Alle Beiträge von Torsten

Geranium 55° Overproof Premium London Dry Gin

Geranium 55°55% Alkohol, das soll die perfekte Alkoholstärke sein, um die Botanicals bestens zu betonen. Ob das nun der Hauptgrund für die 55% bei diesem Gin ist, wissen wir nicht, denn Kopenhagen, die Heimatstadt von Henrik Hammer, liegt auch auf dem 55. Breitengrad. Wir schätzen, das ist eher der Grund, wie bei Blackwood’s, bei dem die 60% ebenso vom Breitengrad herrühren.

Geschichte

2014 feierte Hammer & Son den 5. Geburtstag von Geranium Gin. Zu dessen Ehre ist in diesem Jahr der Geranium 55° auf den Markt gekommen. Hergestellt wird er in „Constance“, einer 100 Jahre alten Kupferdestille vom Meisterdestillateur Rob von Langley Distillers, die eine seit 200 Jahre familiengeführte Destille sind. Weiterlesen

Fever-Tree Mediterranean Tonic Water

Fever-Tree Mediterranean Tonic

“Warum sollte man Premium-Spirituosen mit zweitklassigen Erfrischungsgetränken mixen?”

Genau das fragten sich Charles Rolls und Tim Warrillow, die Gründer von Fever-Tree.

Dann griffen sie in die Kiste der guten Produkte dieser Welt. Sie nahmen frisches Quellwasser aus Großbritannien, Chinin aus der Grenzregion zwischen dem Kongo und Ruanda und Bitterorangen aus Tansania. Dazu kam noch Rohrzucker und fertig war das Fever-Tree Premium Indian Tonic Water.

Später entstanden noch andere Variationen, wie hier das Fever-Tree Mediterranean Tonic Water mit Zitronenthymian und Rosmarin aus der Provence.

Geschichte

2005 war es soweit. Nach 15 Monaten Recherche und Tests wurde das erste Fever-Tree Tonic hergestellt.  Seit dem produzieren sie diverse Varianten ihres Tonics, Ginger Beer und verschiedene Limonaden. 2011 exportierten sie ihre Produkte dann schon in 25 Länder. Heute sind die Hersteller stolz darauf, dass ihre Produkte in sieben von den zehn Top-Restaurants weltweit angeboten werden.

Was der Hersteller sagt:

By blending the essential oils from the flowers, fruits and herbs that we have gathered from around the Mediterranean shores with the highest quality quinine from the ‚fever trees‘ of the eastern Congo, we have created a unique, delicate, floral tonic. Created to accompany the finest vodkas or to enjoy as a sophisticated soft drink.

Gerne hätte ich noch einen weiteren Spruch von der Website von Fever-Tree übernommen, doch da hat der Hersteller ein Trademark drauf. doch grob übersetzt sagt Fever-Tree: Weiterlesen

Fever-Tree Handpicked Elderflower Tonic Water

“Warum sollte man Premium-Spirituosen mit zweitklassigen Erfrischungsgetränken mixen?”

Genau das fragten sich Charles Rolls und Tim Warrillow, die Gründer von Fever-Tree.

Dann griffen sie in die Kiste der guten Produkte dieser Welt. Sie nahmen frisches Quellwasser aus Großbritannien, Chinin aus der Grenzregion zwischen dem Kongo und Ruanda, und Bitterorangen aus Tansania. Dazu kam noch Rohrzucker, und fertig war das Fever-Tree Premium Indian Tonic Water.

Später entstanden noch andere Variationen, wie hier das Fever-Tree Handpicked Elderflower Tonic Water mit handgepflückten Holunderblüten von einer kleinen Farm in Gloucestershire.

Geschichte

2005 war es soweit. Nach 15 Monaten Recherche und Tests wurde das erste Fever-Tree Tonic hergestellt. Seitdem produzieren die Fevertree-Erfinder diverse Varianten ihres Tonics, Ginger Beer und verschiedene Limonaden. 2011 exportierten sie ihre Produkte dann schon in 25 Länder. Heute sind die Hersteller stolz darauf, dass ihre Produkte in sieben von den zehn Top-Restaurants weltweit angeboten werden.

