt. Das passt alles irgendwie nicht.

Meine Meinung zu diesem Buch: Man braucht es nicht. Das meiste lässt sich verständlicher in der Wikipedia nachlesen. Und für den Rest ist sicher auch schnell eine Website gefunden. Für das Werk sollen 16,90 Euro fällig sein. Das ist einfach zu viel für ein so Allgemein gehaltenes Buch ohne großen Mehrwert.

Damit möchte ich das Buch nicht schlecht machen. Selbst mir als Anfänger auf diesen Gebiet bietet es nur einen geringen Nutzwert. Sicher kann es einen groben Überblick über den Themenbereich geben, doch ich würde zu einem Werk raten, das mehr ins Detail geht.

Blackwood’s Vintage Dry Gin 60% 2012

Blackwood's Vintage Dry Gin 60%Einen ungewöhnlichen Gin erhielten wir von einer guten Freundin. Ungewöhnlich ist die Stärke mit 60% und die Jahrgangsangabe. Jahrgangs-Gins haben wir noch nicht viele gesehen.

Geschichte

Das Unternehmen selbst hat wenig Tradition. Gegründet wurde es 2002, um die erste Scotch Whisky Destille auf den Shetlands zu werden. Gehalten haben sie sich bis 2008. Doch ein neues Unternehmen, Catfirth, hat das Unternehmen weitergeführt, woraufhin im Oktober 2013 dann unter anderem dieser Gin auf den Markt kam.

22.000 Flaschen werden jährlich vom Blackwood’s Vintage Dry Gin 60% hergestellt. Das entspricht der Einwohnerzahl der Shetlands, der Herkunft dieses Gins. Auch die 60% des Alkoholgehalts haben einen Hintergrund. Die Destille liegt etwa auf 60° Nord. Destilliert wird in einer traditionellen Kupferdestille.

Botanicals und Alkohol

Vier der verwendeten Botanicals kommen von den Shetlands. Ein Klick auf den Link lohnt sich, die Übersichtsseite ist sehr schön gemacht. Insgesamt sind in der 2012er Version folgende Botanicals enthalten: wilde Wasserminze, Muskatnuß, Wacholderbeeren von Kleinbauern auf den Shetlands geerntet, Süßholz, Lilienwurzeln, Koriander, Zimt, Veilchenblüten, Strand-Grasnelke (sea pink) und Gelbwurz.

Der Alkoholgehalt beträgt 60 % vol.
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Q Tonic

Q TonicWie auch den Nevada Gin haben wir das Q Tonic bei Wholefoods in Las Vegas erworben. Wir haben es, schon weil wir nicht viel Glas im Fluggepäck transportieren wollten, auch direkt dort verkostet.

Geschichte

Alles begann 2003 in einer warmen Nacht in Brooklyn. Bei Gin und Tonic stellte Jordan Silbert, der Gründer von Q Tonic, fest, dass in dem von ihm verwendeten Tonic nichts anderes, abgesehen von Aromen, drin ist, als in Sprite. Und eben so viel High Fructose Corn Syrup (Glukose-Fructose-Sirup). In seinem Kopf setzte sich die Idee fest, ein eigenes, besseres Tonic herzustellen.

2004, ermutigt von seinem Professor an der Universität, stellte er dann einen Business Plan auf und ein neues Tonic wurde geboren. Was 2006 mit weniger als 500 Verpackungen begann, stieg bis 2010 auf 65.000. Heute ist Q Tonic nicht nur in komplett USA sondern auch in Australien erhältlich. Bei uns habe ich es leider noch nicht gesehen.

Was der Hersteller sagt:

Q Tonic tastes clean and crisp, as tonic water was intended, with a quick sharpness and a gently rounded sweetness. The bottle is perfectly proportioned for one proper drink.

Die Zutatenliste gibt es dann auch noch:

purified water, organic agave (for sweetening), Peruvian quinine, Lemon juice extract, natural flavors

Kein Zucker, kein High Fructose Corn Syrup. Das ist das Konzept hinter Q Tonic.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

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Fentimans Tonic Water

Fentimans Tonic Water

Im lokalen Edeka tauchte plötzlich Fentimans auf. Sofort wanderte es in den Einkaufswagen. Eine nähere Quelle hätten wir sowieso nicht auftreiben können, und bevor die guten Sachen wieder aus dem Programm genommen werden…

Geschichte

1905 begann Thomas Fentiman mit der Herstellung von Ginger Beer. Verkauft wurde es in kleinen Läden. Doch als die Supermärkte in Großbritannien zu ihrem Siegeszug ansetzten und die Läden Probleme bekamen, ging es Mitte der 1960er abwärts.

Eldon Robson, der Ur-Enkel von Thomas Fentiman, startete 1988 erneut mit dem Unternehmen und brachte die Marke wieder auf den Markt.

Was der Hersteller sagt:

An organic grain base, milled quinine bark and lemongrass are brought together to create a natural tonic water that is distinctly zesty and brewed to perfection. There is a sharpness derived from the bitter, woody aromas of quinine bark, mixed with a light dose of cane sugar.

