Alle Beiträge von Torsten

Xellent Swiss Edelweiss Gin

Xellent Swiss Edelweiss GinMit der Einstellung, im Duty Free in Zürich gäbe es nur das übliche, und eine Flasche Bombay sei ja auch noch nicht für Verkostungszwecke hier gewesen, flog Petra los. Zurück kam sie mit Xellent Swiss Edelweiss Gin, den sie unerwartet eben im Duty Free im Züricher Airport entdeckte.

Geschichte

Hans Affentranger war es, der 1918 in Willisau begann, Schnaps zu brennen. Schon bald waren seine Fruchtbrände allseits beliebt. Auch heute noch wird die Familientradition weitergeführt. Neben Gletscherwasser ist hochwertiger Schweizer Roggen Hauptbestandteil der Brände. Kleine 500-Liter-Kupferdestillen stellen dann den Rohbrand her. Und nach der dritten Destillation ist der Xellent Vodka fertig.

Dieser ist dann auch die Basis des Gins. Nach sorgfältiger Destillation in Pot Still Häfen entsteht ein etwas anderer Gin, der zu guter Letzt mit Gletscherwasser vom Titlisgletscher aus 3000 Metern Höhe auf Trinkstärke verdünnt wird. Weiterlesen

Monkey 47 – Schwarzwald Dry Gin

Monkey 47 - Schwarzwald Dry GinDas erste Mal probierten wir Monkey 47 in Singapur. In einer Rooftop-Bar, die allerdings nur auf dem Vordach des dahinter stehenden hohen Gebäudes war, bestellten wir einen und bekamen ihn mit Tonic. Schlecht schmeckte das nicht. Doch Dank Frau Cucina Casalinga, die uns diesen Gin zukommen liess, konnten wir ihn nun endlich pur probieren. Vielen Lieben Dank an Frau Casalinga!

Geschichte

Erst seit 2010 gibt es Monkey 47. Damals kamen die ersten 2.500 Flaschen auf den Markt. Dahinter stecken Alexander Stein, Sohn der Brennerfamilie Stein, die unter anderem Fernet Branca herstellt, und Christoph Keller, der Brenner.

Zur Entstehung des Produkts zitiere ich am besten:

Das Rezept, auf das sich Monkey 47 beruft, stammt von dem weit gereisten britischen Gentleman Montgomery Collins, der nach dem 2. Weltkrieg im kriegszerstörten Berlin der britischen Verwaltung dient und es sich angesichts des Leids zur Aufgabe macht, den Wiederaufbau Deutschlands zu unterstützen. ´Monty´ zieht 1951 in den Nordschwarzwald und eröffnet einen Landgasthof, den er ´Zum wilden Affen´ nennt. Da der Uhrenliebhaber ein Faible für Gin hat, entwickelt er seine ganz eigene Rezeptur mit dem Besten aus britischer Tradition, indischen Gewürzen, Kräutern, Früchten sowie reinem Quellwasser aus dem Schwarzwald. Viele Jahre nach Collins Tod findet man eine Kiste von Montys Gin und rekonstruiert originalgetreu das Rezept. (Quelle: Made im Ländle) Weiterlesen

Finsbury Platinum London Dry Gin 47%

Finsbury Platinum London Dry Gin„Lass uns den Finsbury nehmen.“ – „Ja, wir müssen ja auch mal die üblichen billigen Gins probieren.“ – „Nein, den 47%igen, den brauch ich als Ansatz für den Mirabellen-Likör.“. Etwas zum Probieren haben wir trotzdem abgezweigt.

Geschichte

1740 wurde in London die Finsbury Distilling Company von Joseph Bishop gegründet. Bis 1993 war die Destillerie in Familienbesitz, dann wurde sie von der Borco-Marken-Import in Hamburg übernommen. Seitdem wird immer noch nach altem Rezept destilliert. Der Platinum wird 6fach in Kupferkesseln destilliert. Weiterlesen

Bleu D’Argent London Dry Gin

Bleu D'Argent London Dry GinAn den Bleu D’Argent London Dry Gin kamen wir eher durch Zufall. Er war billig in der Metro zu haben. Der Hintergedanke war recht einfach: Auch günstige Gins müssen für dieses Projekt probiert werden.