Was der Hersteller sagt:

Offering a light and subtle character, the delicate and sweet flavour of elderflower is perfectly balanced by the soft bitterness of the quinine. Providing a summery twist to the classic gin and tonic, the refreshing floral flavour works equally well as a sophisticated soft drink.

Gerne hätte ich noch einen weiteren Spruch von der Website von Fever-Tree übernommen, doch da hat der Hersteller ein Trademark drauf. doch grob übersetzt sagt Fever-Tree:

Wenn Dreiviertel Deines Drinks ein Mixer ist, nimm den Besten.

Der Geschmack

pur (kühlschrankkalt)

Das Elderflower Tonic Water von Fever-Tree ist feinperlig. Es kam uns beim Test fast geruchlos vor. Die Bitternote ist ausgeprägt. Ganz zurückgenommen können wir die Holunderblüte herausschmecken. Der Geschmack erinnert etwas an Zitronensäure. So richtig überzeugen kann es uns nicht.

mit Gin – Liviko

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Dactari Original German Gin – I dream of Gini

Am wenigsten hätten wir sicher einen Gin von einem Design- und Kunstbüro erwartet. Ja, die Flasche vielleicht, aber auch den Inhalt? DAC – Design am Chiemsee hat aber genau das gemacht.

Mit der selbst geschaffenen jungen Marke Dactari, viele kennen da sicher noch die TV-Serie aus den 60ern, auch „Doktor der Tiere“, haben sie sich in den Feinkostmarkt gedrängt. In Kooperation mit kleinen feinen Manufakturen werden nicht nur Feinkostartikel und Wein vermarktet, sondern auch Gin.

Geschichte

Noch recht neu ist der Gin von Dactari. Und er ist das Flaggschiff der Produktpalette, die im Moment etwa 20 Artikel aufführt. Spannend ist der Name, I dream of Gini, der nicht nur zufällig an die Fernsehserie „I dream of Jeannie / Bezaubernde Jeannie“ aus den 70ern erinnert. Nur in diesem Fall ist Gini eine Wespe, welche auf der schicken Flasche und auf der aufwändigen Verpackung, dem Bottlewrap, prangt.

Botanicals und Alkohol

Spannend ist die Herstellung des Gins. Bei schonenden 35° wird ein Weindestillat gewonnen. Dieses ergänzt sich mit einem Getreide- und einem Baumobst-Destillat. Dazu kommen Wacholder, Zitrusfrüchte, Walnüsse und Benediktiner Kräuter. Aus dem ganzen wird dann der Gin destilliert.

Der Alkoholgehalt beträgt 40 % vol.

Geruch und Geschmack

Beim ersten Schnuppern strömt uns ein deutlicher Geruch von Kräutern entgegen. Wir finden Aromen von Koriander, Anis und Zitrusfrüchten. Dazu kommt Lakritz bzw. Süßholz. Erst spät, wenn die meisten der Aromen verflogen sind, können wir auch Wacholder ausmachen.. Mit Eis wird der Geruch noch milder. Es sind deutlich weniger Aromen zu erschnuppern, Anis ist aber auch darunter. Die Aromen verfliegen so bedeutend schneller.

Der Gin ist sanft im Mund. Ein Hauch Anis, ein Hauch Wacholder und dazu Zitrusnoten. Er ist süßlich und erinnert an Trester. Im Abgang schmeckt man deutliche Kräuternoten. Trinken wir ihn mit Eis, schmeckt er „trocken“, ähnlich wie bei Wein. Auch hier zeigt sich, dass es ein Destillat aus Wein ist. Aber er wird auch kräuteriger, und Bitternoten mischen sich in den Geschmack des Dactari. Wacholder können wir jetzt nicht mehr herausschmecken. Dafür erinnert uns das Aroma stärker an Grappa.

Urteil

Wie einige der anderen zuletzt verkosteten Gins fällt auch der Dactari unter „New Style“. Einige nennen es sogar „New Western Style Gin“. Für uns ist das allerdings keine Spirituose, die wir als Gin bezeichnen würden – vielleicht sind wir da zu sehr Puristen. Trotzdem ist der Dactari gut, richtig gut sogar. Er ist sanft, aromatisch, und könnte für uns gut als feiner Kräuterbrand herhalten. Wir hätten gerne mehr davon.