Die Zutatenliste gibt es dann auch noch:

Carbonated Water, Sugar, Citric Acid, Natural Flavouring, Quinine, Herbal Infusions (Juniper Berry, Kaffir Lime Leaf)

Spannend ist die Zusammenstellung aus Kaffirlimette und Wacholder. Das kommt uns für ein Tonic ungewöhnlich vor, und das macht Fentimans wohl auch so besonders.

Der Geschmack

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Nordisch Gin

Dieser Gin stammt aus unserem lokalen Edeka. Ob er da dauerhaft im Angebot sein wird, können wir natürlich nicht sagen. Soweit wir gelesen haben, hat der Hersteller noch Großes vor.

Geschichte

Der Hersteller, Gastro Creativ aus Norderstedt, war uns bisher in diesem Markt nicht bekannt. Das könnte daran liegen, dass der Nordisch Gin ganz neu auf dem Markt ist. Thomas Nordmeier, der seit August 2013 den Nordisch Vodka und seit Februar den Gin herstellt, sagt, der Nordisch Gin stamme aus einem 140 Jahre alten Familienrezept, nach dem der Großvater schon zu Anfang der 1900er destilliert habe. Das Etikett mit der Hamburger Skyline soll an die Heimat dieses Gins erinnern. Weiterlesen

Trader Joe’s Jail House Gin

Trader Joe's Jail House GinUnseren ersten Trader Joe’s fanden wir in Henderson bei Las Vegas. Dort war es auch, als wir uns dachten, lass uns mal nach Gin suchen, den es bei uns nicht gibt. Als wir dann noch sahen, dass die Hausmarke aus dem nahen San Francisco kommt, mussten wir ihn mitnehmen. Hier in Deutschland hätten wir diesen Gin sowieso nicht bekommen. Und somit war die Ausrede für den Einkauf perfekt. Am Ende mussten wir nur noch beten, dass er die Reise im Fluggepäck übersteht.

Geschichte

Die Geschichte eines Supermarkt-Gins zu erzählen ist schwer. Um so schwerer wird es, wenn man nicht viel darüber heraus bekommt. Hergestellt wird der Gin von Treasure Island Brands in San Francisco. Mehr als eine Adresse aus Google herauszukitzeln ist schon eine große Herausforderung. Die Destille scheint in einem ehemaligen Navy-Gefängnis auf Treasure Island zu stehen.

Botanicals und Alkohol

Auf jeden Fall ist Wacholder in diesem Gin drin. Dazu kommen wohl noch, als Quelle habe ich auch nur eine Website, auf der der Gin getestet wurde, Iris germanica, Rosenblätter, Orangenschale und Gurke. Destilliert wird der Gin fünf mal.

Der Alkoholgehalt beträgt 44 % vol. Weiterlesen

Las Vegas Distillery Nevada Gin

Für unseren Urlaub in den USA hatten wir geplant, in Las Vegas die Destille zu besichtigen. Leider hat das nicht geklappt, da wir am Wochenende da waren. Allerdings haben wir in dem großen WholeFoods-Supermarkt am Las Vegas Boulevard, direkt südlich des Strips, eine Flasche des begehrten Gins erhalten. Für die Besichtigung der Destille müssen wir dann wohl auf den nächsten USA-Urlaub sparen.

Geschichte

Direkt in Las Vegas ist die Destille gar nicht zu finden. Sie liegt in Henderson, direkt daneben und inzwischen so mit Las Vegas verwachsen, dass es wie eine einzige Stadt wirkt. Gegründet wurde die Destille 2010, der erste Brand wurde am 01. April 2011 hergestellt. Das klingt recht neu, dennoch ist die Las Vegas Distillery die erste kommerzielle Destille in Nevada. Um legal arbeiten zu können, hat einer der Inhaber einen Gesetzentwurf geschrieben. Dieser wurde dann 2013 auch vom Gouverneur unterzeichnet und schaffte somit die Basis für die dazugehörige Industrie in Nevada.

Der Gin des Hauses wird aus dem hauseigenen Vodka, welcher auf Weizenschnaps beruht, hergestellt. Besonders erwähnenswert ist noch die Herkunft der Zutaten. Der Wacholder kommt aus Spring Mountain, was nur etwa 30 Kilometer von der Destille entfernt ist. Es ist einfacher Gemeiner Wacholder, der in dieser Gegend allerdings recht ungewöhnlich ist. Die Minze kommt von den McClintick Farms in Orodava, Nevada. Und die „Blätter“ des Feigenkaktus werden in der Wüste rund um Las Vegas gesammelt. Alles in allem also ein lokales Produkt.

Botanicals und Alkohol

Dafür sind hier die Quellen recht mager. Wie schon erwähnt haben wir Wacholder, Minze und Feigenkaktus. Weiteres war nicht zu erfahren.

Der Alkoholgehalt beträgt 45 % vol. Weiterlesen