Geschichte

Hergestellt wird dieser Gin in Frankreich. Auf der Flasche ist als Hersteller GCF AT angegeben. Viel zu finden ist darüber nicht. Der Hersteller hat eine Internetseite, erstaunlicherweise für Franzosen sogar eine auf englisch, aber auch da ist nichts zu dem Gin zu finden. Im Grunde ist es ein großer Abfüller, zu dem auch Arthur Metz und J. P. Chenet gehört. Zu Produkten ausser Wein schweigt man allerdings. Auf der International Spirits Challenge diese Jahr haben sie immerhin eine Silbermedaille für den Gin erhalten. Bombay Sapphire hat auch nicht besser abgeschnitten. Weiterlesen

Mascaró Gin 9

Mascaró Gin 9Spanien kann Gin? Nun, das werden wir herausfinden. So ähnlich dachten wir auch, als wir vor dem recht umfangreichen Gin-Regal des CITTI-Marktes in Kiel standen. Schon alleine der Exotenfaktor führte dazu, dass der Mascaró Gin 9 hier im Hause landete.

Geschichte

Don Narciso Mascaró Marcé wurde 1894 in einer Weinhändlerfamilie geboren. Damit beginnt auch die Geschichte unseres Gins. Mehr oder weniger. 1946 begann er dann unter dem Markennamen Mascaró zu verkaufen. Unter seinen Produkten waren Cava, Brandy und Orangenlikör. Im Laufe der Zeit verbesserte das Unternehmen seine Fähigkeiten Destillate herzustellen. Daraus entstand dann auch dieser Gin. Hergestellt wird er in Vilafranca del Penedès, das 50 Kilometer von Barcelona entfernt liegt.

Botanicals und Alkohol

Alkohol aus katalonischem Weizen bildet die Grundlage für den Gin. Eine zweifache Destillation führt zu einem weichen Alkohol. Zum Aromatisieren werden Wacholderbeeren benutzt, die zu 100% aus Katalonien stammen. Leider ist auf der Website des Herstellers der Gin nicht zu finden. Nach verschiedenen Quellen zu urteilen stammen auch die restlichen Botanicals fast komplett aus den nahe gelegenen Bergen bei Vilafranca del Penedès. Neben dem Wacholder soll noch Koriander mit dabei sein. Andere berichten davon, dass dies der einzige Gin sei, der zu 100% aus Wacholder besteht und keine weiteren Botanicals zum aromatisieren benutzt. Nichts genaues weiss man nicht. In so weit sollten wir ihn einfach probieren.

Der Alkoholgehalt beträgt 40%.

Geruch und Geschmack

Dieser Gin riecht deutlich nach Zitrus. Dazu kommt eine würzige Note. Der Alkohol ist recht gefällig. Mit Eis ist der Geruch nach Wacholder ausgeprägter. Die Zitrusnote ist verschwunden, dafür drängen sich Kiefernnadeln durch.

Beim Geschmack ist der Wacholder sehr prägnant. Im Abgang kommt eine pfefferige Note hinzu, die überrascht. Auch eine ätherische Kräuternote, die an Rosmarin erinnert, ist zu schmecken. Mit Eis ist das Gefühl auf der Zunge leicht ölig. Der Wacholder ist noch deutlich zu schmecken, teilt sich aber auch hier, wie beim Geruch, die Zunge mit Kiefernnadeln. Im Abgang auch hier eine pfefferige Note.

Urteil

Wir sind wirklich überrascht. Dieser Gin schmeckt so vollkommen anders als die anderen. Er lädt geradezu ein, ihn pur zu trinken und immer wieder auf der Zunge hin und her fliessen zu lassen. Sowohl warm als auch mit Eis kann er uns überzeugen. Wir haben ihn noch mit Thomas Henry Tonic als Gin Tonic probiert. Leider geht der ausgeprägte Geschmack des Mascaró dann unter. Pur mögen wir diesen ungewöhnlichen Gin aber sehr.