Quelle

Erhältlich ist der Gin bei Dactari Fine Nature Products.

Disclaimer

Der Dactari Gin wurde uns von Dactari Fine Nature Products unentgeltlich zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür. Eine inhaltliche Beeinflussung des Textes fand nicht statt. Wir danken freundlich für die Unterstützung.

Nordés Atlantic Galician Gin

Nordés Atlantic Galician GinSpanien ist eines der Newcomer-Länder im Bereich Gin. Um so gespannter waren wir, als uns ein galizischer Gin zur Verkostung angeboten wurde.

Aus Spanien kennen wir bisher nur den Mascaró. Doch in Gegensatz dazu basiert der Nordés auf Trauben, ähnlich wie der G’Vine. Dazu kommt dann noch die ungewöhnliche weiße Flasche.

Geschichte

Hergestellt wird der Nordés Gin in Vedra im spanischen Galicien. Über den Hersteller Atlantic Galician Spirits konnte ich leider nicht viel erfahren. Es wird viel von Tradition und Handwerk erzählt, doch nicht mal auf der Website verrät der Hersteller mehr von sich. Weiterlesen

Clockers Gin

Clockers GinEigentlich ist das Clockers eine Bar in Hamburg. Doch vor einiger Zeit begann man auch hier, Spirituosen unter eigenem Label herzustellen. In unserem Fall einen Gin.

Der Brenner dieses Gins ist ein uns guter Bekannter, nämlich die  Augustus-Rex Edelmanufaktur aus Dresden.

Dies ist auch der zweite Gin, den Markus zum gemeinsamen Gin-Tasting mitgebracht hat.

Geschichte

Wie schon geschrieben, in Hamburg kennt man Clockers eher als Bar. Die Gastronomen, drei junge Männern aus St. Pauli, hatten sich dran gemacht, einen Gin zu entwickeln. Über ein Jahr brauchten sie für ihre Zusammenstellung. Wir haben ihn verkostet. Weiterlesen

Simon’s Gin – Next Level

Simon's Gin - Next LevelWir hatten in kleiner Runde zum Gin-Tasting geladen, und unser Freund Markus hat gleich zwei Sorten mitgebracht. Darunter war der Simon’s, der in Alzenau hergestellt wird. Hätten wir gewusst, dass es dort eine Brennerei gibt, wir hätten auf einer unserer regelmäßigen Touren nach Südhessen auch mal eine Abfahrt früher genommen, um den Gin zu testen.

Geschichte

Im Jahre 2008 begannen bei der Feinbrennerei Simon die Vorbereitungen für einen Gin. Nach einem, nach eigener Aussage, klassischem Gin, ging es 2012 weiter mit einer anderen Sorte, dem Next Level, den wir auch hier verkostet haben. Da Simon’s auch Rum brennt, sollte der Next Level einen karibischen Einschlag haben. 2013 gab es dafür bei den World Spirits Awards eine Silbermedaille.

Botanicals und Alkohol

Neben dem üblichen Wacholder kommen hier ganz andere Botanicals zum Einsatz. Tahiti-Vanillie, Tonka-Bohne, Piment und Lemon-Myrtle hatten wir in so einer Kombination noch in keinem Gin. Weitere Botanicals will der Brenner nicht verraten.

Der Alkoholgehalt beträgt 46 % vol.

Geruch und Geschmack

Dank der sommerlichen Temperaturen war der Simon’s Gin recht warm, als wir ihn das erste Mal probierten. Das mag auch der Grund für den ätherisch-alkoholischen Geruch sein, den er erst verströmte. Zudem erinnerte er uns an Schwedenbitter, Hustensaft, ja sogar Fernet Branca. Er beißt etwas in der Nase. Fast hätten wir ihn sogar für einen Enzian gehalten. Mit Eis ändert sich nicht viel. Auch hier denken wir an einen Bitterschnaps. Wir haben Aromen von grünem Holz und einem Bergwald in der Nase.

Der warme Gin beißt auf der Zunge. Im Geschmack haben wir Süßholz und etwas sehr Kräuteriges. Mit Eis wird er weiß schlierend und bekommt eine Anisnote. Wir fühlen uns an Raki erinnert. Nach einiger Zeit machen wir am Gaumen einen Geschmack von Piment aus.

Urteil

Leider ist der Simon’s Gin für uns im Geschmack kein Gin. Uns fehlen (typische) Wacholdernoten. Viel mehr würden wir ihn – von Geruch und Geschmack her – unter einem Kräuterbrand oder einem Wurzelschnaps einordnen. Dann ist er nicht schlecht.

Quelle

Erhältlich ist Simon’s Next Level Gin unter anderem bei Amazon.

Fentimans Light Tonic Water

Fentimans Light Tonic WaterIm Grunde ist dieser Artikel über das Fentimans Light Tonic Water die Wiederholung zum vorherigen Fentimans Tonic Water-Artikel, denn beide Tonics haben wir zusammen gekauft.

Im lokalen Edeka tauchte plötzlich Fentimans auf. Sofort wanderte es in den Einkaufswagen. Eine nähere Quelle hätten wir sowieso nicht auftreiben können, und bevor die guten Sachen wieder aus dem Programm genommen werden…

Geschichte

1905 begann Thomas Fentiman mit der Herstellung von Ginger Beer. Verkauft wurde es in kleinen Läden. Doch als die Supermärkte in Großbritannien zu ihrem Siegeszug ansetzten und die Läden Probleme bekamen, ging es Mitte der 1960er abwärts.

Eldon Robson, der Ur-Enkel von Thomas Fentiman, startete 1988 erneut mit dem Unternehmen und brachte die Marke wieder auf den Markt. Weiterlesen

Liviko Gin

Liviko GinEinen Gin aus Estland hatten wir noch nicht. Um so neugieriger waren wir, als diese Flasche von Liviko hier ins Haus trudelte. Wir waren gespannt, wie ein baltischer Gin schmecken würde, und wurden überrascht.

Geschichte

Liviko ist der älteste Hersteller von alkoholischen Getränken in Estland. Die Firma blickt auf eine über einhundertjährige Geschichte zurück. Ausserdem zählt sie zu den Hauptimporteueren und Großhändlern des Baltischen Raumes. Weiterlesen

Dodd’s Gin

Dodd's GinEinen interessanten Ansatz geht The London Distillery Company mit Dodd’s Gin an. Die Botanicals für den Gin stammen komplett aus Bio-Anbau. So auch der Honig, der enthalten ist. Er kommt aus den Bienenstöcken der The London Honey Company, die lokal produziert.

Der Grundalkohol wird mit einem Teil der Botanicals in einer 140-Liter-Kupfer-Destille namens „Christina“ destilliert. Die empfindlicheren Botanicals werden mit einer kleinen Menge dieses Alkohols 24 Stunden mazeriert, bevor sie in „Little Albion“, einem Rotationsverdampfer, destilliert werden.

Nachdem beide Brände mehrere Wochen zusammen gelagert wurden, werden sie per Hand abgefüllt und gelabelt. Auch das Label ist etwas besonderes. Das Papier ist „Strathmore Writing“, welches in einer komplett mit Windenergie betrieben Fabrik hergestellt wird.

Geschichte

Eine lange Geschichte hat der Hersteller hinter sich. 1807 errichte Ralph Dodd in Nine Elms, London, eine Destille. Er gründete damit The London Distillery Company. Dummerweise gab es nicht viel später eine Beschwerde einer anderen Destille, Dodd’s Unternehmen verstiesse gegen den 1720 Bubble Act. Vor Gericht verlor Dodd und musste seine Firma wieder schliessen.

Bei einem Whiskey-Tasting 2012 hatter der Mitgründer der neuen London Distillery Company, Nick Taylor, die Idee, in London eine Whiskey-Destille zu gründen. Traditionelle Investmentfirmen waren nicht mehr so risikofreudig, so dass man es mit Crowdfunding versuchte. Mitte März 2012 war es dann so weit, und das Unternehmen war finanziert. Damit war The London Distillery Company die erste Destille in über 100 Jahren, die in London Whiskey herstellte.

Eben hier wird auch Dodd’s Gin produziert – in kleinen Batches von 100 bis 500 Flaschen. Weiterlesen