Quelle

Mascaró Gin 9 ist z.B. erhältlich bei Amazon.

Feel! – Munich Dry Gin

Bei der Tasty Box gab es ein Paket mit einer Flasche Feel-Gin und vier Fläschchen Monaco Tonic. Wir haben zugeschlagen.

Geschichte

Korbinian Achternbusch, so lautet der Name hinter dem Gin. Ohne eine Ahnung von Gin musste er erst einmal lernen, was hinter diesem Getränk steckt und wie es hergestellt wird. Dann liess er sich von der Firma Müller eine 150-Liter-Destille bauen und kreierte über ein Jahr lang seinen eigenen Gin. Heraus kam feel!. Gerade mal 24 Jahre ist Achternbusch alt. Doch das hält ihn nicht auf,  einen ganz neuen Bio-Gin aus München auf den Markt zu bringen. Weiterlesen

Mayfair London Dry Gin

Mayfair London Dry GinWas am Mayfair London Dry Gin als erstes auffällt, ist die schicke Flasche in grün. Doch wenn man Informationen über den Hersteller sucht, sieht es eher mau aus.

Geschichte

Das Unternehmen, von dem der Mayfair London Dry Gin, aber auch ein Vodka und ein Rum kommt, nennt sich Mayfair Brands. Passenderweise sitzt man auch im gleichnamigen Stadtteil von London in der Grosvenor Street. Laut eigener Auskunft wird der Gin in einer der letzten Destillen in London hergestellt. Der Brennmeister bzw. dessen Familie sollen auf eine 300jährige Geschichte zurückblicken. Doch genauer wird man nicht, und ich werde skeptisch. Haben wir es hier wirklich mit Tradition zu tun? Oder ist da jemand auf den Zug mit Namen „Gin“ aufgesprungen wie bei den Berliner Brandstiftern?

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Tanqueray London Dry Gin 47,3%

TanquerayTanqueray London Dry ist ein Klassiker. So etwas möchten wir natürlich nicht auslassen. Hier haben wir die Tanqueray London Dry Version mit 47,3% vol. in der klassischen Flasche in Hydrantenform.

Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen von Charles Tanqueray, der aus einer Priesterfamilie aus Bedfordshire stammte. 1830 baute er im Londoner Bloomsbury eine Destillerie. Er stellte so qualitativ guten Gin her, dass er 1847 begann, ihn zu exportieren. Unter anderem ging es in die britischen Kolonien bis nach Jamaika. Als 1868 sein Sohn Charles Waugh Tanqueray die Destillerie erbte, machte dieser die USA mit Gin bekannt. Tanquaray wurde auch dort eine populäre Marke. 1941, also 111 Jahre nach dem Bau, wurde die Destillerie bei deutschen Luftangriffen vollständig zerstört. Ein einziger Brennkessel blieb unbeschädigt, dieser ist bis heute noch in Gebrauch. Heute findet die Produktion im schottischen Cameronbridge statt.

Die Marke Tanqueray gehört mittlerweile dem britischen Getränkekonzern Diageo. Zum Unternehmen gehören noch andere bekannte Marken wie der günstige Gordon’s Gin, aber auch Guinness, Kilkenny, Captain Morgan, Lagavulin, Talisker, Johnnie Walker, Smirnoff, Baileys und Grand Marnier.

Auch in der Popkultur hat Tanqueray Einzug gefunden. So singen z. B. die Ramones im Song „Somebody Put Something in My Drink„: „Tanqueray and tonic’s my favorite drink, I don’t like anything colored pink, that just stinks… it’s not for me„. Auch The Notorious B.I.G. erwähnt den Gin im Song „Everyday Struggle“ mit den Zeilen: „baby on the way mad bills to pay, that’s why you drink Tanqueray; so you can reminisce and wish, you wasn’t livin so devilish…„. Doch damit hört es nicht auf.

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Gin Basil Smash

Die GQ ist schuld. Frau Foodfreak war ausser Haus, hinter dem Haus wucherte der Basilikum, und Gin war auch noch da. In der GQ entdeckte ich das Rezept und dachte mir, das wäre was für die Begrüßung.

Gin Basil Smash

Doch hinter dem Gin Basil Smash steckt mehr. Erfunden wurde der Cocktail hier in Hamburg. Der feine Herr Meyer, seines Zeichen Inhaber der Classic-Bar Le Lion in Hamburg, hat diesen Drink kreiert. Wer die ganze Geschichte hören möchte, dem sei die erste Folge des Podcastes Bildungstrinken empfohlen, in der Herr Meyer und Herr Bauer über den Gin Basil Smash reden. Weiterlesen

Berliner Brandstifter – Berlin Dry Gin

Berliner BrandstifterDie Idee und der Ansatz waren löblich. Crowdfunding ist schon lange ein Begriff, der durch die Welt geistert. Was lag näher, als einem Unternehmen auf diesem Wege zu ermöglichen, einen Gin herzustellen. Botanicals komplett auf Berliner Boden angebaut und in Manufakturherstellung in Berlin gebrannt, das war das Versprechen von Berliner Brandstifter.

Geschichte

Die Geschichte des Unternehmensgründers auf der Website ist eher Familienhistorie. Gut ein Jahr wurde in dem Unternehmen, das bisher Kornbrand herstellte, an dem neuen Produkt gearbeitet. Wir hörten das erste mal davon im April als @holgi darüber twitterte. Natürlich fanden wir die Idee großartig, vor allem gefiel uns die Manufakturfertigung, also schlugen wir zu. Wir kauften gleich das Paket mit drei Flaschen für 99 Euro. Anfang Juni wurde dann das Paket geliefert. Flasche 7, 19 und 22 von 9999 nannten wir unser eigen.

Doch dann kamen auch schon die ersten Meldungen, die uns aufhorchen liessen. Es kam heraus, dass Berliner Brandstifter gar keine eigene Destille haben soll. Stattdessen sollten sie von der Brennerei Schilkin in Berlin brennen lassen. Was auch immer hinter den Kulissen passiert ist, für uns bleibt ein fader Beigeschmack. Immerhin kommt er zum Namen passend aus Berlin.

Botanicals und Alkohol

Zur Herstellung dieses einzigartig edlen, 7fach gefilterten Destillats werden jährlich handgepflückte Blüten und Kräuter des Berliner Bauern Speisegut in Gatow geerntet und zur Verfeinerung des Gins hinzugefügt.

Neben Wacholder, der traditionell in Gin gehört, werden unter anderem Holunderblüten, frische Gurken, Malvenblüten und Waldmeister verarbeitet.

Der Alkoholgehalt beträgt 43,3 % vol.

Geruch und Geschmack

Der Geruch ist zuerst ätherisch, dann intensiv nach Alkohol, so stark, dass es in der Nase bitzelt. Langsam setzt sich roter Apfel durch, auch etwas Rosenblüte. Nach und nach wird der Gin zitrusig und riecht nach Grapefruit und sauren Zitronenbonbons. Eiskalt ist der Geruch fast komplett verschwunden und hat nur noch eine leichte Blumennote.

Der Geschmack bietet zunächst vor allem Alkohol auf, der im Rachen beisst. Dann wird er deutlich floral und süsslich. Eiskalt ist der Geschmack eher mit einem Blümchenparfum zu vergleicht, sonst ist er sehr flach.

Urteil

Nach den großen Versprechungen finden wir diesen Gin enttäuschend. Wir schmecken keinen Wacholder und eigentlich auch gar nichts, was uns an Gin erinnern würde. Pur sagt er uns nicht zu und so wird der Rest wohl in Gin Tonic oder anderen Mixgetränken landen.

Quelle

Berliner Brandstifter ist z.B. bei Amazon der bei Urban Drinks erhältlich.

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